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Geschichte der Woche

Sommerwind

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Wir gehen Hand in Hand den stillen Waldweg entlang, der zum Strand führt. Unsere Herzen schlagen ruhig und unsere Worte sind leise und zärtlich wie der warme Sommerwind, der uns begleitet. Immer wenn ich sie von der Seite anschaue, stockt mir kurz der Atem und eine Welle von Liebe durchflutet mich. Ich bin dankbar für dieses Geschenk, sie neben mir zu sehen und zu wissen, sie ist bei mir, weil sie es wirklich will. Nach einer Weile erreichen wir den Strand und suchen uns einen Platz zum Ausruhen. Das Meer ist heute wild und beruhigend zugleich und die Sonne wärmt, so dass wir uns langsam gegenseitig ausziehen und in den warmen Sand legen. Ich greife nach ihrer Hand und schließe die Augen…

Ich beginne zu träumen und sehe die kleine Bronzeskulptur vor mir, die in meinem Schlafzimmer auf dem Fensterbrett liegt. Es ist eine nackte Frau, die dort in einer Pose der Hingabe mit geschlossenen Augen und leicht geöffneten Beinen liegt. Ihre Bewegungslosigkeit macht sie zur ewig Wartenden, aber auch zur unvergänglichen Schönheit. Langsam wandelt sich das Bild und sie wird lebensgroß und liegt neben mir auf dem Bett. Meine Hände beginnen sie zu streicheln und ich spüre das kühle Metall unter meinen Fingerspitzen. Sie wandern über ihren Körper und berühren ihre Beine, ihren Bauch, ihre Brüste, ihr Gesicht… Die Wärme meiner Hände dringt ganz allmählich in sie ein und meine Berührungen werden immer selbstvergessener. Fast fühlt es sich so an, dass sie sich in meine Hände schmiegt, doch dieser Gedanke zieht schnell vorüber.

Lange Zeit später - ich bin immer zärtlicher geworden und habe längst begonnen, ihren Körper auch mit meinen Küssen zu bedecken – öffnet sie die Augen und schaut mich an. Nichts verblüfft mich mehr daran, denn ich spüre auch ihr Herz schlagen, rieche ihren Körper und genieße es, wie sie unter meinen Berührungen erschauert. Leise sagt sie „Bitte hör’ nicht auf.“ Ich lächle sie an und denke „Niemals“. Meine linke Hand liegt jetzt auf ihrem Herzen und mein Blick taucht tief in ihre Augen. Mit der anderen Hand streichle ich ihre Brüste, ihre Brustwarzen richten sich auf und aus ihrem Mund dringen leise Seufzer und ein betörender Duft. Unsere Münder treffen sich zu einem zärtlichen Kuss und unsere Zungen spielen ganz leicht und sanft miteinander. Immer mehr schmiegt sie sich an mich und meine Hände gleiten über ihren Bauch und ihre Schenkel, die sie gerade so weit geöffnet hat, dass ich auch die Innenseiten erreichen kann. Ich fühle wie sich Erregung in meinem Körper ausbreitet, sich mit der ihren trifft und wie wir innerlich beginnen, miteinander zu tanzen. Auch sie streichelt mich jetzt und während mein Mund zu ihrer Brust wandert und dort saugt und leckt und küsst, beginnen meine Finger die warmen feuchten Lippen zwischen ihren Beinen zu liebkosen…

Da ist wieder das Meer und der geliebte warme Körper neben mir. Meine Geliebte hat sich halb auf mich gelegt und hält mich eng umschlungen. Auch sie scheint zu träumen und vielleicht ist der Unterschied zwischen Traum und Wirklichkeit ja viel kleiner, als wir meistens glauben.

für Sabine Gerold Fischer

   
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