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Mut zum Anderssein

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Mut zum Anderssein
Foto: Gerd Altmann pixelio.de

Kraft schöpfen in einer erschöpften Gesellschaft

»Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit gut angepasst zu sein an eine kranke Gesellschaft«, sagte Jiddu Krishnamurti. Und der Sozialwissenschaftler Rainer Spallek fügt hinzu: Es könnte durchaus heilsam sein, nach einem unangepassten, eigenen Weg Ausschau zu halten, nach einem lebendigen, mineralienreichen Seitenstrom jenseits eines alles zermalmenden, schmutziggrauen Mainstreams. Es könnte heilsam sein, aufzubrechen und sich vertrauensvoll auf das Abenteuer Leben einzulassen

Es war ein warmer Sommermorgen am Hauptbahnhof. Ein junger Mann, vermutlich alkoholisiert (woher sollte sonst der Mut zum offenen Widerstand kommen?), ruft genervt der auf den Zug wartenden und also den Arbeitstag erwartenden Menge zu: »Seid ihr alle bescheuert?! Worauf wartet ihr alle? Jeden Tag derselbe Scheiß! Fangt endlich an zu leben!« Das waren seine Worte und sie hallen nach in mir bis heute. Zugegeben, an der Wortwahl könnte man noch ein bisschen arbeiten, dann klingt es vielleicht so: »Das Leben, das ihr führt, verbirgt das Licht, das ihr seid« (Sri Aurobindo).

Aufschrei der Chefärzte

Wie stellt sich uns heute unsere moderne Arbeitsgesellschaft dar? Laut Weltgesundheitsorganisation WHO ist der berufliche Stress »eine der größten Gefahren im 21. Jahrhundert«. Dem BKK Gesundheitsreport 2011 (»Zukunft der Arbeit«) ist zu entnehmen, dass inzwischen psychische Störungen rund zwölf Prozent aller beruflichen Fehlzeiten ausmachen. Demnach habe sich »der Anteil der psychischen Erkrankungen in den zurückliegenden dreißig Jahren praktisch verdreifacht«. Zudem seien »seelische Leiden mit einem Anteil von 38 Prozent die häufigste Ursache für Frühverrentungen« geworden (zeitmagazin-Beilage »Gesund im Job«, November 2012).

Auf diese Entwicklung reagierten schon 2010 21 Chefärzte der Gruppe »Chefärzte humanistisch integrativer psychosomatischer Kliniken«, um ihrer »persönlichen Betroffenheit und Erschütterung Ausdruck zu geben«. In ihrem Aufruf heißt es u. a.: »Angesichts der vorherrschenden gesellschaftlichen Orientierung an materiellen und äußeren Werten wird die Bedeutung des Subjektiven (differenzierte Betrachtung der inneren Werte und der Sinnverbundenheit) dramatisch unterschätzt... Wir benötigen ein politisches Handeln, das bei seinen Entscheidungen die Auswirkungen auf das subjektive Erleben und die psychosozialen Bewältigungsmöglichkeiten der Betroffenen reflektiert und berücksichtigt. Wir benötigen mehr Herz für die Menschen…« (siehe www.psychosoziale-lage.de)

Unsichtbar wird der Wahnsinn …

Auf einer Zeltplane der Occupy-Bewegung bei der Kasseler documenta war ein entscheidendes Wort zur Erklärung unserer gesellschaftlichen Situation zu lesen: Gier. Und nur wenige Meter entfernt das Plakat »Unsichtbar wird der Wahnsinn, wenn er genügend große Ausmaße angenommen hat« (Bertold Brecht). Mit dem Selbstmord des früheren Torhüters von Hannover 96, Robert Enke, vor allem aber mit der großen Finanzkrise und anhängendem Bankenkrächen und Rettungsroutinen (Wort des Jahres 2012) wurden ernsthafte kritische Blicke auf den bislang unsichtbar gehaltenen Wirtschafts- und Fortschrittswahnsinn geworfen – und die Leistungsgesellschaft generell hinterfragt.

Doch wo ist er nun, der einzelne Mensch, der mit verstärkter Arbeitsverdichtung und Multitaskinganforderungen, mit Überall- und Jederzeit-Erreichbarkeit, mit unsicheren Arbeitsverhältnissen und Überstunden, mit Perfektionismus- und Selbstoptimierungszwängen, mit Versagens-, Verlust-, Unterlegenheits- und Existenzängsten zu kämpfen hat? Er bleibt mit seinen Begrenzungen und Unzulänglichkeiten ein Hemmnis für ungehemmte Umsatz- und Gewinnerwartungen. Doch gelingt es ihm immer weniger, in dieser O.k.-Gesellschaft geschmeidig seine O.k.-Maske überzustreifen, immer häufiger geht er k.o. – nach einer rücksichtslosen Übernahmeschlacht um seine Potentiale, Energien und Motivationen.

Mut zum Anderssein
Foto: Didi01 pixelio.de

Lebenslauf und Existenz-Angst

Unsere Arbeitsgesellschaft ignoriert subjektive Wertvorstellungen, Befindlichkeiten, Verletzbarkeiten. Sie ist erfolgreich in dem Bemühen, einen Sinn des Seins jenseits der Arbeitswelt als Illusion erscheinen zu lassen. Und tatsächlich definieren Menschen in modernen Gesellschaften ihren Selbstwert fast ausschließlich über ihren Arbeitsplatz. Ich arbeite, also bin ich, ich arbeite nicht, also …. Wer die Stationen seiner beruflichen Entwicklung Lebenslauf nennt, der muss in der Tat Existenz-Ängste haben, sobald sein Arbeitsplatz bedroht ist.

Und der glaubt womöglich auch Karriere machen zu müssen, um sein Leben zu krönen – nicht ahnend, dass »Karriere« (von frz. carrière) ursprünglich »Rennbahn« bedeutete. Auf engen Bahnen rennend (eingeengt von Zielvorgaben, Zeitlimits, Schnelligkeit und Effektivität) ängstigt sich der Eilende vor Stillstand und Stille. Die so Rennenden wollen perfekt und optimal funktionieren um der gesellschaftlichen Anerkennung wegen – in einem System, das sich vor Besinnung und Innehalten fürchten und ewigen Fortschritt fordern muss. Inneres Wachstum hemmt äußeres (Wirtschafts-) Wachstum.

»Der Mensch braucht Stille / aber der Fortschritt gab ihm Lärm / der Mensch braucht Güte / aber der Fortschritt brachte Konkurrenz / der Mensch braucht Gott / aber der Fortschritt gab ihm Geld«
Phil Bosmans

Hamsterräder im Freiheitsgefängnis

Fortschritt ... fort schreiten … von mir selbst fort … wohin? Kein Ziel, kein Sinn erkennbar. In unserer Gesellschaft herrscht ein tiefer Sinngebungsgeiz: Mensch – werde unwesentlich! Man sollte glauben, dass dem modernen Menschen (homo sapiens sapiens: zweimal sapiens!) eigentlich unter gar keinen Umständen sein eigenes Dasein verborgen bleiben kann. Und doch scheint dies der modernen, flüchtigen Gesellschaft vorzüglich zu gelingen. Solange wir unser Ende verdrängen, werden wir uns endlos mit ziemlich belanglosen Dingen beschäftigen. Tod und Leben sind zwei Seiten derselben Medaille: Verdrängen wir das eine, so verdrängen wir das andere. Roger Willemsen spricht von »Sterbebettbildern«, die er sammeln möchte: »Ich will, wenn ich mal sterbe, den Nordpol vor mir sehen. Das wäre das Ende. Ein gutes.« Unerfüllte Sehnsüchte werden am Ende vor dem inneren Auge auftauchen... vierzig Jahre Ackern am Arbeitsplatz, ein gutes Arbeitszeugnis oder ein Lob des Chefs werden es dann nicht bringen. Freiheit! Das große Wort der Freiheit wird von gesellschaftlichen Repräsentanten gerne im Munde geführt, doch scheinen wir eher in einem Freiheits- und Wohlstandsgefängnis zu leben, in dem exklusiv für uns in jeder Zelle ein verlockendes, weil vergoldetes Hamsterrrad aufgestellt ist.

»Feierabend habe ich, wenn ich tot bin«
Markus Väth

Körnerpickermentalität

Die Definition von Lebensqualität überlassen wir gerne den Experten. Diese wissen schon, was für uns richtig ist. Und so wissen sie auch um ihre Macht und spielen sie gewinnbringend aus. So machte mir vor Kurzem eine Versicherung »ein herzliches Treue-Angebot: Ich lade Sie, Herr Spallek, ein, unseren Weg zu mehr Gelassenheit und Lebensqualität zu folgen. Wir haben für Sie ein Paket geschnürt, mit dem Sie jetzt und in Zukunft bei unvorhergesehenen Ereignissen bestens abgesichert sind: Ihr Schlüssel zu mehr Lebensfreude! … Zögern Sie nicht. Nutzen Sie ihre Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben, sehr geehrter Herr Spallek.....« Unsere Expertengläubigkeit droht uns, die wir doch genügend Adler-Gene in uns tragen, zu hühnerhaftem Federvieh zu reduzieren, das im Hühnerstall nach Körnern pickt.

Ratlose Professoren

Solche Körnerpickermentalität ist völlig unabhängig von Bildung oder Intelligenz eines Menschen. Vor Monaten arbeitete ich an einem Artikel über Arbeitsbedingungen von Akademikern an Hochschulen. Zuvor schon erschien in der Zeit ein großer Beitrag über die Burnout-Gefahr bei Professoren. Ein von mir befragter Hochschullehrer versicherte mir: »Würde das auf einer Konferenz zum Thema gemacht werden, hätten plötzlich alle Wichtigeres zu tun.« Der Jenaer Soziologe Hartmut Rosa schreibt, dass der Effizenz- und Konkurrenzdruck an Universitäten »zu extremem Raubbau an unseren Körpern und Seelen« führe, und: »Es ist Konsens unter den Kollegen, dass es in diesem Tempo nicht mehr weitergehe …«. Doch da ist kein Aufschrei zu hören und keine Courage sichtbar, keine Revolte! Intelligente Menschen erweisen sich als schicksalsergeben, ängstlich, resignativ. Rosa hält »eine individuelle Verweigerungsstrategie« für »überlebensnotwendig«.

»Sing dein Lied, dann wissen alle, wer du bist«
Harry Belafonte

Vom Mut, Nein zu sagen

Mutlose verbeamtete Professoren können lernen von mutigen, freiberuflichen Künstlern. Stell dir vor, du seist ein bekannter, stark beschäftigter freiberuflicher Künstler und bekommst den ultimativen Ritterschlag angeboten: deine Teilnahme an der documenta! Mit eigenem Saal nur für deine Werke und völliger autonomer Gestaltungsfreiheit: Na, wäre das was? Und was machst du? Du sagst ab. Der Kölner Künstler Kai Althoff erhielt genau diese Einladung zur documenta 2012, doch ihm war bewusst, dass bei der Vielzahl anderer Projekte ihm nicht die nötige Zeit bliebe, um gute Ideen zu entwickeln und sie für die documenta umzusetzen. So schrieb er einen Brief an die Kuratorin, entschuldigte sich und sagte ab wegen zu vieler anderer Verpflichtungen. Er würde auch niemandem von dieser Absage erzählen. Eine sehr mutige Entscheidung! Und was macht die Kuratorin? Sie reagiert ebenso mutig, humorvoll und souverän: Auf der documenta war nun ein großer, fast völlig leerer Saal zu bewundern, und irgendwo in diesem großen, leeren Raum stand einsam eine Vitrine, in ihr der Brief mit der Absage.

Inneres Alarmsystem versagt

Der Mut zum Nein-Sagen: Warum tun wir uns so schwer? Erwartungsergeben nicken wir ab und bringen uns so in vermeidbare Stress-Nöte. Lernen wir – als Individuum – denn nur aus persönlichen Katastrophen? Müssen wir erst zusammenbrechen, um aufzubrechen? Und lernen wir – als Gesellschaft – denn nur aus Natur- oder technologischen Katastrophen? Muss es immer erst die Holzhammermethode bringen? Beim Burnout wird aus kleinen Unruhewellen nach und nach eine Riesenwelle, die uns davonzuspülen droht. Was ist nur los mit unserem inneren Alarmsystem? Wir nehmen unsere innere Stimme, Befindlichkeit und Intuition nicht mehr wahr. Wir haben uns zu weit von uns entfernt, wir sind uns außer Sicht- und Hörweite geraten.

»Um den Sollenanforderungen der Gesellschaft zu entsprechen lernen wir, unsere eigenen Empfindungen und Bedürfnisse zu missachten.«
Fritz Perls

Erfolgreich krank

Der Gestalttherapeut Fritz Perls sagt dazu: »Um den Sollenanforderungen der Gesellschaft zu entsprechen lernen wir, unsere eigenen Empfindungen und Bedürfnisse zu missachten.« Und die Schriftstellerin Christa Wolf: »Entfremdung ist die Einsetzung des Fremden in dir selbst«; ich möchte ergänzen: durch dich selbst. So verlieren wir die Verbindung zu unserem inneren Wesen und leben das Leben der Anderen. Das tut weh. Früher oder später macht es uns krank. Die heute übliche Online-Existenz verstärkt noch die Orientierung nach außen und unterbindet die Kommunikation nach innen. All das fördert die Angst vor dem Alleinsein, vor dem In-sich-Gehen, vor der Selbstbefragung. Mitunter sind wir virtuose Außendarsteller, dabei aber miserable Innenpolitiker, denen vor lauter Außenorientierung die Selbstsouveränität abhanden kommt. Verschafft sich diese Leere in unsrer Seele eines Tages Luft und ruft nach Hilfe, so warten wieder weitere Experten auf uns: u. a. »die Burnout-Kliniken, die Lazarette der Arbeitswelt.« Und diese sind, so die Zeit vom 08. 07. 2010, voll mit Patienten »aus der« (kein Quatsch!) »erfolgreichen Mittelschicht.«

Angst und Widerstand

Ein Freund von mir war solch ein sehr gut verdienender Projektleiter für die Firma Siemens in Asien. Irgendwann wollte er nicht mehr und zog gerade noch rechtzeitig die Reißleine. Seine Arbeit erschien ihm zunehmend sinnleer. Die Kluft zwischen dem Sinn seines Tuns und dem Energieaufwand dafür wurde unerträglich. Er kündigte, machte sich auf den Jakobsweg und kehrte inspiriert zurück. Ich lud ihn ein zu meinem Seminar »Berufliche Neu-Orientierung«; hier bestätigte sich, was er vorher schon geahnt hatte. Anschließend besuchten wir eine Messe für Organisationen, die in der Entwicklungszusammenarbeit tätig sind. Seit zwei Jahren arbeitet er nun bei World Vision. Sein vorher sehr gutes Einkommen hat er nun gegen einen sehr guten Sinn eintauscht. Der ganze eineinhalbjährige Suchprozess war von Unsicherheit und Ängsten begleitet; zudem wollte seine Frau den Wandel nicht akzeptieren, sie fürchtete Armut und sozialen Absturz. Doch ging er seinen Weg und seine Zuversicht gewann gegen seine eigenen Ängste und die seiner Frau durch. Der innere, unbedingte Drang nach sinnvollem (Arbeits-)Leben war letztlich entscheidend.

Tut Muße!

Und es geht nicht nur um den Sinn meines beruflichen Tuns; es geht auch um das rechte Maß des Tuns. Es geht um konsequentes Abgrenzen zwischen Arbeits- und Freizeit, um ein Gleichgewicht zwischen Tun und Lassen, Aktivität und Muße. Vielen Vielarbeitern in unserer Gesellschaft möchte man zurufen: Tut Muße! Wie seltsam: Im Neuen Testament sagt Paulus: »Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.« Und es heißt auch: »Müßiggang ist aller Laster Anfang.« Bibelsprüche, die bis heute hart wirken. Gott fände Gefallen an uns: Wir tun so aufgeklärt, an diesem Punkt aber sind wir eher eine Gesellschaft bibeltreuer Christen. Im Alten Testament ist unter »Sprüche« aber auch zu lesen: »Besser ein trockener Bissen in Ruhe als ein Haus voller Braten und Zank.« Bezeichnend, dass dieser Satz weit weniger bekannt ist. Unsere Gesellschaft scheint des teuren Bratens wegen alles andere links liegen zu lassen und dafür Erschöpfung und Depression in Kauf nehmen zu wollen.

»Wer fleißig ist wie eine Biene, stark wie ein Stier, ackert wie ein Gaul und abends müde wie ein Hund ins Bett fällt, der sollte mal zum Tierarzt gehen: Vielleicht ist er ja ein Kamel.«

Kamel und Kapitalismus

Wir sollten uns klar machen, dass das System, der Kapitalismus, unersättlich ist. Wir können ihm zuliebe uns aufopfern, selbstoptimieren und flexibilisieren soviel wir wollen: Es ist nie genug und treibt uns vor lauter Anpassungszwängen in die eigene Unkenntlichkeit bis zum Verlust von Lebendigkeit und Lebensfreude. Nur wir selbst können uns vor ihm schützen. Man kann es auch so ausdrücken: »Wer fleißig ist wie eine Biene, stark wie ein Stier, ackert wie ein Gaul und abends müde wie ein Hund ins Bett fällt, der sollte mal zum Tierarzt gehen: Vielleicht ist er ja ein Kamel.« (anonym)

Muhamad Ali wurde mal in einem Boxkampf in der zweiten Runde der Kiefer gebrochen. Er schleppte sich bis zur 15. Runde durch – und verlor. Warum schleppen wir, die wir weit weniger Geld zu verlieren haben, uns über so endlos viele und quälende Runden, obwohl wir spüren, dass Lust und Kraft schwinden? Warum bevorzugen wir immer das bekannte Unbehagen statt einmal das Unbekannte zu wagen? Wieso leben wir gegen uns an und ignorieren das so wunderbare Geschenk des Lebens? Einstein stellte uns einmal vor die Wahl: Du kannst so leben, als gäbe es keine Wunder. Du kannst aber auch so leben, als sei alles ein einziges Wunder.

Einsteinscher Rückenwind

Mit diesem Einsteinschen Rückenwind möchte ich auf die Kraft eigenmächtiger Kündigungen hinweisen, wenn Lebens- und/oder Arbeitsplatzbedingungen unerträglich werden. Ich kündigte zweimal als Angestellter – und einmal als Freiberufler mir selbst (und wer das 2014 wieder tun). Ich tat es jeweils für ein halbes Jahr, ging hinaus in die Welt, leerte mich innerlich von beruflichen Zwängen und Alltagsroutinen, öffnete und füllte mich auf mit Erlebnissen, Begegnungen, Lebendigkeit, Dankbarkeit und Liebe zum Leben.

Und somit kommen wir zum Schluss zu Günter Netzer. Der nämlich wechselte sich einmal – gegen den Willen seines großen Trainers Hennes Weisweiler – in einem DFB-Pokalfinale selbst ein, stürmte von der Reservebank aufs Spielfeld und schoss ein grandioses Tor – ein Siegtor! Also: Der Ball ist rund, soviel ist klar. Und: Er muss ins Eckige, auch klar. Worauf warten wir noch?

Rainer Spallek

Rainer Spallek, Jg. 56, Sozialwissenschaftler, Entspannungspädagoge, Suggestopäde, Betriebswirt, Seminarleiter (Wege zum Selbst, berufliche Erfüllung, Buddhismus, Interkulturelles Lernen), Referent (Reisen, Burnout, Meditation. Buddhistische Psychologie), Dozent und Autor. www.lernen-und-leben.de, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
   
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