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Das Connectionhaus wird übergeben in neue Hände

Details

Connectionhaus
Das Connectionhaus ist groß genug für eine Gemeinschaft

Ein Haus mit Geschichte

Das Connectionhaus, seit 1991 Sitz des Connection-Verlags, soll in neue Hände übergeben werden. Das Haus in Niedertaufkirchen verfügt über 1.300 qm Wohn- und Bürofläche, die sich auf gut 30 Räume verteilen. Außerdem gibt es einen 88 qm großen Seminarraum, eine Sauna und die Möglichkeit, auf 30 Hektar Grund Biolandbau zu betreiben...

Es sind nun bald 24 Jahre, dass ich in diesem Haus lebe. 1991 bin ich hier zusammen mit 14 anderen Erwachsenen und zwei Kindern eingezogen. Die ersten fünf Jahre haben wir in diesem Haus als Gemeinschaft gelebt, mit nur einer Küche, gemeinsam von uns bezahltem Koch, alles vegetarisch, die Bioware wurde uns ans Haus geliefert. Die Autos teilten wir uns, und die Kinder erzogen wir gemeinsam. Jeder hatte im Rahmen des Connection-Verlages oder der Gemeinschaft einen Job und wurde mit 1.500 DM Einheitslohn bezahlt. Ungefähr fünf Jahre lebten wir so, dann wandelte sich die Struktur, aber es blieb eine Gemeinschaft.

Als wir einzogen, gab es zwar schon Desktop-Publishing, aber noch kein Internet. Man kommunizierte per Papier oder Telefon, seltener per Besuch, wir lebten hier ja auf dem Land, weitab vom Schuss. Hunderte von Connection-Ausgaben wurden hier im Haus erdacht und redaktionell realisiert. Auch die Grafik machten wir hier, die Verwaltung, das Marketing, den Vertrieb, nur der Druck fand außerhalb statt. Jeder hatte ein privates Zimmer für sich; der Weg zur Arbeit bestand im Wechseln in ein anderes Stockwerk.

»Oh, very special energy!«

Der 88 qm große Raum im Erdgeschoss war unser Tanz-, Meditations- und Seminarraum. Mehr als 500 Seminare fanden hier statt. Paul Lowe, Joachim-Ernst Berendt, Georg Deuter (der die Musik zu den Osho-Meditationen komponiert hatte), Frank Natale (Gemeinschaftsspezialist, Lehrer von Veeresh), Johannes Galli und viele andere, Berühmte und weniger Berühmte, haben hier Seminare gegeben oder uns besucht. Joachim Galuska, der Leiter der Heiligenfeld-Kliniken, war hier zu einem »Tag des Geldes«. Der Satsanglehrer Samarpan Sam Golden war für ein paar Tage hier, als wir gerade Räume ausbauten – und sah uns ganz entspannt dabei zu. Margrit Kennedy kam auf einer Vortragsreise vorbei und klärte mich über das Zinssystem auf. Buddhistische Lamas segneten den Seminarraum – »Oh, very special energy!« – und das Haus. Schamanen vertrieben böse Geister und luden gute ein, Geomanten erklärten uns die Wirkung des Schnittpunktes der Leylines, an dem das Haus läge. Therapeuten und Tantralehrer hielten hier ihre Sitzungen und Kurse ab, und Tausende von Besuchern kamen zu den Seminaren, unseren Connection-Festen (früher halbjährlich) oder in das Bio-Café, das ein Pächter aus Landshut hier im Haus eine Zeitlang betrieb.

Die Dunkelziffern

Wie viele Menschen haben sich hier im Haus verliebt? Sei es in sich selbst oder in jemand anders. Ich weiß von mindestens vier Paaren, die sich hier gefunden haben und noch immer zusammen sind, und von drei Kindern, die hier gezeugt wurden und putzmunter sind. Und ein Mensch ist hier gestorben, liebevoll betreut bis zum Schluss, sie wurde auf dem Niedertaufkirchener Friedhof in einer hawaiianisch-katholischen Zeremonie beerdigt.

Und wie viele haben hier sich selbst entdeckt? Von zweien weiß ich es sicher, dass hier während eines Seminars »ihre Suche aufhörte« (heute nennt man das gerne »Erwachen«; es ist zu einer Mode geworden, es zu suchen, und sich ein bisschen zu schämen, wenn man es noch nicht gefunden hat). Kriminalkommissar Schneider vermutet jedoch, dass auch hier die Dunkelziffer hoch ist, vielleicht kaum anders als bei den Verliebten.

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Die Connectionhausbewohner können hier Permakultur nutzen

Ein großes Haus …

Wer das Haus zum ersten Mal betritt, kann meist kaum fassen, wie groß es ist. Die 1.300 qm Wohn- und Bürofläche verteilen sich auf gut 30 Räume, auf 3 1/2 Etagen (das Haus ist bis zum First ausgebaut. Es könnten hier 23 Menschen wohnen, jeder ein Zimmer für sich, und man hätte immer noch 3-5 Küchen, fünf Bäder und noch weitere Gemeinschaftsräume (88 qm + 44 qm + 42 qm). Für Kinder ein Versteckspiel-Paradies, und auch Erwachsene verirren sich hier manchmal. An zur Zeit 10 Stellen kann man sich duschen (6 Stehduschen + vier Badewannen mit Brause) und es gibt 9 Klos, ausbaubar auf 11. Das Haus ist für eine 20-köpfige Gemeinschaft gut bewohnbar, mit Seminarbetrieb und Büros, oder auch für 3-6 Familien (bei 4, 5 oder 6 Familien müsste was umgebaut werden). Die Großküche hat zu Gastronomiezeiten bis zu 300 Essen am Abend ausgegeben, sagen die Einheimischen. Heut würde sie sich für Kochkurse eignen, denn um die Herdinsel mit 9 Gasflammen können leicht 12 Wissbegierige herumstehen, die lernen wollen, wie man vegetarisch oder vegan kocht.

»Für mich ist die Sauna eine Art Krypta – ein Platz, an dem man besonders gut meditieren kann. «

… und sein Innerstes

Nur drei der vielen Räume haben keine Fenster nach draußen. Zwei davon sind nur Kammern, der dritte ist eines ist unserer Bäder und hat eine alte Gewölbedecke, die wir unverputzt gelassen haben. Ein Raum mit Fußbodenheizung, zwei Duschen, einem separaten Klo und einer besonderen Sauna, die sehr viele Ecken hat, weil wir sie dort in einen trapezartigen Grundriss reingezwängt haben. Für mich ist dieser Raum eine Art Krypta – ein Platz, an dem man besonders gut meditieren kann. Er das Innerste unseres Hauses. Durch die Rundung des Gewölbes und das Wasser ist er eine Art von Gebärmutter, gut zur Einkehr und für kreative Prozesse. Wenn ich hier allein saune, mache ich das im Dunkeln, mit vielen Aufgüssen. Eine Rückkehr zu mir selbst, ins Innerste.

Das Internet ändert alles

Durch das Internet hat sich die gesamte Medienlandschaft so stark gewandelt wie seit Ende des 15. Jahrhunderts nicht mehr, als Johannes Gutenberg den Druck mit beweglichen Lettern erfand. Der Verlag braucht das Haus heute nicht mehr; wir können Druckwerke, Newsletter und Internetseiten produzieren von wo aus auch immer wir das wollen. Das Leben in einer »alternativen Gemeinschaft« war spannend, aber um einen Verlag über Wasser zu halten, braucht es vor allem ein paar wenige, hochkompetente Fachleute, und die dürfen das von einem Platz ihrer Wahl aus tun, wo auch immer in der Welt der ist. Eine wöchentliche Sharing-Runde mit Redestab, wie wir sie hier mal hatten, bei der jeder seine Gefühle äußern konnte? 20- bis 30-jährige von heute würden sich durch sowas in die Hippiezeit versetzt fühlen. Heute »shart« man auf Facebook.

Gemeinschaftsleben

Die Gemeinschaftsbewegung ist inzwischen jedoch stärker geworden. Das Bewusstsein der Bedeutung einer guten Ernährung hat sich ausgeweitet hat, auch das eines weniger konsumorientierten und nicht-virtuellen Lebensstils, sowie das eines Landlebens mit eigenem Obst- und Gemüseanbau. So ist auch das Interesse an einem Gemeinschaftsleben, wie wir es hier mal hatten, angewachsen. Deshalb möchte ich das Connectionhaus nun insbesondere einer solchen Gemeinschaft anbieten. Gerne auch einem anderen Nutzer, ich mach dem Käufer da keine Vorschriften, aber für eine solche Gemeinschaft wäre es besonders gut geeignet. Und auch wenn das Connection-Haus bisher noch nicht auf der Liste des UNESCO-Kulturerbes steht: Wenn eine Gemeinschaft es übernimmt, hätte ich das Gefühl, dass die 24 Jahre, in denen wir hier »geübt« haben, es anders zu machen, für unsere Mitwelt und uns selbst, für Gaia, den Biotop Erde, anders gewürdigt wären, als wenn einer der typischen Immobilienaufkäufer es nun in 8 Wohnungen zerschneidet, die er dann einzeln verkauft, auch wenn sich das finanziell für ihn möglicherweise mehr lohnt.

Von wegen Avantgarde. Wir waren die Freaks und sind es gewisser Hinsicht immer noch.

Unserer Zeit voraus?

Bevor wir hier ankamen, hatte das Dorf 57 Einwohner. Mit uns waren es dann gleich mehr als 70. Heute hat das Dorf mehr als 300 Einwohner. Fast alle wohnen in Einfamilienhäuser,n und das Neubaugebiet wird gerade für weitere solche Kleinfamilienhäuser erweitert. Als ich 1991 die Connectiongemeinschaft gründete, dachte ich, die Zeit der Kleinfamilien und Singles sei schon im Abklingen, und wir hätten mit unserer Art des Zusammenlebens eine Form gewählt, die sich mehr und mehr ausbreiten würde. Da ist aber nicht so. Die Landschaft wird weiterhin zersiedelt durch immer noch mehr Einfamilienhäuser mit jeweils einem kleinen Garten davor. Dreizimmerwohnungen sind nach wie vor Standard und leicht zu verkaufen, ein Haus wie dieses hier, obwohl vom Quadratmeterpreis her ein Schnäppchen, tut sich schwer einen Käufer zu finden. So dass Finanzfachleute mir immer wieder die Aufteilung in Wohnungen vorschlagen. Von wegen Avantgarde. Wir waren die Freaks und sind es gewisser Hinsicht immer noch. Vegetarismus ich heute chic, Car-sharing breitet sich immerhin in den Städten aus, echte Lebensgemeinschaften, die mehr sind als nur eine Kleinfamilie mit berufstätigen, gestressten Eltern und abwesenden Großeltern, gibt es aber auch heute noch kaum.

Die Freak-Badewanne

Dieses Haus ist so groß wie zehn Einfamilienhäuser, es kostet aber nur so viel wie zwei. Als ich es 1991 ausbaute und grundrenovierte, kaufte ich für eines der Badzimmer eine sogenannte »Doppelbadewanne«. Sie ist so groß wie eine normale Single-Badewanne, hat aber den Überlauf nicht am Fußende, sondern in der Mitte, mit zwei Schrägen, so dass man sich dort bequem gegenübersitzen kann und dabei nicht einer von beiden den Überlauf im Rücken hat. Weil dieses Modell so selten nachgefragt wurde, kostete es bei sonst gleicher Qualität wie die üblichen Badewannen das Fünffache. Ich konnte es kaum glauben, dass wir auch mit dem Wunsch, ab und zu mal zu zweit zu baden, so sehr Außenseiter waren – Freaks eben – dass wir dafür das Fünffache bezahlen mussten. Aber so war es. Ich entschied mich trotzdem für diesen »Luxus« und hoffte, das Geld durch die Einsparungen beim Bewirtschaften und Bewohnen der Allmende (den Gemeinschaftsräumen) wieder reinholen zu können.

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Auch Pferde haben hier Platz

30 Hektar Grund für Biolandbau

Leider hat dieses Haus nur 1.300 qm eigenen Grund, mit dauerhaft dazugepachtetem Land sind es ca. 2.000 qm. Für eine Gemeinschaft mit Tieren, die Landbau betreiben will, ist das zu wenig. Ich habe mich deshalb mit dem Biobauer Markus Noppenberger zusammengetan, der 32 Hektar Land hat, in 12 Gehminuten ist man drüben bei seinem Hof mit Wiesen, Pferdekoppeln, Wald und einer permakulturell angelegten Teichlandschaft. Er ist Biolandwirt mit Herz und Seele und hochkompetent, auch was Permakultur anbelangt. Hier aufgewachsen, hat er den Hof von seinen Eltern geerbt und ist seit in paar Monaten im Gemeinderat, also lokal bestens vernetzt. Er würde sich sehr freuen, wenn das Connectionhaus wieder eine Gemeinschaft beherbergen würde, v.a. dann, wenn diese sein Land mitnutzen will. Organisatorisch ist das von ihm favorisierte Modell zur Zeit die »Solidarische Landwirtschaft«, bei der nicht mehr einzelne Lebensmittel gekauft werden, sondern eine Monatsgebühr bezahlt wird, mit der man das Recht aufs Ernten erwirbt, die einzelnen Salatköpfe und Tomaten muss man dann nicht mehr bezahlen. Er ist jedoch auch für andere Modelle offen »wenn's passt«. Vor allem muss es unbürokratisch gehen, denn ein Büromensch ist er nicht.

Anbindung an München

Wer eine Immobilie kauft, will meist nicht nur einen Platz zum Wohnen oder Arbeiten haben, sondern auch ein Objekt, das nicht so schnell an Wert verliert. Das Connectionhaus ist zwar im Kern 150 Jahre alt, wurde aber 1991 vollrenoviert und liegt heute 5 Minuten von der Einfahrt zur Autobahn München-Passau entfernt. Die existiert zwar bis jetzt nur in Teilstücken, wird aber 2019 fertig sein, denn die rechtlichen Hürden, die bisher den Ausbau behindert hatten, sind nun alle beseitigt. Dann wird die Fahrt von hier nach München nicht mehr 70 Minuten dauern, sondern nur noch 40 Minuten. Das ist nicht viel mehr als man von München aus zu manchen der dortigen Vororte braucht, vor allem in der Rushhour kann das so lange dauern. Man wird ab 2019 also die Anbindung an eine Großstadt haben, so dass man hier eventuell sogar Abendveranstaltungen für die Münchner Klientel machen kann. In München sind Veranstaltungsräume nämlich sehr schwer zu bekommen und horrend teuer. Und es gibt auch noch die Zugverbindung über Mühldorf. Die Züge von Mühldorf am Inn nach München verkehren in etwa stündlich und brauchen eine Stunde; der Bahnhof ist von uns in 12 Minuten zu erreichen.

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Markus Noppenberger

Wer sich für den Kauf des Hauses interessiert, wende sich an mich, per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 0171-268 0447. Oder auch an Gerhard Wagner, 0157 77068825.

Markus Noppenberger ist über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, zu erreichen, seine Webseite ist www.markusnoppenberger.de.

Über solidarische Landwirtschaft kann man sich hier informieren: www.solidarische-landwirtschaft.org und auf Wikipedia.org, dort findet man auch einen ausführlichen Eintrag über Permakultur.

Wolf Schneider

Interesse am Connectionhaus? Schreib mir eine Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wolf Schneider, Jg. 1952. Autor, Redakteur, Kursleiter. Studium der Naturwiss. und Philosophie (1971-75) in München. 1975-77 in Asien. Seit 1985 Hrsg. der Zeitschrift connection. Seit 2007 Theaterspiel & Kabarett. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

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