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connection Tantra erscheint zwei Mal im Jahr mit jeweils einem Schwerpunktthema. Sexualität wird im Tantra als etwas Heiliges betrachtet, das respektiert und verehrt zu werden verdient. Durch einen ethisch bewussten, liebevollen und achtsamen Umgang damit kann sich unsere Sexualität entwickeln und uns zur höchsten Blüte unseres Menschseins führen. Tantra hat uralte, vorpatriarchale Wurzeln, bezieht in seinen heutigen Formen jedoch die Erkenntnisse der modernen Psychologien und Therapien mit ein sowie die ethischen Prinzipien eines gesunden, natürlichen und umweltbewussten Lebens.

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Titelblatt special Nr. 80

Tantra-Special 80
Macht & Ohnmacht

Die Himmelsmacht der Liebe lässt uns meist auch unsere Ohnmacht fühlen. Sogar die Sehnsucht, ganz vertrauen zu können, machtlos sein zu dürften ist eine starke Kraft, die uns treibt, weit über die Grenzen der »Bequemlichkeitszone« (comfort zone) hinaus. Fast unvermeidlich walten Liebe, Sex und Transzendenz im Spannungsfeld zwischen Macht und Ohnmacht: Bin ich der Schöpfer, wenigstens von meiner Welt? Oder bin ich den Kräften, die da wirken, ohnmächtig ausgeliefert?

Mit Beiträgen von

Regine Hoffmann, Regina Heckert, Matthias Rieck, Lucian Loosen, Gabriele Gremmel, Christine Janson, Benjamin Merkler, Gerd Soballa
und anderen

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connection tantra special 84

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Titelblatt special Nr. 84

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Tantra-Special 84
Eros & Mystik

Das Profane und das Heilige gehören zusammen, gerade auch in der Liebe gilt das. In unserer Gesellschaft wurde das Sexuelle jedoch jahrhundertelang als etwas Niederes, Tierisches verunglimpft, als Werk des Widersacher Gottes, des Teufels. Dabei sind erotische Begegnungen eher das Gegenteil davon: In ihnen öffnet sich die Tür zu einer ganz natürlichen Religiosität, die ohne Kirche und Katechismus auskommt – eine Tür zur Mystik, die den Kern jeder echten Religiosität ausmacht.

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Inhalt

  • Editorial
  • Hier & Jetzt – die Kurzmeldungen
  • Eros als Tor zur Mystik
    Nicht jede Verschmelzung ist eine mystische, meint Wolf Schneider
  • Flirten mit Gott
    Aniela Adams befragte Christoph Quarch über seine Liebesbeziehung zu Gott
  • So wird es sein, wenn ich sterbe
    stellt sich Leila Klenze vor
  • Sexualität, Liebe und Spiritualität
    gehören zusammen, meint der Aikido-Lehrer Winfried Wagner
  • »Kosmischer Orgasmus«
    Bringt sexuelle Ekstase uns Gott näher, fragt Advaita Maria Bach
  • Tempel der Liebe
    Nirvan hat an einem Workshop mit Dieter Jarzombek und Maggie Tapert teilgenommen
  • Liebestempel in Indien
    Ist nicht eher die Absonderung eine Sünde?
  • Die tantrische Reise
    Der Art-of-Being Gründer Alan Lowen preist die Mystik der Präsenz
  • Sexuelle Fantasien
    versteht Saleem Matthias Riek als Gleichnisse mystischer Ekstase
  • Die Leidenschaft des Seins
    Anne Devillard sprach mit Daniel Odier über den tantrischen Weg
  • Neo-Tantra – besser als sein Ruf?
    Silvio Wirth verteidigt das moderne westliche Tantra gegen Vorurteile
  • Herkunft und Praxis der Tantramassagen
    Kati Laux sprach mit Andro, dem Begründer der Tantramassage
  • Siddhartha – der Tantriker
    Lucian Loosen hat Hermann Hesses »Siddharta« wieder entdeckt
  • Die Gemse und der Zigeuner
    Eine erotische Geschichte von Tonio Kling
  • Der Tanz der »Einen Liebe«
    Bernie Prior über das Wesen von Mann und Frau
  • Liebe und Tod
    Schönheit und Vergänglichkeit gehören zusammen, meint Wolf Schneider
  • Lustmolch & Tantramaus
    sind für Regina Heckert Symbole der tantrischen Schulung
  • Serviceteil (Inhaltsverzeichnis siehe dort)
  • Inserentenverzeichnis
  • Vorschau und Impressum

Editorial Tantra-Special 84

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Heilige Sexualität

Photo Wolf Schneider

Wie kann Sex etwas Heiliges sein? Er ist doch mit so viel Gier verbunden. Er kann eine Invasion sein in einen behüteten Schutzraum, brutal ausgeübt werden, unfreiwillig sein und unwillkommen. Sex ist nicht immer freudvoll und glückbringend, und doch: Eine archaische Kraft ist das Sexuelle immer; sogar dann, wenn es verborgen, verdrängt, missbraucht, sublimiert oder verleugnet wird.

Sexualität weckt von Natur aus in uns so erhabene Gefühle, wie wir Menschen sie sonst nur an Altären und in geweihten Häusern haben

Man kann das Leben so betrachten, als sei darin nichts heilig: Schluss mit den Kindermärchen, lasst uns mal ganz nüchtern drauf schauen! Wer so schaut, für den ist alles profan. Das ist aber nur eine Betrachtungsweise. Eine andere ist die staunende. Wer so schaut, dem kommt das Leben vor wie ein Wunder. Was es da alles gibt! Und wie es sich fortsetzt, dieses Leben! Wie aus Kleinem Großes entsteht (das Aufwachsen), und wie aus zwei Großen ein kleines Drittes wird. Dieses ganze Werden und Vergehen und immer wieder neu Werden ist angetrieben von unserem Wunsch zu essen, uns zu verteidigen und uns fortzupflanzen, und von diesen dreien ist der dritte Wunsch der verbindendste. Wenn ich unter all den Kräften, die das Leben bewirken eine herauszupicken hätte als die besondere, dann wäre es diese hier: die Kraft, die zwei Menschen zueinander führt, die sexuelle. Oder etwas abstrakter, feiner, zivilisierter: die Liebe.

Drei Dimensionen

Der profanen Betrachtung des Lebens, wie die Biologie sie pflegt, kann ich durchaus einiges abgewinnen. Es gibt aber auch noch eine andere, poetischere. Die betrachtet die Anziehung zwischen Individuen aus der Perspektive derer, die da ziehen und angezogen werden – aus meiner und deiner Perspektive. Diese Anziehungskraft ist das größte und schönste Thema unserer Literatur und Kunst, aber sie ist noch mehr als das. Es gibt nämlich neben der tierischen Dimension, die die Biologie beschreibt und der menschlichen der Künste noch eine dritte Dimension. Man könnte sie religiös oder philosophisch, transzendental oder existenziell nennen. In ihr ist sogar das Darstellungsbedürfnis der Künste aufgehoben, denn da sind die Darsteller ganz sie selbst, und die Suche nach Schönheit und Perfektion ist hier keine Suche mehr, sondern ein Finden – im Auge des Betrachters ist alles perfekt. In dieser Dimension sind Sexualität und Liebe etwas Heiliges.

Natürliche Religiosität

Ein Altar erscheint als etwas Heiliges, weil er so definiert, vielleicht auch geweiht wurde. Sonst wäre es nur ein Tisch. Ebenso wären Kirchen, Synagogen, Moscheen und Tempel nur Häuser; vielleicht besonders schöne, aber ohne diese Weihe, diese zeremonielle Zuweisung eines Sinns, wären sie keine Gotteshäuser. Die Sexualität aber braucht eine solche Weihe nicht. Sie weckt von Natur aus in uns so starke und erhabene Gefühle, wie wir Menschen sie sonst nur vor Altären und in geweihten Häusern haben.

Das ist der Grund, warum viele Religionen die Sexualität verteufelt haben. Sie haben sie zur Sünde erklärt, weil sie die stärkste Konkurrentin der künstlichen Religiosität ist. Von Natur aus empfinden wir Sexualität und Liebe als etwas Heiliges. Es braucht schon sehr starke Kräfte manipulativer Erziehung und Bildung, um uns davon abzubringen.

In Sexualität und Liebe begegnen sich zwei und werden zu einem. Die Trennung, Spaltung, Entzweiung wird hier aufgehoben in der Vereinigung. Das ist »der Akt«, der religiöse Akt. Deshalb sind Sexualität und Liebe die natürlichsten Tore zur dritten Dimension, in der wir das Leben bewundern, uns ihm hingeben und es auf diese Weise heiligen.

Wolf Schneider, Jg. 52, Studium der Naturwissenschaften und der Philosophie, 1976 buddh. Mönch in Thailand; 1985 Gründer des Connection Verlages, 2004 der »Schule der Kommunikation« im oberbayerischen Niedertaufkirchen. Hrsg. der connection Tantra-Specials.
Blog: www.schreibkunst.com


Titelseite connection special 84

Aus dem Heft connection special 84

Eros als Tor zur Mystik

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Sexuelle Verschmelzung als Tor zur Mystik?

Nicht jede Verschmelzung ist eine mystische. Aber die Verschmelzung zweier Liebender miteinander bietet eine gute Chance für eine solche, denn Sex, Liebe und Eros sind starke, archaische Kräfte, die imstande sind, uns »ganz« mitzureißen

»Mein Gott, mein Gott …«, stöhnt sie, als es ihr zum zweiten Mal kommt. Sie, die doch sonst mit Gott und der Kirche nichts zu tun hat. Hat sie gerade ein mystisches Erlebnis gehabt und ist nun mit dem All-Einen verschmolzen, mit Gott, dem Universum, im kosmischen Orgasmus? Und ihr Partner fühlt sich nicht wie Josef, sondern wie der Heilige Geist, der es Maria besorgt hat? Die Frage erinnert mich an die Geschichte, wo der kleine Ernie im Deutschunterricht erzählt, er habe auf dem Weg zur Schule den Pfarrer angefahren, woraufhin die Lehrerin geistesgegenwärtig auch die anderen fragt: »Hat sonst noch jemand ein religiöses Erlebnis zu berichten?«

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»Kosmischer Orgasmus«

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Erotische Bleistiftzeichnung

Bringt der Orgasmus uns Gott näher? Nicht unbedingt

Wilhelm Reich ist der Begründer der modernen ganzheitlichen Körpertherapien. Ein Eckpunkt seiner Theorie ist die Überzeugung, dass der Orgasmus nicht nur ein Schlüssel zum menschlichen Glück ist, sondern dass der volle Orgasmus des nicht mehr psychosomatisch blockierten und gepanzerten Menschen mit einer neurotischen Psyche unvereinbar ist. Der indische Mystiker Osho, der in den 70er Jahren als Sexguru bekannt wurde, schließt sich dem an und fügt die spirituelle Dimension noch hinzu: Im Orgasmus bist du Gott nahe! Advaita Maria Bach arbeitet seit dreißig Jahren mit den Methoden sowohl von Reich wie von Osho, sieht das inzwischen jedoch etwas nüchterner

Mit vier Jahren entdeckte ich zufällig, dass ich mir durch Aneinanderpressen der Oberschenkel ein lustvolles Gefühl verschaffen konnte. Das Wort »Lust« allerdings kannte ich nicht; es gehörte nicht zum täglichen Sprachgebrauch in unserer Familie, noch weniger natürlich der Begriff »Orgasmus«.

Spektakulär daran war vor allem die Folge dieses angenehmen Gefühls zwischen den Beinen: Direkt während des Orgasmus erschien mir, bei geschlossenen physischen Augen, ein riesengroßes goldenes Auge vor nachtschwarzen Hintergrund. Durch die Pupille dieses Auges konnte ich abtauchen in einen unendlichen Raum, in dem ich mich schwerelos fühlte. Diese Schwerelosigkeit war nicht etwa beängstigend, sondern bloß merkwürdig; sie machte mich auch nicht im üblichen Sinne glücklich. Wann immer ich mich stimulierte, konnte ich dieses Geschehen initiieren. Es war sehr geheimnisvoll und erlöste mich für kurze Zeit von der oft als unerträglich erfahrenen Umwelt. Wenn ich das goldene Auge erlebte, vergaß ich die Zeit und konnte so hinterher nie sagen, wie lange es gedauert hatte. Fünf Minuten, zehn Minuten, eine halbe Stunde? Es hing eher davon ab, wann ich gestört wurde, lebten wir doch zu viert in einem einzigen, wenn auch sehr großen Zimmer. Ich fühlte intuitiv, dass ich dabei besser leise sein sollte, und ich erzählte niemandem davon. Dieses Geheimnis gehörte nur mir, mir allein. Dachte ich.

Die Zerstörung des Mysteriums

»Eines Tages, ich war gerade wieder im Weltraum masturbatorisch unterwegs, hörte ich die scharfe Stimme meiner Mutter: »Maria, was machst du da?«

Eines Tages, ich war gerade wieder im Weltraum masturbatorisch unterwegs, hörte ich die scharfe Stimme meiner Mutter: »Maria, was machst du da?« Ich wusste nichts zu antworten, standen mir doch gar keine Worte zur Verfügung für mein »Machen« oder Erleben! Meine Mutter versuchte mir, klar zumachen, dass diese Aktivität »unanständig« war und dass ich sie lassen sollte. Ich schwieg dazu und machte heimlich weiter, wann immer es möglich war. Doch das goldene Auge erschien mir nun nicht mehr. Ich konnte machen, was ich wollte, der Weltenraum, die Schwerelosigkeit, das Geheimnis, das Mysterium, es war zerstört durch die Worte meiner Mutter, durch das Gift des Schuldgefühls, obwohl die Lust, mein kleiner vierjähriger Orgasmus, rein körperlich noch funktionierte.

Sie hat mich nicht geschlagen, sie hat mich nicht mit demütigenden Worten verdammt, ihre Stimme beruhigte sich auch nach der ursprünglichen Schärfe, die wohl eher ihrem eigenen Erschrecken entsprungen war; eher liebevoll und geduldig erklärte sie mir die Unanständigkeit. Katholisch erzogen, wie sie war, glaubte sie wohl, mich zu behüten.

Heute, viereinhalb Jahrzehnte später, fühle ich auf ein Mal, beim Schreiben dieser Zeilen, etwas Mulmiges in der Magengrube – es ist nicht zu fassen: Angst davor, erwischt zu werden! Meine Mutter ist schon zehn Jahre tot, und ich selbst bin inzwischen Großmutter – wie tief sind doch die in der Kindheit verankerten Reflexe!

Seitdem habe ich ungezählte Orgasmen verschiedenster Dauer und Qualität erlebt, und doch scheint es mir, als sei das goldene Auge ein Schlüsselerlebnis gewesen, das auf jeden Fall mitspielte, als ich mit zweiunddreißig Jahren auf meine Lehrerin Margo Anand traf und auf die bis heute spirituell wichtigste Meisterfigur meines Lebens: Osho, damals hieß er noch Bhagwan Sri Rajneesh. In seinen Anfängen wurde er von den Medien als Sex-Guru bezeichnet, was in seiner späten Phase, selbst noch zu seinen Lebzeiten und heute erst recht, manchmal vergessen wird. Seine eigene tantrische Phase war in den Siebzigern des 20. Jahrhunderts – ich habe sie selbst leider nicht mehr miterlebt und kenne seine Äußerungen zum Tantra nur aus den Schriften, die alle Aufzeichnungen seiner Vorträge sind.

Der Shivalingam

Osho sagte viel über den Orgasmus. Zum Beispiel dies: »Orgasmus ist Ekstase. Orgasmus ist Verlorensein in der Zeitlosigkeit. Orgasmus ist, wenn dein ganzer Körper mit einer unbekannten Energie vibriert, die dir vorher nicht begegnet ist. Während des Orgasmus bist du Gott sehr nahe.

»Während des Orgasmus bist du Gott sehr nahe« — Osho

Das Wort &rdaquo;Orgasmus&ldaquo; kommt von &rdaquo;Orgia&ldaquo; – das war eine religiöse Zeremonie, eine heidnische Zeremonie: Wenn die Menschen sehr ekstatisch wurden, so ekstatisch, dass ihr ganzer Körper erfüllt war von göttlicher Energie und sie fast platzten vor lauter Energie, und sie sich in dieser Energie geradezu verloren hatten, dann nannten sie das Orgie – es war so etwas wie Tantra. Es war dionysisch – das ist die Wurzel des Wortes &rdaquo;Orgasmus&ldaquo;.

Männer fühlen ihn selten. Wenn dein ganzer Körper zittert, nicht nur dein sexuelles Organ, wenn du von den Zehen bis zum Kopf ein sexueller Orgasmus wirst, dann wirst du ein sexuelles Organ … das ist das Symbol des Gottes Shiva; du musst es in Indien gesehen haben, das Shivalingam. Manche wundern sich und sagen: &rdaquo;Wo sind die Augen, und wo ist die Nase, und wo ist der Mund, und wo sind die Beine? Und was für eine Art Darstellung ist dies?&ldaquo; Das ist das Symbol des Orgasmus: Wenn sich der ganze Körper in dieses Organ verwandelt. Augen, Mund, Körper, Geist – alle lösen sich auf in Sexualität, in Sinnlichkeit, in eine Art immenser Empfindsamkeit. Das ist die Bedeutung des Shivalingams.« (aus: »Fly without wings, walk without feet, and think without mind«)

Der Orgasmus als Tor zur Spiritualität

An anderer Stelle behauptet Osho, dass die orgasmische Erfahrung Grundlage sei nicht nur für das Tantra, sondern auch für den Sufismus, den Taoismus und den Zen-Buddhismus. Er sagte, dass die Qualität der Zeitlosigkeit beim Orgasmus den weisen Begründern dieser spirituellen Traditionen gezeigt hätte, dass das auch »für immer« möglich sein müsse. Hier würde eine kleine Tür für den Geist aufgehen, wo er sich von der Bedingtheit der Zeit lösen und in die Unendlichkeit aufschwingen könne. Auf diese Weise hätten sie die Meditation entdeckt, ihre diversen Methoden entwickelt und natürlich auch die »Erleuchtung«.

In Bezug auf meine eigene frühkindliche Erfahrung kann ich dieser Aussage zunächst zustimmen, erst einmal hundertprozentig. Das war Tantra, das Zusammenfallen von sexueller Tätigkeit und meditativer Ruhe des alltagsgeschwätzigen Geistes. Und das auch noch vollkommen aus sich selbst heraus, ohne jede Anstrengung! Und das kosmische Licht-und Raumerlebnis war noch mit eingeschlossen! Nur ... bis heute und trotz fast drei Jahrzehnten Tantra erscheint mir das goldene Auge keineswegs automatisch bei jedem Orgasmus, sei er nun tantrisch initiiert oder »normal«.

Zu Oshos Zitat möchte ich noch darauf hinweisen, dass bei den dionysischen Ritualen, soweit mir bekannt ist der rituelle, wilde Gruppensex auch durch berauschende Getränke – und keineswegs nur Wein – stimuliert wurde und betörende Musik eine Rolle dabei spielte. Die Beteiligten kamen nicht durch Sex allein in die tranceartige Nähe zu den Göttern.

Außerdem würde ich Osho gerne fragen: Selbst im Leben eines ganz normalen Menschen, gibt es da nicht auch andere Augenblicke, in denen er der Meditation und der Stille nahekommt? Zum Beispiel bei ergreifenden Naturerlebnissen?

Zwischen Kontrollieren und Loslassen

Hinzu kommt, dass im klassischen, rituellen Tantra der Orgasmus kunstvoll kanalisiert und kontrolliert wird, um die sexuelle Energie den höheren Chakras zuzuführen. Dort wird also sehr bewusst versucht, die sexuelle Energie in spirituelle Energie umzuwandeln.

»Nicht jeder sexuelle Akt, auch nicht jeder befriedigende sexuelle Akt hat Nähe zu göttlichen Dimensionen« — Advaita Maria Bach

Der Sadhaka (Praktizierende) befindet sich im tantrischen Ritual im Grunde die ganze Zeit zwischen den zwei Polen des Kontrollierens und des Loslassens – mit einfacher Unschuld und dem Eintauchen in die sexuelle Energie allein ist es hier nicht getan. Es ist eine sehr komplexe Angelegenheit, die damit zu tun hat, dass wir als Erwachsene immer die selbstverständliche, unschuldige, kindliche Nähe zum Göttlichen verlieren, und dass es eine Menge Arbeit ist, auf einer erwachsenen Stufe diese Nähe wieder herzustellen. Nicht jeder sexuelle Akt, auch nicht jeder befriedigende sexuelle Akt hat Nähe zu göttlichen Dimensionen.

Bei allem, was Osho über Tantra sagt, war mir immer bewusst, dass er über die Essenz spricht, nicht über Details der tantrischen Praxis.

Bringt Sex uns Gott näher?

Zu seiner Aussage über Shivalingam: Irgendwann in meinem tantrischen Liebesleben befand ich mich in einer sehr tiefen Vereinigung. Die Bewegungen meines Beckens wurden immer rhythmischer, jenseits meines Willens, in einer mir bis dahin unbekannten Dimension. Wir waren, ich war nur noch Rhythmus, Atem, Stöhnen – und plötzlich öffnete sich in meinem dritten Auge eine Vision: Ich sah die Menschheit als Hecke in meinem ganzen inneren Gesichtsfeld – alle in Vereinigung, sie steckten ineinander, bewegten sich rhythmisch wie wir, auseinander geboren werdend, sich wieder dem Akt hingebend, stöhnend, mal getrieben, manche mit animalischen Gesichtern, manche selig verschmelzend mit edel-entrücktem Gesichtsausdruck, ineinander sterbend, aber sobald einer starb, wurde er ersetzt und eine neue Person nahm den Platz in der Hecke ein und vereinigte sich – aber alle folgten einem Naturgesetz, stärker als jedes einzelne Individuum, und auch die Qualität der einzelnen Vereinigung spielte hier keine Rolle! Dann wurde alles immer schneller, wie durch ein umgekehrtes Fernrohr gesehen verschwand der Blick auf Einzelheiten, die Hecke mutierte in ein endloses Lichterband, in ein Myriaden umfassendes Lichterband.

Mir war intuitiv klar: Jedes Individuum ist ein Lichtpünktchen. Auch ich, mein Partner, jeder, selbst der bedeutendste Mensch ist angesichts der Unendlichkeit kosmischer Vorgänge in der Schöpfung ein Nichts! Ein winziger Bestandteil, ein Atom.

Erotische Bleistiftzeichnung

Dann wurden mein Partner und ich in die Vision hineingezogen, und damit hörte sie auf! Stärker habe ich nie die allumfassende Gesetzmäßigkeit und Kraft der Sexualität gesehen. Die Erfahrung war egozerstörend. Dennoch konnte ich anderen, denen ich davon erzählte, nicht klar machen, dass es trotzdem nicht schlimm war! Die Erkenntnis ist erschreckend: So unwichtig der Einzelne! Aber sie hatte auch etwas Erlösendes. Obwohl es nicht »Seligkeit« war im üblichen Sinne.

Tatsächlich übersteigt die Beschreibung dieses Erlebnisses meine sprachlichen Fähigkeiten. Ich kann es einfach nicht besser in Worte fassen, ich kann mein Gefühl nicht besser sprachlich ausdrücken, als ich es hier getan habe.

Soviel an dieser Stelle zur Nähe von mystischen Erfahrungen und Orgasmus.

Danach hatte ich noch viele Vereinigungen, aber diese Erfahrung wiederholte sich nicht. Es gab noch viele andere mystische, tantrische Erfahrungen – die überlasse ich im Augenblick dem fruchtbaren Schoß des erinnerten, aber noch nicht erzählten Schatzes an Ereignissen zutiefst spiritueller Qualität.

Widersprüche

Ich möchte mich jetzt einmal den Widersprüchen widmen, die sich auftun, wenn man es sich zu einfach macht mit dem Thema. Dabei geht es um Wilhelm Reich, um »Die Funktion des Orgasmus«, um Osho und meine Erfahrungen mit Seminarteilnehmern und natürlich auch um die eigene Person.

Ausnahmsweise geht es hier nicht um den klitoralen, vaginalen, multiplen oder häufig blockierten Orgasmus – darüber habe ich schon oft geschrieben, in connection und in anderen Zeitschriften. Sondern ich möchte ein Paradoxon beschreiben, das mit der Körpertypenlehre einher geht, die von Reich mit der »Charakteranalyse« begonnen wurde, dann von Alexander Lowen weitergeführt und von Bäurle teilweise zu humorvoll beschrieben wurde (in dem Buch »Körpertypen – Vom Typentrauma zum Traumtypen«). Ich habe diese Körpertypenlehre in meiner körpertherapeutischen Arbeit der vergangenen dreißig Jahre immer wieder bestätigt gefunden. Meine Kritik daran möchte ich für diesmal hintanstellen.

Die Körpertypenlehre ist die systematische Wissenschaft von den Muskelpanzern, die im Becken den Orgasmusreflex behindern, im Gesicht ein künstliches Lächeln einfrieren und uns manchmal Schmerzen machen und die manchmal so chronisch sind, dass wir sie gar nicht mehr merken.

Die fünf Körpertypen

Kurz zur Auffrischung oder für die Leser, die davon noch nicht gehört haben: Es gibt fünf Grundtypen: den Oralen (dünn und bedürftig), den Schizoiden (dünn und ängstlich), den Masochisten (beleibt, muskulär am stärksten gepanzert, vor allem an den Schultern), den Psychopathen (wohlproportioniert, in Lowens Sprache »phallisch-narzistisch«), den Rigiden (eher athletisch, leistungsbetont). Natürlich sind die meisten Menschen Mischtypen, und man muss sich schon gut auskennen, um wirklich damit zu arbeiten, doch auch das soll hier mal Nebensache sein.

Die Körpertypen habe ich hier aufgezählt in der Chronologie der Zeit ihrer Entstehung in der Kindheit. Die erste drei gelten als genital nicht voll entwickelt, das heißt, sie haben aus sehr verschiedenen Gründen einen blockierten Orgasmusreflex und gelten – zumindest an der Oberfläche – als »ich-schwach« und feldabhängig. Die letzten beiden, der »Psychopath«, dessen Thema die Macht ist, und der »Rigide«, dessen Thema die Leistung ist, gelten als genital voll entwickelt, »ich-stark« und feldunabhängig. Diese beiden haben keine sexuellen Funktionsstörungen; ihr Orgasmusreflex ist nicht blockiert; sie gelten sexuell als verführerisch, aktiv und attraktiv. Wie passt das zusammen mit der Aussage, dass es beim Orgasmus auf die Hingabe ankommt; es heißt doch, der Orgasmus sei ein Ich-Verlust? Wieso können die Ich-starken sich sexuell eher hingeben als die, deren Ego schwächer entwickelt ist und die eine große Angst vor genau diesem Kontrollverlust haben, der zugelassen werden muss, um den Orgasmus zu erleben?

Die »orgastische Potenz«

Ich zitiere Wilhelm Reich über die »orgastische Potenz«, ein sehr wichtiger Begriff, der nicht verwechselt werden sollte mit der erektiven Potenz des Mannes: »Die erektive und ejakulative Potenz sind bloß unerlässliche Vorbedingungen für die orgastische Potenz. Sie ist die Hingabe an das Strömen der biologischen Energie ohne jede Hemmung, die Fähigkeit zur Entladung der hochgestauten sexuellen Erregung durch unwillkürliche lustvolle Körperzuckung. Kein einziger Neurotiker hat diese Fähigkeit, und die überwiegende Mehrheit der Menschen ist charakterneurotisch krank. Die Intensität der Lust im Orgasmus ist (beim angst-, unlust- und phantasiefreien Geschlechtsakt) abhängig von der Größe der auf das Genitale konzentrierten Sexualspannung, sie ist um so intensiver, je größer und steiler das Gefälle der Erregung ist.«

Nun, genau diese Fähigkeit haben die Rigiden und die (manipulativen) Psychopathen. Der manipulative Psychopath etwa hat keine Zeit, wenn der Partner krank ist oder aus sonst welchen Gründen einfach mal nur Freundschaft braucht. Aber er steht sofort auf der Matte und versichert, immer geliebt zu haben, wenn man sich jemand anders zuwenden will; oder weil man festgestellt hat, dass man in der Beziehung unterm Strich mehr draufzahlt. Das nennt man eine destruktive Beziehung, die viel Herzblut und Nerven kostet. Obendrein versteht es der Manipulator, dem Partner auch noch subtil Schuldgefühle zu vermitteln – für die eigenen Fehler. Der Leim in solchen Beziehungen ist immer der Sex.

Ist Don Juan erleuchtet?

Wir kennen sie unter anderem aus vielen tantrischen Szenarios: Sie haben viele Geliebte, sie sind echte Raketen und Tiger im Bett, auf keinen Fall lassen sie sich fangen in der Enge einer monogamen Beziehung. Sie sprechen immer von ihrer Freiheit – und sie lieben, sie lieben überhaupt als die einzig Wahren, weil Freiheit und Liebe Geschwister sind. Wir kennen sie aus der Literatur und Kunst: Es lebe Don Juan! Und natürlich Donna Juanita!!

Sie verschaffen den Partnern viele Orgasmen, kunstvoll, sanft, zärtlich, hingegeben. Aber: Sie bleiben immer Chef oder Chefin, sie dominieren das Geschehen. Und sie sind ein Beispiel dafür, dass Orgasmusfähigkeit eben doch relativ wenig mit Erleuchtung zu tun hat. Bioenergetisch gesehen sind sie im Brustbereich gepanzert: Das Herz schlägt in einer Rüstung, einer festen »Röhre« aus gepanzerten Muskeln, auch wenn es oft nicht so aussieht. Der Orgasmusreflex schaukelt bei ihnen sozusagen mitten in dieser Röhre zwischen Becken und Kopf vorbei und funktioniert wunderbar!

Ich möchte hier bitte nicht missverstanden werden: Ich bin nicht gegen Polygamie oder die Freiheit – nur manchmal versteckt sich etwas anderes hinter dem Schein der Oberfläche, als sie suggeriert. Das Herz ist der Schlüssel, es ist aber auch nicht die ganze Antwort: Im Herzen zu sein schenkt mir noch keinen Orgasmus. Für ein erfülltes Menschsein ist der schon recht wichtig.

Wir sind komplexe Wesen

Die Antwort liegt darin, dass wir als Menschen sehr komplexe Wesen sind und alle Ebenen unseres Daseins angeschaut und integriert werden müssen, um das ganze Potenzial als Mensch zu er- leben. Kein einzelner Aspekt trägt in sich die ganze Antwort. Auch die Physiker, so habe ich gehört, suchen seit Jahrzehnten die eine Formel, die die ganze Welt erklärt. Sie haben sie nicht gefunden, und angeblich ist in internen Diskussionen davon die Rede, dass man davon weiter denn je entfernt ist.

»Auf dem Weg zu einem glücklicheren Leben ist der Orgasmus nur ein Baustein. Hier irrte auch Reich« — Advaita Maria Bach

Zuletzt noch Osho über Reich: »Wilhelm Reich hat recht, wenn er sagt, dass, wenn wir der Menschheit den Orgasmus zurückbringen, werden fast neunzig Prozent der Geisteskrankheiten sofort verschwinden – wie Tautropfen am Morgen, wenn die Sonne kommt.«

Ach, ich wünschte mir von Herzen, die zwei hätten recht! Ich habe mich sehr darum bemüht, Menschen zu helfen, einen Orgasmus zu bekommen. Ich hatte in sehr vielen Fällen Erfolg, aber keineswegs hörten damit automatisch selbstzerstörerische und neurotische Verhaltensweisen auf, noch nicht ein Mal im Einzelfall. Auf dem Weg zu einem glücklicheren Leben ist der Orgasmus nur ein Baustein. Hier irrte auch Reich. Ich glaube Osho und Reich haben beide die Wirkung von Gewalt auf die Gesundheit der menschlichen Psyche unterschätzt.

Dennoch: Ich wünsche allen Lesern dieses Magazins ein orgastisches und orgasmusreiches Leben – mit Nähe zum mystischen, grenzenlosen inneren Raum. Möglich ist das schon.

— Advaita Maria Bach

This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it., Jg. 1949, Stud. der Phil., Polit. und Soz. 1982–87 Ausbildung bei Margo Naslednikov im Skydancing Tantra. Seit 1987 eigener tantrischer Weg auf der Grundlage von Wilhelm Reich und den modernen Körpertherapien. Seit 1998 bietet Advaita eine fünfjährige Tantra-Lehrer Ausbildung an.
www.advaita-tantra.de


Titelseite connection special 84

Aus dem Heft connection special 84

Neo-Tantra – besser als sein Ruf?

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Eine Erwiderung auf den Neo-Tantra Kritiker Daniel Odier

Wie seinerzeit das klassische Tantra, ist auch heute Tantra umstritten. Das gilt für alle seinen Varianten, auch für die im Westen weit verbreitete Variante des Neo-Tantra, die therapeutische Methoden aus der Humanistischen Psychologie einbezieht. Der Tantralehrer Silvio Wirth verteidigt hier das Neo-Tantra gegen den Angriff des Chan- und Tantra-Lehrers Daniel Odier

In den achtziger Jahren, als das westliche Tantra noch in den Kinderschuhen stand, war es hauptsächlich Angriffen aus dem schockierten Mainstream ausgesetzt. Mittlerweile hat sich die Aufregung gelegt; Tantra hat in der deutschen und der westlichen Gesellschaft seine Nische gefunden.

Das westliche Tantra wurde vielerorts »Neo-Tantra« genannt, um es vom traditionellen indischen oder tibetischen Tantra abzugrenzen. Diese Bezeichnung geht ursprünglich auf einen Satz von Osho zurück, der, obwohl selbst Inder, ein nicht-traditionelles, für den westlichen Menschen offenes Tantra begründen wollte: »Das Tantra ist eine Tradition gegen jede Tradition. Aber es ist trotzdem noch eine Tradition. Ich dagegen spreche von einer völlig neuen Sache, von etwas, das lebendig, jung, überhaupt nicht traditionell ist … Darum sind alle Religionen, Tantra ebenso wie die anderen, ritualisiert. Aber heute hat das menschliche Wesen seine Reife erreicht. Umso mehr müssen wir Tantra von allen ritualistischen Strukturen befreien, um es poetischer, spontaner zu gestalten. Genau das mache ich, damit aus dem Tantra wieder eine tief lebendige, gelebte Erfahrung werden kann. Denn es muss euer Lebensstil werden, aber es ist besser, es ›Neo-Tantra‹ zu nennen. Sonst werden diese ›Experten‹ weiter Verwirrung in dir anstiften.« (1)

Tantra und Neo-Tantra

Neo-Tantra ist für seine Gegner inzwischen eine Art Schimpfwort geworden. Mein Eindruck ist, dass die stärksten Kritiker mittlerweile aus dem Kreis der Anhänger des traditionellen hinduistischen und buddhistischen Tantra kommen, und sie gewinnen zunehmend an Einfluss. Die Anhänger des Neo-Tantra scheinen publizistisch in Rückenlage zu geraten: Wenn man bei Google »Tantra« eintippt, kommt mittlerweile an erster Stelle der Wikipedia-Eintrag, der zum traditionellen Hindu-Tantra hinweist, immerhin noch mit einem Link: »zur modernen westlichen Richtung siehe Neotantra«.

Was mich betrifft, gehöre ich zu einer jüngeren Generation von Tantralehrern und bin seit immerhin zehn Jahren tätig. Ich habe früher wohl reines »Neo-Tantra« gemacht, habe mich mittlerweile aber immer mehr den traditionellen Tantra- und den Yoga-Wegen geöffnet. Ich habe meine Arbeit immer schon als sinnvolle, tief gehende Heilungsarbeit verstanden, die in der Lage ist, viele Menschen für einen spirituellen Pfad zu öffnen. Daher hat es mich immer gewurmt, wenn ich irgendwo die Meinung selbsternannter Experten las, wie unseriös und nutzlos meine Arbeit doch sei.

Die Hutschnur ging mir endgültig hoch, als ich in der Zeitschrift KGS Berlin ein Interview mit dem von mir bis dahin eigentlich geschätzten Daniel Odier las, in dem er sich wie folgt äußert:

Daniel Odiers Kritik

»Neo-Tantra war eine süße Idee der sechziger Jahre, als wir diese historische Zeit erlebten, die die ›sexuelle Revolution‹ genannt wird. In diesem Zusammenhang entstand auch die Idee, dass Sex ein besonderes Tor sein könnte. Es war eine schöne Idee – das einzige Problem ist, sie funktioniert nicht! Bis heute denken viele Menschen immer noch, dass diese Idee funktionieren könnte – leider führt das zu nichts. Im Gegenteil, die Verwirrung wächst. Vom Standpunkt des Yoga aus betrachtet sind diese Praktiken genau das Gegenteil von dem, worum es im ursprünglichen Tantra geht. Neo-Tantra beruht auf einer Erfindung, es ist nicht authentisch. Das Ergebnis dieser falschen Praktiken sind zwanghafte Verspannung, Verkrampfungen und übertriebene Entladungen der Muskeln und des Nervensystems. Aus energetischer Sicht war Neo-Tantra ein Versehen, ein Fehler, und spirituell betrachtet macht es keinen Sinn.«

Das ist starker Tobak, zumal Odier selbst bisher in Deutschland sehr unkritisch aufgenommen wird. Ich denke, jetzt muss mal widersprochen werden. Bei allem Respekt, Monsieur Odier, das stimmt einfach nicht!

Vier Kritikpunkte am Neo-Tantra

Die häufigsten Kritikpunkte am westlichen Tantra könnte man wie folgt zusammenfassen:

  • Kritikpunkt 1: Neo-Tantra ist ein Produkt der übersättigten Esoterik-Szene und therapeutisch nicht fundiert. Eigentlich ist es eine Geldmacherei ohne jeden Anspruch.
  • Kritikpunkt 2: Neo-Tantra hat sich vom spirituellen Ideal verabschiedet und führt seine Jünger nicht zur Wahrheit und Tiefe. Bestenfalls ist es Liebeskunst oder Sexualtherapie.
  • Kritikpunkt 3: Im traditionellen Tantra kommt die Sexualität entweder gar nicht oder zuletzt, im Neo-Tantra hingegen kommt sie zuerst. Beim Neo-Tantra geht es nur um Sex, anders als im »echten« Tantra. Sexualität als Tor zur Spiritualität, das funktioniert einfach nicht.
  • Kritikpunkt 4: Tantra ist nur in einer Übertragungslinie authentisch und lässt sich nur in einer tiefen Guru-Schüler-Beziehung realisieren.

Ich möchte der Klarheit halber zu jedem dieser vier Punkte ausführlich Stellung beziehen und darlegen, dass diese Kritikpunkte im Großen und Ganzen nicht fundiert sind und im Kern hohl.

»Neo-Tantra ist Pop-Esoterik«

Kritikpunkt 1: Neo-Tantra ist ein Produkt der übersättigten Esoterik-Szene und therapeutisch nicht fundiert. Neo-Tantra ist eigentlich eine Geldmacherei ohne jeden Anspruch.

Die inkompetenten ›Neo-Tantriker‹ sind natürlich immer die anderen

Wenn man die Szene genau beobachtet, kann man Interessantes feststellen: Andro etwa spricht Margo Anand und ihren Nachfolgern ab, echtes Tantra zu praktizieren. Nun wird er selbst auf der Wiki-Seite als Neo-Tantriker bezeichnet. Daniel Odier kritisiert alle westlichen Tantraschulen in Bausch und Bogen, um sich auf der englischen Wikipedia-Seite dann wieder selbst als Neo-Tantriker wiederzufinden. Das Ganze scheint mir eher ein Spiel der Eitelkeiten zu sein, die inkompetenten »Neo-Tantriker« sind natürlich immer die anderen.

Das Neo-Tantra, auf dem seine Gegner herumhacken, das gibt es in diesem Sinne gar nicht. Dazu ist die ganze Landschaft längst viel zu komplex geworden. Ich kenne mittlerweile doch etliche Tantraschulen und ihre Arbeit. Nahezu jede dieser Schulen hat sich auf eine bestimmte Art therapeutischer Basis-Arbeit spezialisiert. Das kann Primärtherapie sein, Bonding nach Dan Casriel, Gestaltarbeit, holotropes Atmen, verschiedene Arten aktiver Meditationen nach Osho, aber auch Verfahren wie Sexual Grounding nach Poppelier oder Essence Work nach Almaas. Das Spektrum der so genannten Neo-Tantriker reicht von eher ruhiger therapeutischer Arbeit am Selbst, wo man sich sogar in einem geschlossenen Jahrestraining nicht auszieht, bis zu sexuellen Gruppenritualen; von sanfter yogischer Körperarbeit bis zu Encounter-Therapie.

Die Qualität dieser Arbeit mag sehr unterschiedlich sein, aber dieses Problem hat man mit nahezu jedem Angebot im Bereich der Selbsterfahrung und zweifellos auch in den traditionellen spirituellen Schulen. Aufgrund der Rückmeldungen von Menschen, die an Tantrakursen teilgenommen haben, scheint mir mit Ausnahme einiger weniger schwarzer Schafe die Qualität recht hoch zu sein.

Auch die Kritik, das sei Geldmacherei, kann ich nicht wirklich ernst nehmen. Die Preise von Tantra-Kursen sind mit anderen Selbsterfahrungs-Angeboten vergleichbar. Eine goldene Nase hat sich da noch keiner verdient, ganz im Gegensatz zu anderen Bereichen unserer Gesellschaft.

»Neo-Tantra ist unspirituell«

Kritikpunkt 2: Neo-Tantra hat sich vom spirituellen Ideal verabschiedet und führt seine Jünger nicht zur Wahrheit und Tiefe. Bestenfalls ist es Liebeskunst oder Sexualtherapie.

Oder etwas indischer formuliert: Tantra ist moksha-shastra, es gehört zum Pfad der Befreiung, und wird im Westen als kama-shastra missverstanden, als Weg zu Lustgewinn und Liebe, wie etwa das mit den Tantras nicht näher verwandte Kamasutra.

Hier gibt es wahrscheinlich wieder sehr große Unterschiede in den Angeboten der verschiedenen Schulen. Die meisten Tantra-Lehrer, die ich kenne, nehmen sehr wohl eine starke Haltung für Spiritualität und Selbsterkenntnis ein und vermitteln das in ihren Kursen, so gut sie können. Ich habe die Erfahrung gemacht – und da spreche ich auch für andere Tantra-Lehrer –, dass ich schon bei einigen hundert Leuten, die zu mir in die Seminare mit ganz weltlicher Motivation kamen, durch meine Arbeit und den bereitgestellten Erfahrungsraum den spirituellen Impuls erst richtig anzünden konnte.

Für einen echten Tantriker ist Tantra keine Wochenend- Parallelidentität, sondern wird früher oder später zum gelebten Alltag

Häufig wird von Seiten der Traditionen auch kritisiert – und diesmal zu Recht, meine ich –, dass Neo-Tantra die Schüler nicht zu regelmäßiger Praxis anleitet. Meine Meinung dazu: Für einen echten Tantriker ist Tantra keine Wochenend-Parallelidentität, sondern wird früher oder später zum gelebten Alltag. Ein einfaches Einsteiger-Wochenende kann jedoch den Geschmack des Tantra schon vermitteln. Viele Menschen machen darin die Erfahrung, dass es da »noch etwas ganz anderes gibt«. Die meisten brauchen dann allerdings schon ein Jahrestraining, um zu einer regelmäßigen Praxis zu gelangen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Tantra, auch westliches, wenn es gut ist, starke Energieerfahrungen vermitteln kann. Durch meine Praxis bin ich zu bestimmten Kundalini-Erfahrungen gekommen, die hier zu beschreiben den Rahmen sprengen würde. Einige meiner fortgeschrittenen Schüler haben da sogar noch intensivere Erfahrungen gemacht. Ich kenne auch Yoga und Zen und finde, Tantra ist diesen spirituellen Wegen keineswegs unterlegen.

Ich weiß nicht, mit wem Daniel Odier hier schlechte Erfahrungen gemacht hat. Ich kann ihm in diesen Punkten jedenfalls nicht zustimmen. Tantra führt nicht zu Verspannungen und Verkrampfungen und dergleichen mehr, sondern es führt mindestens zu Entspannung, Wohlbehagen, stärkerer Selbstannahme und stärkerer Freude an der eigenen Erotik und Sexualität. Bei vielen Menschen verändert ein Tantra-Training das ganze Leben. Es bringt mehr Ehrlichkeit hinein und bewegt sie dazu, ihren Platz im Leben noch mal neu zu bestimmen. Zum Beispiel findet ein Absolvent des Trainings nun eine stärker befriedigende, neue Arbeitsstelle, eine verödete Beziehung oder Ehe wird wiederbelebt oder einem vereinsamten Single gelingt nun eine beglückende Partnerschaft. Ich könnte da zig Geschichten erzählen, darunter auch solche, wo eine spirituelle Krise überwunden wird und ein Mensch »zu sich« findet.

Und die Menschen, für die Tantra vor allem Liebeskunst und Sexualtherapie ist – na, und? Auch befriedigendes Sexualleben und ein glückliches Liebesleben sind selten genug und nicht zu verachten. Die Kunst zu lieben, wenn man sie z.B. so versteht, wie Erich Fromm sie in seinem berühmten Klassiker beschrieben hat, setzt eine eine spirituelle Haltung voraus. Liebe ist jedenfalls kein geringes Ziel, und auch das erotische Verständnis der Liebe ist ein Götterfunkenregen, der ein profanes Leben zum Leuchten bringen kann. Jedenfalls bevorzuge ich den blumigen, freudvollen, lebendigen Weg des Tantra gegenüber einem asketischen Weg , auf dem ich dann, nach zwanzig Jahren der Entbehrungen, feststelle, dass ich immer noch nicht erleuchtet bin.

»Da geht es nur um Sex«

Kritikpunkt 3: Im traditionellen Tantra kommt die Sexualität entweder gar nicht oder zuletzt, im Neo-Tantra kommt sie zuerst. Beim Neo-Tantra geht es nur um Sex, anders als im »echten« Tantra. Sexualität als Tor zum Spirituellen funktioniert einfach nicht.

Im traditionellen Tantra hinduistischer und buddhistischer Prägung kommen die sexuellen Rituale in der Tat erst bei Fortgeschrittenen zur Geltung. Das Problem ist, dass hier im Westen die Anfänger ja keine Yogis mit Keuschheitsgelübde sind, sondern ohnehin sexuell aktiv. Soll ich also warten und mit ihnen Asanas und Meditationen üben, bis sie reif sind für die mächtigen Energien des Sexuellen, oder kann ich von Anfang an die tantrischen und taoistischen Methoden zu Energetisierung und Verfeinerung des sexuellen Stroms lehren? Meine Erfahrung ist, dass auch die sexuellen Methoden sehr wirkungsvoll und gut sind und dass sie dankbar angenommen werden. Natürlich gibt es bestimmte erotische Praktiken, die hohe yogische Fertigkeiten voraussetzen, die kann ich aber meinen Fortgeschrittenen dann zeigen, wenn sie erfahren genug sind. Wer für welche Übungen reif ist, das sollte ein Tantraleher allerdings erkennen können.

Viele traditionellen Lehrer wollen einem weismachen, dass Sexualität im Tantra eigentlich ein Nebengleis wäre, vielmehr ginge es um Mantrarezitation, Visualisierungen und geistige Übungen. Dies stimmt jedoch nur, was das rechtshändige Tantra betrifft. In der linkshändigen tantrischen Richtung hingegen nimmt auch die Sexualität einen zentralen Stellenwert ein, auch im tantrischen Buddhismus.

Daniel Odier etwa will einerseits die Sexualität in ihrer Bedeutung zurechtstutzen: »Das Vijnanabhairava-Tantra ist ein uraltes Yoga-System. Sie ist unsere Basis-Praxis. In ihr werden alle Aspekte des Menschseins beleuchtet. In diesem Werk werden ungefähr 130 Praktiken empfohlen und es gibt darin nur drei Verse, die sich um Sexualität drehen. Das zeigt, welchen Stellenwert die Sexualität im kaschmirischen Tantra-Weg einnimmt. Sie ist Teil davon, aber auch nicht mehr«. Derselbe Autor beschreibt in seinem Buch »Tantra – Eintauchen in die absolute Liebe« jedoch lange und ausführlich das sexuelle Ritual, das er mit seiner Meisterin durchführt, und das einen entscheidenden Einfluss auf seine Erfahrung des Erwachens hat.

Ich bin, anders als Odier, der Meinung, dass Sexualität als Tor zur Spiritualität sehr wohl funktioniert. Die Transformation der Sexualität in Liebe, die Veredelung dieser stärksten Kraft im Menschen ist ein Weg zur Heilung und Spiritualität. Meine ganze Erfahrung und auch die meiner Gefährten spricht dafür.

Gleichzeitig ist Sex aber auch unwichtig! Bei einem guten Tantra-Lehrer wird man schließlich zu der Erfahrung geführt, dass man dem sexuellen Drang gegenüber frei ist. Sexualität bestimmt dann nicht mehr das Leben, man ist ihr nicht mehr unterworfen, sondern kann es – auch in sexueller Hinsicht – so gestalten, wie es einem selbst und den Menschen, mit denen man zu tun hat, gut tut.

Autorisierung durch einen Guru

Kritikpunkt 4: Tantra ist nur in einer Übertragungslinie authentisch und muss von Guru zu Schüler weitergegeben werden.

Das traditionelle Tantra wird man ohne Lehrer aus Indien oder Tibet nicht erfahren, das stimmt. Und so lange die Lehrer aus dem Osten kein Interesse haben, in den Westen zu kommen, wird es kein westliches Tantra im strengen Sinne geben. »Nichtsdestotrotz behaupte ich, dass ein westliches sexuelles Hybrid-Tantra besser ist als gar kein Tantra« sagt der Yoga-Guru Jonn Mumford, und ich stimme ihm darin zu. Aus eigener Erfahung weiß ich, dass auch die traditionellen Tantriker nur mit Wasser kochen.

Wo das westliche Tantra noch zu sehr in der Esoterik-Ecke klebt und selbstgefälligen Narzissmus bedient, wäre es gut beraten, sich weiter zu entwickeln

Wo das westliche Tantra noch zu sehr in der Esoterik-Ecke klebt und selbstgefälligen Narzissmus bedient, wäre es gut beraten, sich weiter zu entwickeln, mehr von seinen Schülern zu fordern, vor allem an regelmäßiger Praxis. Ich denke, wenn sich westliche Tantralehrer mit den alten Tantraschriften, mit Yoga und tibetischem Buddhismus befassen, können ihre Kurse besser und tiefer werden. So hätte das westliche, therapeutische Tantra durchaus eine Chance, als integraler Weg zu schnellen und guten Ergebnissen zu gelangen.

Es gibt immer mehr Schulen, die eine Mischung aus westlichem und traditionellem Tantra anbieten, so z.B. die »tantrische Vision« in Kassel, das Istituto Maithuna in Italien oder auch unser Secret-of-Tantra-Institut. Und es gibt einen Punkt, in dem die klassischen Traditionen vielleicht auch unterlegen sind. Ken Wilber, der tiefste und gründlichste spirituelle Denker unserer Zeit, ist der Ansicht, dass die Art der Schattenarbeit, die sich in einigen westlichen Therapien des 20. Jh. entwickelt hat, eine Qualität der Selbsterkenntnis enthält, die den alten Traditionen fehlt, auch dann, wenn sie das Gegenteil behaupten. Wer sich mal längere Zeit in einer der traditionellen spirituellen Schulen aufgehalten und gesehen hat, was für Neurotiker dort auch unter den fortgeschrittenen Praktizierenden zu finden sind, weiß vielleicht, was ich meine. Meditation verbunden mit Therapie wirkt doppelt so schnell wie nur Meditation oder nur Therapie, auch Osho wusste das. Hier liegt eine große Stärke des erotisch-therapeutischen Tantra.

Ich bin der Meinung, das westliche Tantra sollte aus seiner Defensive herauskommen und beginnen, das eigene Bild in der Öffentlichkeit stärker zu gestalten. Raus aus dem Schmuddel-Image und der Eso-Nische, hin zu einem selbstbewussteren Umgang mit dem eigenen Tun.

— Silvio Wirth

(1) aus Margo Naslednikow: Tantra. Der Pfad der Ekstase

This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it., Jg. 70, Diplompsychologe und Tantralehrer. Leitet zusammen mit Mara Fricke das Secret-of-Tantra-Institut nahe Berlin. Lebt und arbeitet in einem tantrischen Gemeinschaftsprojekt,
www.secret-of-tantra.de


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Aus dem Heft connection special 84

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