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Tantra und Ethik

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Tantrakonferenz
Gisela Schauer mit ihrem Mann Shunyam am Strand von Goa

Was wahrhaftig gut tut

Gisela Schauer hat sich mit dem Thema Tantra und Ethik befasst: Kürzlich fragte ich meinen Mann Shunyam, was er denn unter Ethik verstünde. Kurz und klar kam es aus ihm heraus: »Ethisch ist, wenn ich das mache, was mir selbst und anderen wahrhaftig gut tut. Anders gesagt, dass ich nichts tue, was mir oder anderen schadet. Bezogen auf Tantra: Ich feiere meine Sinnlichkeit und Sexualität würdevoll.«

Da wir gerade unseren Weihnachtsurlaub in Goa (Indien) verbrachten, machte es uns besonders Freude, beim Flanieren über einen breiten Sandstrand darüber zu philosophieren. In der Weite dieser Landschaft entspannte und weitete sich auch unser Geist. Was ist denn wahrhaftige Ethik, fragte ich mich, und wie kann ich sie für mich entwickeln und in die Welt hinein ausstrahlen? Auch die ethische Prägung geht ja schon in der Kindheit los. Einen achtsamen, liebevollen und respektvollen Umgang mit Dingen und Menschen lernen wir von unseren Eltern, Wegbegleitern und Lehrern. Wer dabei einen beseelten Umgang erfährt, darf sich glücklich schätzen.

Lass deine Seele nie erkalten

Ich zum Beispiel habe am Ende meiner damaligen Gymnastiklehrerausbildung von unserer damals 92-jährigen Schulgründerin Marie Buchhold ein wunderbares Gedicht mit auf den Weg bekommen, das für mich ein starkes Mantra ist und noch immer geistiger Wegbegleiter: »Zuhause sein mit sich und allen Dingen. Einig mit sich und Pflanze, Tier und Mensch. Vertraulich umgehen, ohne sie zu zwingen, wer das vollbringt, hat nichts mehr zu verlieren. Denn alles, was ihm je geschieht, das ist Gewinn, Nahrung der Seele. Was dich verlassen will, versuche nicht zu halten, lass deine Seele nie erkalten, werde und bleib ein Liebender, der alles liebt, selbst das Schmerzlichste. Versteh's, auch wenn du's nicht begreifst: Es ist das Herzliche, an dem du reifst.« Ein wahrhafter Ausdruck von Ethik!

Wer einen guten Umgang mit sich und seiner Umwelt in jungen Jahren nicht genug entwickelt hat, kann das »nachnähren«. Der Markt an bewusstseinserweiternden – und somit auch die Ethik vertiefenden – Möglichkeiten wird immer größer und reichhaltiger. Viele Menschen zieht heute insbesondere der tantrische Weg an als eine bewusstseinserweiternde Disziplin, die Liebe, Beziehung und Sexualität beleuchtet.

Mit wacher Präsenz, friedvoll und freilassend da sein, mit der Umwelt in Kontakt und zugleich zentriert bei sich, das scheint die höchste Lebenskunst zu sein.

Vier Schlüssel zum Glück

Ein reines Bewusstsein entspringt der bewussten Selbstwahrnehmung. Mit wacher Präsenz, friedvoll und freilassend da sein, mit der Umwelt in Kontakt und zugleich zentriert bei sich, das scheint die höchste Lebenskunst zu sein. Schaut man in die Inhalte von Tantragruppen, so ist dies ein Hauptziel der tantrischen Ethik. Vier wichtige Schlüssel zu Glück und Frieden habe ich aus meinem tantrischen Jahrestraining mitgenommen: 1. Absichtslosigkeit in der bewussten Bezogenheit auf einen Liebespartner. 2. Nicht leistungsorientiert da sein. 3. Nicht zielorientiert da sein. 4. Spielerisch und experimentierfreudig sein.

Liegt darin nicht so viel Friede und Freiheit, in der authentische Liebe lebendig erblühen kann? Stellen wir uns vor, diese spirituelle Haltung flösse in alle Liebesbeziehungen ein … Wer in dieser Beziehung wirklich an sich »arbeitet«, trägt diesen Geist unweigerlich auch in andere Lebensbereiche hinein. So kann die tantrische Philosophie dazu beitragen, dass wir mehr Geborgenheit und Liebe erfahren und ebenso verschenken. Das kann uns nachhaltig helfen, auf Profitgier, Konkurrenzkampf und übermäßiges Machtstreben zu verzichten.

Natürlich, direkt, aufrichtig und frei

Der tantrische Geist propagiert ein natürliches Miteinander und tatsächliche Begegnung. Heute tummelt sich ein Drittel der Webnutzer in Pornoportalen. Hier findet ein indirektes Kommunizieren über Sexualität statt. Das Internet ist »ein gigantisches Warenhaus der Sexualität, wo billig, anonym und leicht zugänglich virtuell an der sexuellen Erregung partizipiert wird. Viele Menschen hängen jahrelang in einer virtuellen Sexsucht«, hieß es im SWR-Report »Peepshow am PC«, und H.-D. Sporl schrieb: »Die Technik macht uns immer mehr zu Autisten«. In einer solchen Welt ist Tantra ein wertvoller Gegenpol, der das natürliche Bedürfnis befriedigen kann, Lebendigkeit und Stille im direkten Miteinander zu leben.

Im Tantra entwickeln wir natürliche, authentische Nähe und lernen, aufrichtig in Kontakt mit Gefühlen und Empfindungen zu sein. Wir üben die Kommunikation verbal und körperlich, die aus dem Moment entspringt, und lassen die Verbundenheit mit dem eigenen Herzen zu unserer täglichen Praxis werden. Jenseits der traditionellen Religionen oder starrer, moralischer Regeln entwickeln wir eine freie und selbstbestimmte Ethik, die auf dem Kontakt mit unseren wahren Bedürfnissen gründet!

Weitere Texte zum Thema Tantra und Ethik im aktuellen Connection Tantra 94.

Gisela Schauer

Gisela Schauer gibt neben Gruppenkursen und spannenden Ferienworkshops auch Einzelsesssions mit den Schwerpunkten Yoga, Tanztherapie, Wirbelsäule und Sehtraining. www.freeyourbody.de

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