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Die Paradoxie der Veränderung

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Meine Behinderung hat mich gelehrt, daß es auch eine andere Form von Veränderung gibt. Nur mit Widerstreben und aufgrund von Fehlschlägen habe ich sie entdeckt. Ich sah mich einer Situation gegenüber, die durch keinen Aufwand an Arbeit, Anstrengung, Planung oder Mühe zu bewältigen war. An allen Fronten vernichtend geschlagen, mußte ich lernen, aufzugeben und anzunehmen, wie ich geworden war und nicht hatte sein wollen. Aus meiner Aufgabe und der Annahme dessen, was ich mir nicht ausgesucht hatte, erwuchs das Wissen um eine neue Art von Veränderung und eine neue Lebensweise, das ich nicht erwartet hatte. Es war eine paradoxe Veränderung.

Als ich aufhörte, zu kämpfen und an einer Änderung zu arbeiten, als ich Wege fand, anzunehmen, wie ich bereits geworden war, entdeckte ich, daß ich mich gerade dadurch veränderte. Anstatt mich behindert oder unzulänglich zu fühlen, wie ich befürchtet hatte, fühlte ich mich wieder ganz. Ich erlebte ein Wohlbefinden und eine Fülle, die ich zuvor nicht gekannt hatte. Ich fühlte mich nicht nur eins mit mir selbst, sondern auch mit dem Universum.

Es war keine Veränderung, die von Kampf, Arbeit und Mühe geprägt war, sondern eher die Entdeckung, wie es möglich ist, nicht zu kämpfen, nachzugeben, einen Schritt beiseite zu treten und die Wahrheit deutlich werden zu lassen. Es war keineswegs die tragische Wahrheit, die ich erwartet hatte.

Als ich bereit war, mich mit den Bedingungen zu konfrontieren, die mir unerträglich und undenkbar erschienen, veränderte sie sich in ihrer Wirklichkeit. Sie wurden von etwas Schrecklichem zuerst zu etwas nur Annehmbarem und dann zu etwas Interessantem und Erfüllendem. Ich erfuhr, daß es nicht immer nötig ist zu kämpfen, um seinen Platz in der Welt zu finden, denn ich entdeckte den Platz, den ich schon in mir hatte. Je mehr ich mit diesem Platz vertraut wurde und mich auf ihn verlassen konnte, desto mehr fand ich heraus, daß es auch einen Platz in der Welt für mich gab.

Ich hörte auf, mir Gedanken darüber zu machen, wie ich aus meiner mißlichen Lage herauskommen könnte, und begann stattdessen, mich auf sie einzulassen. Dabei entdeckte ich, wie ihre unangenehmen und inakzeptablen Aspekte sich veränderten. Sobald ich mir gestattete, vollständig zu sein, wie und wer ich in diesem Moment war, ohne mir Gedanken über den folgenden zu machen, änderte sich dieser Moment, und ich änderte mich.

Manchmal empfinde ich die Fülle, die ich hier und jetzt erlebe, umfassender als jemals zuvor. Es gibt dann keinen Wunsch, kein Defizit, nichts Größeres oder Kleineres, nichts Stärkeres oder Schwächeres. Es gibt nur das, was ist. Und das ist genug.

Arnold Beisser, an Kinderlähmung erkrankter Gestalttherapeut

 

 

 

 

 

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