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Aufbaustudiengang »Visionautik«

Details

Sommerakademie für Visionautik
© Manja Goldammer

Visionen bewusst machen und konkretisieren

Viele Menschen wissen sehr genau, was sie nicht wollen. Fragt man sie aber nach dem, was sie wollen, kommen meist keine oder nur recht dürftige Antworten. Deshalb haben Jutta und Boris Goldammer das Projekt »die Visionauten« ins Leben gerufen. Im September 2009 fand eine internationale visionautische Sommerakademie statt und 2011 soll das Pilotprojekt des zweijährigen Präsenzstudienganges »Visionautik« starten. Noch werden die dafür benötigten Sponsoren geworben. Wenn dies gelingt, dann kann es schon ab dem Jahr 2013 fertig ausgebildete Visionautinnen und Visionauten geben, die in eigenen Unternehmen und Projekten sowie in wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Schlüsselpositionen die Welt bereichern.

In der Sommerakademie arbeiteten 15 Menschen unterschiedlicher Branchen und Disziplinen an ihren Visionen. Sie hatte mehr Werkstattcharakter als das Ziel, zu lehren und Wissen oder Skills zu vermitteln - das geschah en passant. Im Mittelpunkt stand die Arbeit an einer Vision, einem Vorhaben, einer Idee und deren Konkretisierung. Hier einige Visionen, die konkretisiert wurden:

  • Torsten Sewing: Breaking the Ice: www.breakingtheice.com. Arbeit daran, aus eher aktionsorientierten und medial aufbereiteten Events in eine tragfähige und lebensstilbildenden Marke der Hoffnung in Konfliktregionen zu überführen: Konflikttransformation, Initiativen mit bestimmten Qualitätskriterien anstecken unter der Marke (copyleft) friedensstiftende Projekte durchzuführen.
  • Robert Seibel: Therapie 2.0: Plattform, um Kontakt und Hilfe psychisch Kranker untereinander zu stärken, damit sie jenseits von sporadischen Therapiesitzungen auch im Alleinsein/zu Hause (dort, wo oft die Angst am größten ist) sich per Internet austauschen/helfen können.
  • Sascha Knöpfel: Kombiniert Hiphop mit Philosophischen Inhalten. Wie gehts weiter: schreibt eigene Songs, um Akzeptanz in der Szene zu erhöhen und arbeitet daran, eine Community aufzubauen, die intelligente Texte in den Hiphop einfließen lassen. Einerseits Hiphop als Bildungsmedium bei jungen Menschen, andererseits Akzeptanz des Hiphops als ernstzunehmende Musikform in der etablierten Musikszene.
  • Andrea Vetter: Aufbau einer Insel, einem ganzheitlichen Gesundheitszentrum, in der Kranke und Ausgebrannte gesunden können - über die reine Wiederherstellung der gesellschaftlichen Funktionsfähigkeit hinaus.

Durch ein ganzheitliches Programm wurde dieses Ziel am Tag Eins fokussiert. Die Teilnehmer wurden dazu angeleitet, Räume für ihre Kreativität zu eröffnen und über bisherige Lösungsansätze hinauszudenken. Hierzu wurden inspirierende und irritierende Tagespunkte genauso genutzt wie Zugänge über Kunst, Meditation oder Körperarbeit.

Später standen Coaches und Trainer bereit, um mit den Teilnehmern die abstrakte Vision klarer zu fassen. Da ein jeder Entwicklungsprozess individuell verläuft, standen den Teilnehmern eine breite Palette an freien und begleiteten Angeboten zur Verfügung. Ob man an Workshops zur kreativen Problemlösung teilnehmen, seine Vision in Gruppendiskussionen schärfen oder sich allein oder mit einem Coach auf seine Ziele besinnen wollte - man konnte die Form wählen, die zu dem Augenblick des Entstehungsprozesses passte.

Sommerakademie für Visionautik
© Manja Goldammer

Die Umsetzung

Nachdem das zentrale Anliegen erarbeitet war, wurden die Teilnehmer für den Umsetzungsweg ihrer Vision gestärkt. Fragen in Bezug auf die Realisierung wurden mit eingeladenen Experten im Beratungsgespräch geklärt, mögliche Hindernisse identifiziert. Eine Vernissage der Visionen, in der für weitere Mitstreiter und Partner geworben wurde, schloss die visionautische Woche ab und bereitete den weiteren Weg, damit die begonnenen visionautischen Vorhaben über die Sommerakademie hinaus als tragfähige Projekte zielgerichtet und selbständig weitergeführt werden können.

Ziel der Veranstalter ist es, Visionautik zum Lebensstil zu machen. Die Sommerakademie war eine Gelegenheit, diesen Geist zu erproben und Schwung, Zuversicht und Expertise für die geplanten Vorhaben zu gewinnen. Auch im nächsten Sommer wird es wieder eine Sommerakademie für Visionautik geben  um angefangene Vorhaben über die nächsten Hindernisse zu begleiten und weiteren neuen Visionen zu einem guten Start zu verhelfen.

Was lernen die Visionauten im Studium?

Bei den Visionauten lernen wache Menschen in einem zweijährigen Aufbaustudiengang, Freiräume aufzuspüren, sie mit Visionen zu beleben, für die sie brennen, und sie anschließend professionell umzusetzen. Die Studierenden arbeiten in interdisziplinären Teams, die von einem Coach begleitet werden. Sie lernen durchgehend in Praxisprojekten, die sie selbst planen und umsetzen. Dadurch erhalten die Studierenden eine sofortige Rückmeldung über das Gelingen ihrer Aktivitäten. Externe Dozenten und Experten werden dann hinzugezogen, wenn das Team sie im Umsetzungsprozess benötigt. So kann das neue Wissen gleich im aktuellen Projekt verarbeitet werden. Da in visionautischen Projekten Neuland betreten wird, ist jedes Projekt der Studierenden nicht nur Lern-, sondern gleichzeitig auch Forschungsvorhaben. Die Studierenden arbeiten in interdisziplinären Teams, die von einem Coach begleitet werden. Sie lernen durchgehend in Praxisprojekten, die sie selbst planen und umsetzen. Dadurch erhalten die Studierenden eine sofortige Rückmeldung über das Gelingen ihrer Aktivitäten. Externe Dozenten und Experten werden dann hinzugezogen, wenn das Team sie im Umsetzungsprozess benötigt. So kann das neue Wissen gleich im aktuellen Projekt verarbeitet werden.

Fantasie, Mut und Professionalität

Die Studierenden werden darin geschult, ihre Vorstellungskräfte zu erweitern. So erforschen sie z.B. Arbeitsmethoden zur Visionsentwicklung und wenden sie in ihren Projekten an. Die Akademie ist ein Ort fantasieanregender Räume und wird getragen von einer Grundhaltung, die die Studierenden etwa durch Körperarbeit oder Theater nicht nur als denkende Köpfe, sondern als Künster, Erfinder, als Persönlichkeiten in Bewegung, als Menschen mit Empfindungen begreift. Die kühnsten Visionen und großartigsten Vorhaben nützen nichts, wenn sie nicht umgesetzt werden. Daher ist ein zentrales Lernziel, die Studierenden zu befähigen, ihre Visionen professionell umzusetzen. Hierbei lernen sie konkrete Umsetzungstools wie z. B. Projektmanagement, Hindernis-Tai-Chi oder Marketing und erleben, wie sehr es beflügelt, wenn man ins Tun kommt und die eigene Vision Wirklichkeit wird.

Oliver Bartsch

 

Jutta Goldammer

 

Die Gründerin: Jutta Goldammerbaut zusammen mit ihrem Mann Boris den Präsenzstudiengang Visionautik auf. Sie hat Pädagogik studiert, hat eine Organisationsentwicklungsausbildung gemacht, hat Auslandsjahre in Spanien und Schottland verbracht, war beim beim Auf- und Abbau des Beratungstheaters actory dabei und ist selbständige Organisationsentwicklerin. Sie hat zwei Kinder, ist Performancekünstlerin und Tangotänzerin.

Links

Jutta und Boris Goldammer, Gründer der Visionautik, erklären ihr Geschäftsmodell

   
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