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Über das Philosophie-Festival »BEcome Love«

Details

Über das Philosophie-Festival »BEcome Love« in Berlin
Foto: Steffi Reichert flickr.com

Love is in the air

Es kommt immer anders als man denkt: auf einem Philosophie-Festival wie »BEcome Love« erwartete Avi Elten zu allererst philosophischen Input, Mind-Futter und emsiges intelligentes Networken. Doch dann erstmal ein Charlie Chaplin Gedicht: »Als ich mich selbst zu lieben begann…« (unbedingt googeln!) vorgetragen u.a. von den Veranstaltern Maik Hosang, Dolores Richter und dem Chef unseres Tagungshotels Essentis. Ein perfekter Platz zwischen Wald und Wasser am Rande Berlins, allerdings etwas arg vollmundig beworben auf der Hotelwebsite mit »eines der ersten Zentren für Bewusstsein in Europa«...

Tag 1: »Liebe als Begegnung mit dir, mir und dem Universum«

Die Gruppe Imaginal nimmt sich des Programmpunktes »Begegnungs- und Kennenlern-Zeit« an. Sie machen das gut, schubsen uns sanft aus dem Kopf zur direkten Wahrnehmung, ermuntern uns in kleinen Gruppen zu erforschen, wie es mit der Selbstliebe in unserem Leben steht oder wo sich die Liebe in unserem Leben zeigt. Imaginal ist eine Gruppe von Kreativen und Psycho-Profis, die neue Formen, »die alle Sinne ansprechen«, auf Kongresse und Tagungen bringen möchten, erklärt mir Janus Hamann, der Youngster im Team. Superschön am Abend: das Rumi-Projekt. Sechs Musiker geben sich meditativem World-Jazz hin und streuen Lieder und Gedichte des Sufi-Poeten Rumi ein. Jede Menge Schlagwerk (eine Wassertrommel!) ein Supersaxophon, Gesang, Geige, Rumba, Lud, Saz, mit viel Herz gespielt und deshalb auch die Herzen der Zuhörer erreicht. »Wenn die Musik der Liebe Nahrung ist: spielt weiter« wusste schon Shakespeare.

Tag 2: »Liebe als Beziehungsqualität«

Der nächste Tag steht unter dem Motto »Liebe als Beziehungsqualität«. Ein weites Feld. Es geht um Sex. Ein noch weiteres Feld. Ich überspringe den Vortrag von Wilfried Nelles, weil mir nicht viel Positives dazu einfällt, auch wenn der Titel »Die erwachsene Liebe ist die Liebe zur Wirklichkeit« gut klingt, umschiffe die AUM (»eine Beziehungsmeditation« was soll das sein? Meditation geht nach innen und nicht »in Beziehung«, oder?) und lande schließlich bei Konstantin Stavridis der »Seminare, Events und vieles mehr rund um Liebeskunst, Gemeinschaft, Beziehung und Selbsterkenntnis« im richtigen Leben anbietet. Hier auf dem Kongress wärmt er uns auf mit seinen Gedanken zu »macht Liebe Sinn?« und »Ist es dem Universum egal, ob wir lieben?«, »Liebe als Brücke ins Metaphysische«, »Liebe als Vehikel in die Stille« (hier fällt uns Osho ein, der sagte: »Männer kommen durch Meditation zu Liebe, Frauen durch Liebe zur Meditation«). Es geht um Soulmates, Eifersucht, ums Einlassen und um die Schäden, die seelenloser Sex anrichtet. Viele Fragen und erfreulich wenig Antworten. Ein Feuerwerk. Später am Tag noch bei Marion Schneider: »Weibliche Erotik / Interviews und Fotografien«. Sie erzählt uns die Entstehungsgeschichte des Buches »The Erotik Lives of Women«, das sie zusammen mit der amerikanischen Fotografin Linda Trommler gemacht hat. Wir sehen: erstaunliche Fotos und erfahren von ungeahnt nachhaltigen Prägungen, die erste erotische Erfahrungen in unserem Körper abspeichern.

Tag 3: »Liebe als gesellschaftliche Kraft«

»Liebe als gesellschaftliche Kraft« steht auf dem Stundenplan. Maik Hosang und Eckhard Binas erinnern sich an ihren Philosophie-Professor Lehrer Rudolf Bahro, der in »Die Grundlagen ökologischer Politik« die These aufgestellt hat »In der kommenden Entwicklung des Menschen wird die Liebe das zentrale Element der Integration sein«. Das wollen wir hoffen. Wir beschäftigen uns mit den schönen Fragen »Kann Liebe heilen?«, »Ist Liebe nur ein Gefühl?«, »Ist Liebe bedingungslos?«, »Was bewirkt Liebe in unserem Körper?«, »Ist Liebe eine gesellschaftliche Kraft?« »Ohne Steigerung unserer Liebesfähigkeit in all ihren Möglichkeiten können wir kaum hoffen, die Erde und alle Geschöpfe, die sie bewohnen vor den gefühllosen Mächten des Hasses, der Gewalt und der Zerstörung zu bewahren, die sie jetzt bedrohen. Und wer wagt von Liebe zu sprechenden ohne eine Philosophie, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt….. Im emanzipierten Intellekt allein kann diese Wandlung nicht vollzogen werden«, zitiert Maik Hosang seinen Lehrer Rudolf Bahro

Tag 4: »Liebe als universelle Energie«

Und hier das Highlight der Tagung: Gerald Hüther fragt »Sind wir Kinder der Liebe?« Das ist in sofern eine berechtigte Frage als er ziemlich weit ausholt: Er fängt bei den Pantoffeltierchen an, um uns die Entwicklung des Gehirns zu erklären. Weder wir noch unser Gehirn sind »fertig«, d.h. allein lebensfähig bei der Geburt, daher die überragende Bedeutung von Bindung und Beziehung am Anfang unseres Lebens (aber auch später). Je besser diese sind, desto besser unsere Entwicklung, intellektuell, sozial und liebesmäßig. Auch Faktoren wie Sicherheit, Verbundenheit und Empathie tragen entscheidend dazu bei ob wir friedliche, einfühlsame aber auch neugierige und intelligente Wesen werden. Das sind eben nicht mehr die Vermutungen der Entwicklungspsychologen sondern die harten Fakten der Gehirnforscher. Hüther wird nicht müde die gesellschaftlichen Relevanz zu erläutern, die da z.B. ist: Schulen in denen die Kinder nach dem Lustprinzip lernen, weil das schneller, effektiver und ohne Psychoterror geht. Sein Credo ist »einladen, ermutigen inspirieren«. Wäre das nicht auch ein schönes Prinzip im zwischenmenschlichen Umgang unter Erwachsenen?

Ihm folgt ein erstaunlich moderner Anselm Grün, der berühmte Benediktinerpater der als Managertrainer und Autor in Mode gekommen ist. »Dort wo wir lieben, machen wir eine Gotteserfahrung«, sagt er. Damit kann ich durchaus etwas anfangen. Auch »dem Bösen durch Schönheit die Macht nehmen« könnte mich inspirieren. Auch teilt er die Einsicht, dass jeder Art von Wut/Ärger/Hass eine Projektion zugrunde liegt. Das ist kurz, knackig und richtig, habe ich gelernt. Wirkt aber nur, wenn es auch erlebt ist und keine Kopfgeburt. Die anschließende Diskussion der beiden ist getragen von großem Respekt. »Walk your talk«, das zeigen beide glaubhaft.

Der Kollege Wolf Schneider erfreut uns am Abend noch mit einem Humor-Workshop. Nachdem er uns erklärt hat, dass Humor das Lachen über sich selbst ist und erleichtert und befreit, die erste Zweier-Übung: »Ich will von dir ernst genommen werden«. Die zweite »Ich bin eine Witzfigur« (jeweils rumgehen und dem anderen diesen Satz sagen – und dabei gewahr werden, wie man sich dabei fühlt). Dann »Missionar sein« (5 Minuten Wechselrede) mit der eigenen guten Botschaft, die man dem anderen mehr oder weniger drastisch (Achtung Dosierung!) überbrät, bis zur Karikatur von sich selbst als Missionar / Weltretter / Rechthaber, dabei den eigenen Fanatismus aufspüren, sich und die anderen davor bewahren und so die eigenen guten Ziele mit Humor rüberbringen. Danach geht´s zum Flowdance, wo wir das Hirn für eine Weile ruhen lassen können. Ein schönes Fest!

Avi Elten

Avi Elten, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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