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Lebenskunst/Weisheit

Wann ist der Mann ein Mann?

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Wann ist der Mann ein Mann?
Foto: Melling Luidmilla pixelio.de

Männer, Könige der Erde

Frauen ziehen auf fast allen Gebieten an den Männern vorbei. Sie sind kommunikativer, sozial kompetenter, die besseren Führungspersönlichkeiten, leben länger und machen häufiger Abitur. Der Mann befindet sich hingegen in einer Identitätskrise. Seine Zeit als Familienoberhaupt und Herrscher der Welt scheint vorbei zu sein. Ist der Mann ein Auslaufmodell? Ein Weckruf von Heidrun Herberth-Labots...

Männer sind stark, können sich körperlich verteidigen und beschützen unter allen Umständen ihre Familien und Freunde. Männer sind im vereinfachtesten Sinne die Jäger, die den Stamm ernähren und für die Nachkommen sorgen. Sie sind der Fels in der Brandung, an den man sich in allen Situationen vertrauensvoll lehnen kann. Sie sind mit ihrem wahren Wesen verbunden und wissen in jeglichen Situationen Rat. Sie wissen was sie wollen und stehen zu dem was sie sagen, ihr Wort zählt. Es sind die Könige der Erde, die sich mit ihr verbunden fühlen und diese unter allen Umständen verteidigen und in Ehren halten. Sie leben im Einklang mit der Natur und ihrer weiblichen Seite, ihrer Intuition.

Adam der Stammesvater

Der männliche Teil ist unlösbar mit der Erde verbunden und steht repräsentativ für die Entfaltungsmöglichkeit des Menschen, die Verbundenheit mit der Struktur, die gezielte Zusammenarbeit und die Impulskraft, der Samen. Dieser Teil wird in der Bibel auch ‚Adam' genannt. Er ist der Urvater des Menschen, die Kraft die es uns ermöglicht hier zu sein, zu leben, zu atmen und uns kreativ zu entfalten.

Vom animalischen Sex bishin zum Heiligen Lichttanz

Männer sind anhand dieser Position sehr irdisch und stärker mit den unteren Chakren verbunden, als Frauen. Je nach Entwicklungsstand bewegen sie sich vom Kämpfer, Eroberer bishin zum Weisen, zum Friedensstifter. Von instinktivem Verhalten bishin zur göttlichen Vereinigung mit ihrem Höheren Selbst, vom animalischen Sex bis hin zum heiligen Lichttanz. Alle Facetten wollen gelebt und aktiviert werden, dass die Lebensenergie, die sexuelle Energie von den unteren Chakren nach oben fließen kann und den Menschen in seinem Dasein erhöhen. Sie messen sich in Kraft, anfangs der Körperlichen und später der Geistigen, wenn sie die Einweihung zum Mann, die innerliche Transformation durchschritten haben. Das ist auch der Zeitpunkt, dass sie sich von der männlichen Herde und dessen Anführer lösen und ihr wahres Wesen leben. Status hat für sie einen großen Einfluss, da er ihnen Zugriff ins Weibliche verspricht. Ihnen die Möglichkeit verschafft, ihren Samen an Frauen weiterzugeben, so dass diese damit eine neue Schöpfung für die Welt formen können.

Was ist der Mann ein Mann?
Foto: Foto: Benjamin Thorn pixelio.de

Der Samen als Lebensimpuls

Und genau darum geht es bei dem Mann: dem Samen, dem Lebensimpuls. Ist das weibliche darauf ausgerichtet, mit diesem Samen zu formen, zu schöpfen, so sind es die Männer die den ersten Impuls dafür geben. Das ist ihre Aufgabe, die sie lediglich in Verbindung mit ihrem wahren Wesen erfüllen können. Weder gewinnt der Stärkere, noch macht der Klügere einen besseren Eindruck oder hat bessere Chancen. Nur der Mann, der wirklich authentisch lebt, sich seines Daseins als Mann, als Schöpfer und Impulsgeber bewußt ist, der Mut hat seinen persönlichen Samen an die Welt zu geben, nur der König macht Eindruck und der ist gefragt.

Alle anderen bleiben am Wegesrand stehen und ihr Samen bringt keine Frucht. Das Entstehen des menschlichen Körpers ist auf das Zusammenschmelzen von männlichem Samen und weiblicher Eizelle basiert. Das Fundament, die Energie mit der unser Körper erschaffen wurde, ist die sexuelle Energie, auch Kundalini genannt. Sie ist für jede einzelne Zelle in unserem Körper verantwortlich und will durch sie ausstrahlen. Im Normalfall gelingt es der kräftigsten und schnellsten Samenzelle in die Eizelle einzudringen, wonach beide verschmelzen und die Teilung, die Schöpfung beginnt. Keiner herrscht über den Anderen, sie verschmelzen bedingungslos miteinander.

Es ist keine Frage, wer der Stärkere ist, mehr Kraft oder Durchhaltevermögen hat, besser dominieren, imponieren oder manipulieren kann. Es geht hier lediglich um das Geben von dem was man hat. Ein harmonisches Vereinen, damit neues Leben entstehen kann. Und dann loslassen und teilen, sich im Lebensfluß wissend, bis hin zum großen Transformationsmoment: der Geburt, der tatsächlichen Anwesenheit im Hier und Jetzt.

Die Qualität guten Samens

Männer haben das aus den Augen verloren, sie schleudern kopfgesteuert ihre Samen überall hin, in der stillen Hoffnung, dass dadurch etwas sinnvolles zum Wachstum kommt. Aber dem ist nicht so. Es fehlt in der Welt eindeutig an der Qualität guten Samens, womit Frauen arbeiten könnten. Es ist wichtig, dass Männer lernen, was weibliche Sexualität bedeutet. Wo ihr Samen landet, nicht nur der körperliche, sondern auch ihr seelischer, energetischer Samen. An wen sie ihn geben und was für eine Schöpfung dadurch ermöglicht wird. Nichts in dieser Welt wird nur von einem Teil erschaffen, alles was wir sehen können ist aus dem Zusammenspiel beider Seiten entstanden.

Die Erde erstickt fast mit all den erwachsenen männlichen Kindern, die sich seelisch noch im Sandkasten befinden

Frauen warten verzweifelt

Frauen warten verzweifelt auf Männer, die sich dessen bewußt sind, die Erde wartet verzweifelt auf ihre Könige! Männer die aufstehen und den Mut haben, ihren persönlichen Impuls an die Welt zu geben, die stehen zu dem was sie sagen und die es als ihre Pflicht erachten, am Leben mitzuarbeiten. Die erkannt haben, dass ihre Persönlichkeit und bewußte Anwesenheit wichtig ist. Männer, die mit ihrer weiblichen Seite im Einklang leben und nicht mehr, in der Herde versteckend, das weibliche Geschlecht belächeln. Männer, die erkannt haben, dass ihre eigene weibliche Seite der Schlüssel zu sich selbst ist!

Die weibliche Seite ist die Pforte zum Leben, der Eingang in diese Welt, die Krönung zum König. Die Erde erstickt fast mit all den erwachsenen männlichen Kindern, die sich seelisch noch im Sandkasten befinden, zu feige sind die Mutterbrust zu verlassen und ihre Frauen als Ersatzmütter betrachen. Männer müssen erwachen und aufstehen, sich von den manipulativen gesellschaftlichen Strängen befreien, die sie auf dem animalischen Niveau halten wollen, in dem es nur Konkurrenzkampf, Ellenbogen und sexuelle Potenz zu geben scheint.

Bist du stolz auf dein Geschlecht?

Was bedeutet für dich Mann sein? Bist du stolz auf dein Geschlecht? Gibst du deinen persönlichen Samen an die Welt? Oder versuchst du ihn so zu formen, dass er deines Erachtens auf Gefallen stößt? Mit welchen Frauen verbindest du dich? Nimmst du deinen Platz als König wahr oder kleidest du dich lediglich so?

Männer um alles in der Welt, steht auf und werdet wieder ihr selbst!

Männer, steht auf!

Jeder trägt das ganze Potential in sich, gib ihm die Möglichkeit an die Oberfläche deines Bewußtseins zu kommen. Trau dich ganz du selbst zu sein, mit einer männlichen, strukturierten und einer weiblichen, gefühlvollen Seite. Stehe dazu und laß dich vom Leben zum Mann einweihen. Hör auf dich zu verstecken und dich von den Minderwertigkeitskomplexen anderer einschüchtern zu lassen. Unsere Nachkommen brauchen Männer, die den menschlichen Stamm verteidigen und mithelfen die Erde zu erhalten und nicht sie zu zerstören. Männer die es als eine Ehre verspüren, hier mitzuarbeiten und ihren königlichen Samen austragen wollen. Dann werden unsere Kinder aufrecht gehen können und sich als Menschen weiterentwickeln, ohne von der alten Erbmasse erschlagen zu werden. Männer um alles in der Welt, steht auf und werdet wieder ihr selbst! Wir haben euch für unser Überleben bitter nötig!

Heidrun Herberth-Labots

   
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