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Eine aktuelle Betrachtung von unserem blinden Seher und Connection-Hofnarren Johannes Galli

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Eine aktuelle Betrachtung von unserem blinden Seher und Connection-Hofnarren Johannes Galli
Foto: hiero pixelio.de

Der Copilot

Hallo? Geht's noch? Hier schreibt Johannes Galli, der blinde Seher. Warum schreibe ich? Na, weil die ganze Welt darüber schreibt und spricht. Du fragst worüber? Na hör mal, über den selbstverschuldeten Absturz des German Wings Flugs 9525 am Vormittag des 24. März 2015. Nachdem alle, die was zu sagen haben, betonten, dass sie sprachlos sind, will ich mich zu Wort melden. Denn ich bin nicht sprachlos. Und du doch auch nicht. Man kann doch da mal drüber reden. Wir sind doch nicht auf der Welt, um das Unfassbare immer wieder unfassbar zu nennen, sondern, um es fassbar zu machen. Doch das nur nebenbei. Nun wieder zurück zum selbstmörderischen Absturz. Hierzu will ich erstmal Altmeister Goethe zitieren: Alles Leben ist ein Gleichnis. Wenn Goethe Recht hat, dann ist auch dieser Absturz ein Gleichnis. Wofür denn? Für den Menschen.

Das Bewusstsein bleibt draußen

Kann man nicht sagen: Das Flugzeug ist der Mensch? Der Flugzeugkörper, wie der Name nahelegt, ist der Körper. Der Pilot ist das Bewusstsein. Der Copilot ist das Unterbewusstsein. Und das Unterbewusstsein hat das Bewusstsein ausgeschlossen. Trotz aller Gewaltanwendung kann das Bewusstsein nicht die Tür zum Unterbewusstsein öffnen und in den verheerenden Plan, der im Unterbewusstsein ausgeheckt worden ist, eingreifen. So kann man sich's doch vorstellen. Naja ... ist ja nur eine Gedankenspielerei. Trotzdem, gib zu, sie hat ihren Reiz. Denken in Analogien macht Spaß.

Zurück zur Wirklichkeit. Der Copilot schmettert mit 790 km/h auf einen Felsen. Was war da los? Wir hören von einer Depression. Kein Mensch weiß, was das ist, also muss ich selbst nachdenken. Noch nie habe ich die Schulmedizin so hilflos erlebt wie bei diesem Thema. Aber auch hier weiß ich Antwort. Und da die Verantwortlichen aus diplomatischen Gründen – seh ich ja ein – nur Sprachhülsen von sich geben dürfen, nutze ich als Unverantwortlicher die Chance, mich der Wahrheit anzunähern. Wohlan.

Depression, was ist das?

Viele Menschen jammern, dass sie nicht genug Anerkennung erhalten, wofür auch immer sie Anerkennung beanspruchen. Sie sind geradezu süchtig nach immerwährender Anerkennung. Das ist menschlich absolut verständlich. So sind wir Menschen eben. Aber es ist nicht unproblematisch, denn die Sehnsucht nach Anerkennung ist ein Fass ohne Boden. Nie gibt es eine Befriedigung. Immer mehr Anerkennung will der Mensch. Immer mehr. Und wenn ein Mensch sich immer mehr nach Anerkennung sehnt und diese nicht bekommt, sondern nur Missachtung und im übelsten Falle auch noch Spott, bildet sich in ihm eine Figur, die jetzt erst Recht Anerkennung will. Immer mehr, immer mehr. Je mehr dieses Bedürfnis unterdrückt wird, umso maßloser wird es in seiner Forderung. Nun bildet sich eine Art Größenwahn. Wird dieser Größenwahn geheim gehalten, wuchert er immer weiter, bis er alle Grenzen überschreitet, also grenzenlos wird. Die Wut, keine Anerkennung zu bekommen, wird immer größer und mündet in einem totalen Streik gegen die Welt. Und diese totale Verweigerung gegenüber der Welt nennen wir Depression.

Herr über Leben und Tod

Vor vielen Jahren durfte ich auf einem Flug ins Cockpit, um den Sonnenaufgang zu sehen. Unglaublich, wie man sich dort oben fühlt. Über allem schwebend, Herr der Welt. Wahnsinn! Einer guter Boden, auf dem Allmachtsphantasien gedeihen.

Wenn diese Allmachtsphantasien sowieso schon krankhaft vorliegen, dann liegt der Sprung, sich selbst für das Allerhöchste, was es gibt, zu halten, nicht mehr weit. Der Mensch fühlt sich selbst als Gott, als Herr über Leben und Tod. Dann verspürt er den Wunsch, das zu tun, was nur dem Gott gestattet ist: Menschen zu töten, sie hinzurichten. Auch Richter, die die Todesstrafe verhängen, Menschen, die in Kriegen andere Menschen vernichten, und Terroristen, die Menschen töten, haben das menschliche Maß verloren. Können wir etwas dagegen tun?

Die wirklichen Themen

Ich bin der blinde Seher und gebe ungefragt Visionen preis. Dereinst wird kommen der Tag, da werden Gespräche, die sich um Respekt, Wertschätzung und andere Illusionen drehen, versiegen. Dann werden die wirklichen Themen erscheinen, und überall werden wir darüber sprechen. Über unsere Bilder, die in unserem Unterbewusstsein wirken. Und wir werden im Gespräch Mittel und Methoden entwickeln, die dem anderen helfen, seine unterbewussten Figuren zu entdecken. Und wir werden uns gegenseitig helfen, mit dem Bewusstsein das Unterbewusste zu ergründen, um die Menschheit zu verstehen. Um im anfänglich geäußerten Bild zu bleiben: Es wird uns gelingen, die Tür zum Unterbewusstsein zu öffnen und in den fatalen Niedergang des Menschen einzugreifen und ihn so zu retten.

Weitere Texte des blinden Sehers und Connection-Hofnarren Johannes Galli findet ihr in Connection 1-2/15 (»Im Körper ankommen«), Connection 3-4/15 (»Popspiritualität«), »Schamanische Wege Nr. 12 – zurück zu den Wilden?« und unserem aktuellen Heft über »Weibliche Spiritualität«, wo Johannes Galli erklärt »Warum gute Eltern böse Kinder haben«..

Johannis Galli

Johannes Galli, Jg. 52, war in den 80er Jahren als Clown Galli bekannt. 1990 erschien sein Buch Clown, die Lust am Scheitern. Er ist der Begründer der »Galli-Methode®«, der »Sieben Kellerkinder®« und der Galli-Theater. 2007 schuf er zusammen mit Wolf Schneider die Bühnenfassung von dessen Buch »Zauberkraft der Sprache«. www.galli.de

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