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Interview mit Thomas Hübl über wache Beziehungen

Details

Interview mit Thomas Hübl über wache Beziehungen
Thomas Hübl

Die Kunst der wachen Beziehung

Der spirituelle Lehrer Thomas Hübl, der auch in diesem Jahr wieder zum Celebrate Life Festival einlädt, äußert sich zum Motto des Festivals »Die Kunst der wachen Beziehung«. Er ist der Meinung, dass eine Beziehung im Dienst des Erwachens stehen sollte...

 

Wie ist das mit dem Alleinsein, dem sich einsam und verloren fühlen? Wenn wir nicht alleine sein können und dieses Loch, diesen Hunger gleich wieder mit der nächsten Beziehung stopfen?

Je mehr ich eine Ressource habe in meinem erwachsenen Dasein, desto mehr werde ich solche Phasen, in denen ich nicht in einer Partnerschaft bin, nutzen für andere Dinge, die in mir wachsen und sich entwickeln wollen

Menschen, die in einer erwachsenen Beziehung mit sich selbst stehen, haben es auch leichter, in dieser erwachsenen Beziehung zu bleiben, wenn sie alleine sind. Die Grundlage ist immer: Wie bin ich emotional erwachsen geworden? Es gibt eine natürliche Sehnsucht nach Partnerschaft und dann gibt's aber auch ein Loch. Das sind zwei unterschiedliche Dinge. Die natürliche Sehnsucht wird immer in Wellen auftauchen und auch wieder verschwinden. Und das Loch wird eher etwas Penetrantes sein, das die ganze Zeit nagend im Hintergrund meines Bewusstseins präsent ist.

Wenn ich ein Loch habe, dann heißt das aber, dass ich ein Minus habe. Und da ist es wichtig, zu schauen, was ist das für ein Minus und wie kann ich für mich klären, dass sich das auffüllt. Denn das wird ewig so bleiben. Und das fühle ich natürlich auch in einer Partnerschaftsdynamik. Darum muss ich mich kümmern.

Wenn ich emotional erwachsen bin, kann ich auch gut alleine sein, weil ich emotional in mir in Balance bin. Dann fällt es mir auch leicht, Partner zu finden. Nicht, weil ich etwas stopfen möchte. Sondern weil ich einfach meine Sehnsucht nach Beziehung leben möchte. Aber wenn sie so penetrant wird, dass sie mich nicht in Ruhe lässt, auch wenn ich nicht in einer Partnerschaft bin, dann ist das eher ein Zeichen dafür, dass hier unintegrierte Anteile sprechen und nicht eine natürliche Sehnsucht.

Je mehr ich in mir verankert bin und je mehr mein Zuhause Gott wird, desto weniger signifikant ist, ob es so oder so ist. Dann habe ich die Freiheit, in beidem präsent zu sein. Das, was in mir erwachsen ist, hat die Fähigkeit, mich selbst zu beinhalten.

Je mehr ich eine Ressource habe in meinem erwachsenen Dasein, desto mehr werde ich solche Phasen, in denen ich nicht in einer Partnerschaft bin, nutzen für andere Dinge, die in mir wachsen und sich entwickeln wollen. Eine Partnerschaft ist zu diesem Zeitpunkt vielleicht gar nicht angebracht, wer kann das schon sagen. Und natürlicherweise kommt daraufhin auch wieder eine andere Phase. Ich glaube auch, dass es für viele Menschen schwer ist, keinen Partner zu haben. Das kommt nicht aus einer Erwachsenen-Ebene, sondern es kommt daher, dass die letzte Partnerschaft wegen Beziehungsdynamiken zerfallen ist, und dass dann ein Halb-Erwachsener und ein Halb-unintegrierter Mensch da ist, der sich dann natürlich oft schwer tut, wieder einen neuen Partner zu finden. Weil es Defizite gibt, sich natürlicherweise neue Partnerschaften zu suchen. Es gibt das eine Extrem von Menschen, die ihre Löcher stopfen und das andere Extrem, dass Leute Angst haben, keinen Partner mehr zu finden. Oder auch Schwierigkeiten haben, Partner zu finden. Aus unterschiedlichen Gründen in ihrer Persönlichkeit. Das muss man natürlich auch mit einbeziehen.

Wenn Menschen darunter leiden, dass sie nicht in einer guten Partnerschaft sind, dann ist das auch ein Ausdruck von einem Mangel, der dann sowieso wieder in einer Partnerschaft prozessiert werden würde.

 

 

 

 

 

Interview mit Thomas Hübl über wache Beziehungen
Das Celebrate Life Festival

Viele Menschen sagen, dass sie merken, dass ihre alten Beziehungsmuster nicht mehr funktionieren, das ist das Eine. Aber sie sehnen sich auch nach einer neuen Form von Beziehung. Gibt es nur eine feste Beziehung oder gar keine?

Warum gleich so extrem? Ich glaube, dass es für verschiedene Menschen verschiedene Dinge gibt, die - vielleicht auch zu verschiedenen Zeiten - am optimalsten passen. Wenn Menschen wirklich zu ihrem authentischen Kern finden, sprechen wir ja hier zuerst mal von der Essenz, und die Essenz ist die Energie. Wie es dann aussieht, ist die Form. Wenn die Energie passt, wird sie eine passende Form finden, in der sie sich auslebt.

Wenn es für manche Menschen dran ist, über viele Jahre hinweg eine tiefe Beziehung zu leben und das ein authentischer Fluss ist, dann wird das auch gut so sein. Und wenn es für andere Menschen gerade zu der Zeit mehr dran ist mit mehreren Partnern zu sein und keine fixe Beziehung zu haben, dann kann auch das gut sein, solange Authentizität darin ist und die Bezogenheit in einer gesunden Weise abläuft. Wenn das natürlich dazu führt, dass die Leute 90 Prozent ihrer Energie ins Prozessieren stecken müssen, weil's von einer Eifersuchtsszene in die andere geht und von einem Partner zum anderen und Dinge verheimlicht werden, dann passt das natürlich nicht. Dann werden einige Prinzipien nicht respektiert. Dann hast du 90 Prozent Deiner Energie mit Beziehung voll. Dann musst du dich natürlich fragen, ob du das möchtest. Oder ob nicht ein umfassenderes Erwachen wichtiger ist als das.

Und es gibt auch die Gegenseite. Dass sich Menschen einfach nicht auf Beziehung einlassen können, weil sie Angst bekommen, dass sie dann gebunden sind und ihre Freiheit verlieren. Dann werden sie natürlich oft mit ihren Existenzängsten konfrontiert.

Offene Beziehungen und alternativere Beziehungsmodelle, super, wenn das authentisch ist für jemanden. Wenn es dazu führt, dass es Leute auslaugt, weil sie versuchen, etwas zu leben, was ihnen einfach nicht entspricht, dann wird sich nach ein paar Jahren zeigen, dass das für die Energie nicht ganz stimmig ist. Und ich würde es einfach immer in den Dienst des größeren Wachstums stellen. Schauen, was fördert die Evolution? Was fördert Entwicklung? Und was hemmt Entwicklung? Wenn ich nach drei Jahren einer Beziehung drauf komme, ja ist zwar schön, aber irgendwie habe ich in den letzten drei Jahren noch gar keinen Schritt in der Richtung gemacht, weil ich permanent mit dem Ausbalancieren von diesen ganzen Dynamiken beschäftigt bin, dann ist das natürlich die andere Frage. Jede Weise, es zu leben, hat ihre guten Seiten und hat auch ihre Herausforderungen.

 

 

 

Gilt hier auch, wenn ich nach drei Jahren keinen Entwicklungsschritt gemacht habe, wär's auch mal Zeit, diese feste Beziehung zu beenden?

Deswegen ist meine Ansicht, dass wir Beziehungen in den Dienst des Erwachens stellen müssen

Nicht beenden. Aber mal hinzuschauen, was da abläuft. Wenn die Beziehung so verwirrt und hemmt, wenn ich die Gewohnheit meines Partners/meiner Partnerin bin und umgekehrt, dann muss ich mir überlegen, was ich da mache. Dann sind wir beide die Gewohnheiten voneinander geworden und sitzen beide auf dem Sofa, einem energetischen Sofa, und die Evolution baut immer mehr und mehr Druck auf und wir entwickeln uns nicht mehr gemeinsam.

Ich glaube, wenn wir schon eine Beziehung im Sinne des Erwachens sehen, dann macht die Beziehung nur Sinn, wenn sie ein Vehikel fürs Erwachen wird. D.h., wenn wir uns gegenseitig anspornen zu höheren oder tieferen Tiefen des Bewusstseins durchzudringen durch unsere Beziehung. Dann ist es gut. Aber ich glaube, viele Leute schlafen einfach miteinander ein in der Beziehungsdynamik. Dann ist Beziehung eine Gewohnheit. Das kann dann lange Zeit bestehen bleiben oder es wird ausgeblendet oder kompliziert oder bricht auseinander. Aber wenn Gott oder das Erwachen nicht die erste Priorität ist, dann werden die meisten Beziehungen irgendwann dahin laufen.

Das kann natürlich auch in offenen Beziehungen passieren, wenn Beziehung meine erste Priorität ist und nicht das Erwachen. Deswegen ist meine Ansicht, dass wir Beziehungen in den Dienst des Erwachens stellen müssen. Dann ist das Erwachen die erste Priorität und die Beziehung ein Ausdruck davon. Dann orientiere ich mich wieder an der Essenz und nicht an der Form. Und dann wird diese Energie jene Form finden, die für sie am besten passt.

 

 

Mehr zum Thema »Erwachen« zu lesen gibt in unserer Ausgabe 5-6/2013, die am 26. April erscheint und die man jetzt schon bestellen kann, mit Beiträgen von Eli Jaxon Bear, Daniel Oder, Werner Ablass, Martina Gallmetzer, Gaia, Renate Busam, Mayonah Bliss, Edgar Hofer, Torsten Brügge und Wolf Schneider.

Das Interview führte Sylvia Grunwald

Thomas Hübl ist ein zeitgemäßer spiritueller Lehrer. In seinem Wirken versucht er, die Essenz der Weisheitstraditionen mit wissenschaftlicher Erkenntnis zu verbinden. Thomas Hübl und sein Team veranstalten dieses Jahr vom 26.7. bis 4.8. das 10. Celebrate Life Festival unter dem Motto »Die Kunst der wachen Beziehung«. Das Festival ist erstmals in vier Module von jeweils zwei Tagen unterteilt. Es geht um frühkindliche Beziehungen, erwachsene (Mann/Frau-) Beziehungen, globale Beziehungen und schließlich die Beziehung zu Gott. Das CLF lädt zu einer Reise der Reifung unserer Beziehungsfähigkeit ein. Mehr Infos unter www.celebrate-life.info Die Infos gibts ab 15. April.

 

 

 

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