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Lexikon spiritueller Lehrer

Manfred. S. Faisst

Details

Manfred S. Faisst

Therapie für Normale

Manfred S. Faisst befasst sich als Diplom-Psychologe mit dem inneren Wachstum des Menschen. Als wichtigstes Werkzeug auf der Entdeckungsreise zum eigenen Selbst entdeckte er die Therapiegruppe, vor allem die Encountergruppe. Er kreierte "Zencounter", eine Mischung aus Encounter, dem Hauptverfahren humanistischer Psychologie und östlichen Meditationstechniken.

Leben

Manfred S. Faisst, geb. 1949, ist Diplom-Psychologe und Therapeut (Gebiet Heilkunde), Leiter des Seminarzentrums ZenMitte, Autor von "Abenteuer Selbsterfahrung" und "Die heilende Kraft der menschlichen Begegnung - Prinzipien für inneres Wachstum". Seit 1974 befasst er sich vor allem mit Encounter, dem Hauptverfahren humanistischer Psychologie und gehört zu seinen erfahrensten Pionieren, Weiterentwicklern und Kritikern. Ausgebildet in einer Vielzahl von Methoden humanistischer und spiritueller Psychologie, arbeitet er seit 30 Jahren mit Therapie-, Selbsterfahrungs- und Ausbildungsgruppen, davon u. a. 3 Jahre im Leitungsteam des Gruppentherapiecurriculums der Universität Würzburg, später an der VHS und als Dozent für Gruppenarbeit an der Fachhochschule.
M. Faisst beendete sein Psychologiestudium mit der Auszeichnung summa cum laude und arbeitete danach als Dipl.-Psychologe an Universität und psychotherapeutischer Beratungsstelle. Nach einigen Jahren unzufrieden geworden mit den Resultaten der akademischen westlichen Psychologie brach er 1978 zu einem einjährigen Forschungsaufenthalt nach Indien auf, um die Möglichkeit der Integration von östlichen Wachstumsmethoden und westlichen Therapieansätzen zu untersuchen. Er nutzte diese Zeit auch zur intensiven eigenen Selbsterfahrung und Weiterbildung in östlichen Methoden.

Lehre

Nach seiner Rückkehr begründete er 1979 das Chetana-Zentrum, ein Zentrum für Selbsterfahrung, Therapie und Meditation sowie 1981 Deutschlands einziges Encounter-Institut. Das Zentrum wuchs in der damaligen Zeit schnell zu einer größeren experimentellen therapeutisch-spirituellen Gemeinschaft von zeitweilig 30 bis 40 Suchern plus Gästen, die eine unterschiedliche Zeitstrecke in der nicht-permanenten therapeutischen Gemeinschaft verbrachten, heran. Unter seiner Leitung lebten, verfeinerten und vertieften sie gemeinsam das Encounterverfahren, erforschten alternative Lebensformen, die Verbindung von Therapie und Meditation, Meditation im Alltag sowie ein Leben verstanden als Mysterium, das gelebt und nicht als Problem, das gelöst werden will. Während dieser Zeit experimentierte M. Faisst im therapeutischen Bereich seiner Arbeit zudem viel mit westlichen und östlichen Therapie-, Wachstums- und Meditationsmethoden, mit dem besonderen Augenmerk auf die Möglichkeit der Umsetzbarkeit in Gruppenprozesse. 1985 war diese Phase abgeschlossen, die Gemeinschaft wurde sukzessive aufgelöst und es entstand das Therapiezentrum Mitte, das sich der Aufgabe verschrieb, die erprobten Therapiemethoden weiterzuentwickeln, sowie an der Möglichkeit der Integration von Therapie und Meditation weiterzuarbeiten.

Die Encounterbewegung hat mittlerweile durch die langjährige Arbeit von M. Faisst schon längst eine gravierende Veränderung erfahren und er spezialisierte sich im Laufe der Jahre völlig auf die Leitung von Zencountergruppen und die Aus- und Fortbildung von Gruppenleitern auf diesem Gebiet. Bald zählte er zu den großen Experten und erreichte im "Offenen Zencounter", also in der direkten Begegnung der einzelnen Gruppenmitglieder miteinander und der Arbeit mit der Gruppenenergie ohne die Zuhilfenahme strukturierter Übungen, europaweit unerreichte Qualität: Die Gruppenmitglieder lernen sich und einander auf einer sehr tiefen und authentischen Ebene kennen, sie fühlen sich innerhalb kürzester Zeit mit den anderen so verbunden und nah, wie sie es, selbst bei viel Gruppenvorerfahrung, wahrscheinlich noch nie erlebt haben. Die Kommunikations- und Beziehungsfähigkeiten der Encountergruppenteilnehmer werden in diesem Rahmen entscheidend verbessert, psychologische Veränderung geschieht schnell, reicht sehr tief und wird als äußerst intensiv, stark Lebensfreude fördernd und tragend erlebt.

   
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