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Schamanismus versus Schulmedizin

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Bild: pixelio.de, © Joakant

Wie heilt der Schamanismus im Vergleich zur Schulmedizin?

Der Schamanismus ist ist das älteste Heilsystem der Menschheit und vermutlich der Vorläufer aller Religionen, sagt die Psychologin und schulmedizinisch ausgebildete Humanbiologin Dr. Kerstin Neumann. Sie wendet es selbst mit Erfolg an, in Ergänzung zur westlichen Schulmedizin

Der Schamanismus ist sehr viel älter als alle Weltreligionen. Höhlenzeichnungen aus der Steinzeit zeugen bereits von schamanischen Ritualen. Archäologen schätzen, dass der Schamanismus mindestens 40.000 Jahre alt ist. Andere Quellen berichten, dass die Technik des Schamanismus, in veränderte Bewusstseinszustände einzutreten, etwa 60.000 Jahre alt ist und früher weltweit verbreitet war.

Die Heiltradition des Schamanismus stellt somit das älteste Heilsystem der Menschheitsgeschichte dar und bildet auch die Wurzel von geschichtlich jüngeren Heilmethoden wie beispielsweise der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) oder der Ayurvedischen Heilkunst.

Der ursprüngliche Schamanismus ist heute nahezu ausgerottet. Durch den europäischen Kolonialismus und die die Eroberer begleitenden Missionare verbreitete sich bei den indigenen Kulturen ein neues Gedankengut, das zur Folge hatte, dass die Weltsicht der nativen Völker zusammenbrach. Schamanismus ist immer mit den Mythen vom Ursprung und den kosmologischen Vorstellungen (Unterwelt, Mittelwelt, Oberwelt) einer ethnischen Gesellschaft verbunden, mit deren Gesellschaftsordnung und Lebensgewohnheiten und ebenso mit der Landschaft, den Pflanzen und den Tieren des Lebensraumes.

Dennoch hat die schamanische Heilarbeit überlebt und wird auch heute noch praktiziert. Sie wird bis zum heutigen Tag von fast allen nativen Völkern ausgeübt – derzeit existieren immerhin noch mehr als 300 Millionen Menschen, die sich »Indigene« (Ureinwohner). Vor allem in Asien und Südamerika blieb die schamanische Heilkunst bis heute lebendig.

Zurück zu den Wurzeln

Neben diesem traditionellen Schamanismus entwickelte sich in Kulturen, in denen diese Wurzeln längst vergessen waren, in den letzten Jahrzehnten eine neue Form von Schamanismus. Man spricht deshalb auch oft von »Neo-Schamanismus«.

Wenn man sich mit Schamanismus auseinandersetzt, ist es auch immer eine Auseinandersetzung mit den eigenen Wurzeln, denn wir alle stammen aus schamanischen Kulturen. Der Schamanismus wurde nicht »importiert«, er ist unsere ureigenste Wurzel. In unserer Kultur ging das schamanische Wissen jedoch durch religiöse Intoleranz und soziale, politische und industrielle Veränderungen verloren. Dieser Wandel hatte zur Folge, dass unsere Vorfahren und somit auch wir immer mehr »verstädterten« und von unseren schamanischen Wurzeln abgeschnitten wurden.

In den westlichen Industriegesellschaften ist derzeit ein großes Interesse am Schamanismus zu verzeichnen. Im Jahr 2000 fand erstmals ein großer Weltkongress »Schamanismus im neuen Jahrtausend« in Deutschland statt, über den sogar die Tagesschau der ARD berichtete. Kleinere Kongresse gab es bereits früher. Workshops zu diesem Thema boomen.

Der Schamane, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts von den Anthropologen noch als »geistesgestört« betrachtet wurde und Mitte des 20. Jahrhunderts zum Psychotherapeuten und Ordnungsstifter avancierte, bekam in den 70er Jahren eine noch größere Aufwertung. Er wurde als Spezialist gesehen, der verschiedene Rollen inne hat: Arzt, Apotheker, Psychotherapeut, Soziologe, Philosoph, Rechtsanwalt, Astrologe, Künstler und Priester. Eine weitere zentrale Aufgabe der Schamanen liegt in ihrer Funktion als Bewahrer und Vermittler von traditionellem Wissen um die Beschaffenheit der Welt. In neuester Zeit wird er oftmals geradezu als »Übermensch« betrachtet.

Neben dieser Glorifizierung des Schamanen gibt es auch viele kritische Stimmen, die schamanische Behandlungsmethoden belächeln oder sie sogar bekämpfen. Oftmals verbirgt sich dahinter eine Scheu vor fremdartigen Behandlungen oder Weltanschauungen oder die Furcht vor Scharlatanerie.

Was ist Schamanismus?

Das Wissen über die Schamanen indigener Völker wurde früher hauptsächlich von Anthropologen zusammengetragen, die den Begriff »Schamanismus« erfanden, um die Praktiken nativer Völker einordnen zu können.

Einige Forscher halten den Schamanismus und seine tranceinduzierenden Techniken und Visionen für die Basis aller Religionen

Schamanismus ist die älteste Methode, mit der die Menschen versucht haben, mit der Schöpfung in Verbindung zu treten. Dabei ist Schamanismus keine Religion im herkömmlichen Sinne, da er keine Dogmen und keine heiligen Schriften hat und keine Doktrin verkündet. Einige Forscher meinen, dass er die Basis aller Religionen sei, dass also die schamanische Erfahrung und ihre Visionen Grundlage aller Religionen seien. Schamanismus basiert nicht auf einem Glauben, sondern stützt sich Erfahrungswissen. Durch seine »Reisen« in veränderte Bewusstseinszustände erfährt der Schamane von anderen Existenzen, von anderen Dimensionen.

Der Schamanismus kann als das naturhafteste aller philosophischen und metaphysischen Systeme bezeichnet werden. Er ist die älteste religiöse, heilkundliche und psychologische Disziplin der Menschheit. Er bewegt sich innerhalb naturgegebener und kosmischer Gesetze und ist Teil der Natur mit ihren jahreszeitlichen und zyklischen Energiemustern. Im Schamanismus wird das beobachtet, was jenseits oder innerhalb der äußerlichen Erscheinungsformen liegt. Somit kann man ihn auch als eine Wissenschaft des Geistes ansehen.

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Bild: pixelio.de,© bertl,fotolia.de, © Gelsomina

Weltbild

Bei den verschiedenen Kulturen herrscht eine große Übereinstimmung bezüglich des schamanischen Weltbildes. Zunächst gibt es eine sogenannte alltägliche und eine nichtalltägliche Wirklichkeit. Die alltägliche Wirklichkeit kennzeichnet den normalen Bewusstseinszustand mit der entsprechenden normalen Wahrnehmung der Welt. Hierauf bezieht sich die westliche Schulmedizin.

Die nichtalltägliche Wirklichkeit erleben die Schamanen in einem veränderten Bewusstseinszustand. Rhythmische Geräusche von Trommeln oder Rasseln können solche Bewusstseinszustände auslösen, ebenso Gesang oder psychoaktive Substanzen.

In der nichtalltäglichen Wirklichkeit werden drei Welten unterschieden. Symbolisiert werden sie durch den Weltenbaum, der auch in der germanischen und keltischen Kultur zu finden ist: die mittlere Welt, die untere und die obere. Diese drei Welten werden als gleichwertig betrachtet.

Die Schamanen vertreten folgende Annahmen:

  • Es gibt eine Höchste Intelligenz, die hinter allen existierenden Dingen steht. Diese existiert nicht nur außerhalb sondern auch im Inneren der Schöpfung.
  • Alles, was existiert, ist mit allem Anderen innerhalb eines großen universalen Energienetzes verbunden. Dies ermöglicht die Verbindung mit Allem und auch die Kenntnis von allen Dingen und das schamanische Reisen. Es gibt nichts, was isoliert existiert. Der Mensch steht in wechselseitiger Beziehung mit allen anderen Lebensformen.
  • Alles ist lebendig. Menschen, Tiere, Pflanzen und auch Steine sind Bestandteil des Lebens aller und alles Anderen. Und doch hat alles sein eigenes Leben und ist jeweils anders organisiert. Jedes Ding und Wesen dient einem spezifischen Zweck, zu dem es erschaffen wurde und hat ein spezifisches »Bewusstsein«.
  • Es gibt innere Räume der Realität. In diesen inneren Sphären finden sich Helfer, Führer und Lehrer. Diese haben Macht und Kraft und sind in der Lage, eine Veränderung in der Alltagswelt herbeizuführen. Materie und Energie sind eins.

Diese Annahmen vertraten unsere Vorfahren sowie alle Stammesgesellschaften und Kulturen der alten Welt. Dem gegenüber steht unsere moderne abendländische Kultur, die sich ganz auf das Beobachtbare bezieht, und eine rein sensorische, nur durch Logik erschließbare Wirklichkeit gelten lässt. Das schamanische Universum ist zyklisch. Unser modernes Weltbild ist linear.

Die Berufung zum Schamanen

Während in der westlichen Medizin die Zulassung zur Ausübung der ärztlichen Heilkunst vorwiegend von den Abiturnoten abhängt, gelten bei der schamanischen Berufung andere Bedingungen. Neben der Möglichkeit, die Position des Schamanen zu erben, gibt es die klassische Berufung oder Initiation zum Schamanen (Schamanenkrankheit); oft ist sie mit einer jahrelangen Leidenszeit verbunden.

In der Pubertät oder danach, manchmal auch erst im Alter, bricht beim Anwärter das Nervensystem zusammen. Untypische Krankheitsbilder können entstehen, extremes Leiden, das auch manchmal Ähnlichkeiten mit einer Schizophrenie oder Epilepsie aufweist. Meist werden diese Menschen für geistig gestört oder verrückt erklärt. Manchmal werden sie aber auch verehrt, da man meint, es handle sich bei einem solchen Menschen um einen zukünftigen mächtigen Schamanen. Das ist von der jeweiligen Kultur abhängig.

Viele zum Schamanen Berufene wehren sich zunächst gegen diesen Ruf, denn Schamane zu sein hat mit Opfern und Entsagungen zu tun

Die Heiler diagnostizieren, ob es sich um eine sakrale Berufung handelt oder um eine gewöhnliche Erkrankung. Viele Auserwählte wehren sich gegen diese Berufung, da sie meistens mit Opfern und Entsagungen und mit einem ungewöhnlichen Lebensstil verbunden ist.

Bei der Schamanenkrankheit stellt sich der Organismus auf allen Ebenen um. Es kommt dabei zu einer physiologischen und psychologischen Wandlung, die zu einer besonderen Psychophysiologie des Schamanen führt. Sein biologisches Reaktionsvermögen ist erhöht. Oft kann er unsichtbare Vorgänge im Umkreis des eigenen Körpers und in größerer Entfernung erkennen. Er ist dadurch in der Lage, Menschen übersinnlich wahrzunehmen, das heißt, er ist in der Lage zu »sehen«, wie mit einem Röntgengerät und kann die Raum-Zeit-Barriere überspringen. Die Empfindsamkeit der Psyche ist erhöht, und er ist in der Lage, die eigenen biochemischen Vorgänge zu beeinflussen. Letztendlich führt diese Krankheit zur Gesundung, die scheinbare Verrücktheit zu seelischem Wohlbefinden, einem Zuwachs an Kräften und Fähigkeiten und zu einer Bewusstseinserweiterung, das heißt einer erweiterten Weltsicht und Selbsterkenntnis. Der Schamane geht aus dieser Erfahrung als neuer Mensch hervor. Konditionierungen, Konflikte, Gewohnheiten und alte Strukturen wurden aufgelöst und eine neue Identität geboren. Er kann sich nun den Aufgaben als Schamane stellen. Die Krankheitsgeister und Dämonen, die ihm dabei zugesetzt haben, sind nun seine Hilfsgeister und Verbündeten. Mit ihnen kann er heilen.

Nachdem die Krise überwunden ist, geht es darum, mit den Kräften umgehen zu lernen, sie zu stabilisieren, neu auszurichten und in die Kosmologie und Mythologie der jeweiligen Kultur eingeführt und eingebunden zu werden. Dabei hilft ihm ein erfahrener Schamane aus der jeweiligen Kultur. Es kommt meist zu einer öffentlichen Prüfung, in der der Schamane seine Fähigkeiten unter Beweis stellt, und er legt einen Schwur ab, diese Fähigkeiten ausschließlich zum Wohle anderer einzusetzen und nicht für persönliche egoistische Zwecke. Er stellt sie in den Dienst der Allgemeinheit, Tag und Nacht, ohne geregelte Arbeitszeiten.

Kennzeichen des Schamanismus

Schamanismus ist kein einheitliches Phänomen. In jedem Kontinent und von jedem nativen Volk wurden unterschiedliche Praktiken und Techniken entwickelt, die sehr kulturspezifisch sind. Es gibt jedoch drei zentrale Kennzeichen des Schamanen, die über alle Kulturen hinweg zu verzeichnen sind:

  • Schamanen sind in der Lage willentlich in veränderte Bewusstseinszustände ein- und auszutreten.
  • Schamanen erleben sich dabei als »Reisende« in andere Welten.
  • Schamanen begeben sich auf diese Reise, um Informationen oder Macht zu erwerben. Sie »reisen«, um Menschen in ihrer Gemeinschaft zu helfen.

Der Schamane wird auch als ein »Wanderer zwischen den Welten« bezeichnet. Das lässt darauf schließen, dass er mit verschiedenen Wirklichkeiten in Kontakt treten kann, mit unterschiedlichen Welten, die neben unserer Welt existieren. Diese Welten durchdringen einander. Der westlich ausgebildete Arzt sieht mit den gewöhnlichen Sinnen lediglich unsere physische Welt.

Bereits 1980 wurde dem Schamanismus von der WHO bei der Behandlung von psychosomatischen Erkrankungen dieselbe Bedeutung zuerkannt wie der westlichen Medizin

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Bild: pixelio.de, © Ochrasy

Der Schamane als Heiler

Dem Schamanismus wurde bereits im Jahr 1980 von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) bei der Behandlung von psychosomatischen Erkrankungen dieselbe Bedeutung zuerkannt wie der westlichen Medizin.

Aus dem Blickwinkel des Schamanismus ist ein Mensch dann gesund, wenn er in einem ausgeglichenen Verhältnis zu allen lebenden Dingen steht. Das Fundament des Schamanismus ist die Erhaltung und Bewahrung der eigenen Kraft und Gesundheit. Wenn eine Person krank ist, versucht der Schamane dem Menschen seine Kräfte wieder zurückzugeben, indem er ihn in einen Zustand der Harmonie mit dem Leben zurückversetzt. Heilung umfasst im Schamanismus immer den ganzen Menschen, körperlich, geistig, seelisch sowie eingebettet in einen sozialen Kontext und die umgebende Natur.

Die archaischen Heiltechniken des Schamanismus lösen Probleme oder Krankheiten nicht unbedingt durch gewöhnliches Nachdenken oder spezifische Schemata. Es können dabei auch Trommeln, Rasseln und Gesang zum Einsatz kommen. Der Patient wird gestärkt, so dass er über ausreichend Kraft und Selbstbewusstsein verfügt, um sein Leben selber in die Hand zu nehmen, die richtigen Entscheidungen zu treffen und die Konsequenzen daraus zu ziehen.

Kernstück des Schamanismus ist die schamanische Reise, in der der Schamane in einem veränderten Bewusstseinszustand in die unterschiedlichen Welten der nichtalltäglichen Wirklichkeit reist, um Informationen über Ursache und Heilung einer Erkrankung zu erhalten. Auf dieser Reise begegnet er Wesenheiten (Spirits), mit denen er kommunizieren kann. Somit ist es ihm möglich, Wissen und Hilfe bei körperlichen, psychischen und geistigen Heilungen für sich und Andere zu erfahren. Diese Botschaften nimmt er mit in die Alltagswelt und setzt sie dort zum Nutzen seiner Gemeinschaft um. Begebenheiten, auf die der Schamane in den anderen Welten Einfluss nimmt, zeigen in unserem alltäglichen Bereich Auswirkungen.

Bei der schamanischen Heilarbeit fließt in unterschiedlicher Art und Weise die »Medizin« von Bäumen, Pflanzen, Steinen, Kraftplätzen, den Elementen (Wasser, Luft, Feuer, Erde) und den Himmelsrichtungen ein.

Rituale dienen dazu, innere Prozesse außen sichtbar zu machen. Die stille Sprache der Symbolik fördert das Verstehen und Verarbeiten auf einer tieferen Ebene

Weitere Behandlungsmethoden sind z.B. Rituale. Sie dienen dazu, innere Prozesse durch rituelle Handlungen außen sichtbar zu machen. Die stille Sprache der Symbolik fördert das Verstehen und Verarbeiten auf einer tieferen Ebene. Je nach Anlass werden unterschiedliche Rituale durchgeführt und teilweise auch neu gestaltet. So gibt es beispielsweise Reinigungsrituale wie Räuchern oder die Schwitzhütte, Heilungsrituale, Initiationsrituale oder auch Schwellenrituale wie die Visionssuche, in der der Teilnehmer drei bis vier Tage fastend in der Natur alleine verbringt, um sich mit seinen Kräften zu verbinden.

Darüber hinaus gibt es weitere Heilverfahren, die je nach Problem zur Anwendung kommen. Im Folgenden sind ein paar Beispiele genannt, wie Schamanen im Unterschied zur westlichen Medizin an Probleme herangehen.

Schamanische Wege

Bei Entscheidungsschwierigkeiten oder um Probleme zu lösen, könnte beispielsweise die traditionelle schamanische Methode des Steinorakels angewendet werden. Der Klient geht hierbei hinaus in die Natur, formuliert innerlich seine Frage und lässt sich von einem Stein finden. Dann stellt der Klient die Frage allen Richtungen des Steins. Er betrachtet den Stein, Seite für Seite und versucht auf der Oberfläche so viele Bilder wie möglich zu entdecken. Der Klient bringt nun die Bilder des Steins mit seiner Frage zusammen und extrahiert aus den Bildern eine Antwort.

Die westliche Psychologie würde diese Technik unter die »projektiven Verfahren« einordnen, da der Klient sein Innenleben sozusagen auf den Stein projiziert, um Erkenntnis zu erlangen. Ein Schamane würde vielleicht sagen, dass der Stein als ein Verbündeter zu dem hilfesuchenden Menschen gekommen ist. Der Stein konnte über seine Fähigkeit, dem Klienten Bilder zu zeigen, mit diesem kommunizieren. Auf diese Art und Weise kann er mit dem Rat suchenden Menschen sprechen. Steine sind natürlich der menschlichen Sprache nicht mächtig. Aber wenn man sich auf die Steine einstimmt, kann man von ihnen Informationen geschenkt bekommen, die helfen persönliche Probleme zu lösen. Schamanen betrachten diese heilenden Bilder des Steines als Geschenk und drücken ihm dafür ihre Dankbarkeit aus.

Bei mangelndem Selbstbewusstsein und den damit einhergehenden Schwierigkeiten im sozialen Bereich würde die schamanische Diagnose »Kraft-Verlust« lauten. Die Heilung liegt hier beispielsweise darin, dass der Klient, um seine Kraft wieder herzustellen, ein Krafttier eingeblasen bekommt, das aus der nichtalltäglichen Wirklichkeit geholt wird.

Eine heftige Infektion könnte ein Hinweis auf ein geschwächtes Krafttier des Patienten sein. Hier würde der Schamane das Krafttier stärken.

Bei chronischen Erkrankungen, Süchten oder generell bei psychischen Erkrankungen liegt nach schamanischer Sichtweise oftmals ein Seelenverlust zugrunde. Aufgrund eines traumatischen Ereignisses hat sich ein Seelenanteil abgespalten, um sich zu schützen. Dieser steht dem Patienten nicht mehr zur Verfügung. Der Schamane geht auf eine schamanische Reise, um den verlorenen Seelenanteil des Patienten zurückzuholen.

Wenn ein Tabu verletzt wurde oder etwas aus der natürlichen Ordnung gefallen ist (was z.B. die Ursache für eine Erkrankung sein kann), könnte der Schamane eine Aufstellungsarbeit machen, um die Ordnung wieder herzustellen. Aufstellungsarbeiten sind mittlerweile auch in die westliche Heilarbeit integriert worden, nachdem Hellinger dieses Heilungssystem von den Naturvölkern in den Westen brachte. In Deutschland ist diese Art der Heilungsarbeit unter dem Begriff »Familienstellen« bekannt geworden.

Im Schamanismus gelten Fälle von Synchronizität als ein Zeichen von Gesundheit. Wenn der Schamane beispielsweise dem Patienten ein Krafttier aus der nichtalltäglichen Wirklichkeit geholt hat, und ihm kurze Zeit später das Krafttier in der Realität begegnet, so wird dies als Zeichen eines Gesundungsprozesses gewertet.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die schamanische Heilkunde im Gegensatz zur Schulmedizin einem kranken Organismus und dem ihm innewohnenden Geist Energien, Schwingungen und Informationen zufügt, um so psychische und körperliche Disharmonien auszugleichen und damit eine Selbstheilung einzuleiten.

Ausblick

Im traditionellen Schamanismus wird meist in Anwesenheit der gesamten Familie oder des Stammes geheilt. In der modernen westlichen Welt ist das oft nicht möglich. Aber der Schamanismus verfügt über Techniken, die sehr wirkungsvoll und effektiv sind, um in der industrialisierten Gesellschaft effizient arbeiten zu können. Eine sehr effektive Methode stellt das schamanische Reisen dar. Es ist auch möglich, Verbindungen zu schaffen mit den verschiedenen Lebensformen in unserer natürlichen Umgebung. Dazu gehört auch, die Menschen wieder mehr für ihre natürliche Umgebung zu sensibilisieren und sich mit der Natur zu verbinden. Das gilt natürlich insbesondere für Stadtmenschen.

In der Weltsicht des Schamanismus wird die Gesundheit durch eine ausgeglichene Beziehung zu der Heimat des jeweiligen Menschen und dem dortigen Ökosystem bestimmt. In dieser Beziehung besteht eine Wechselwirkung. Ist die Beziehung ausgeglichen, werden dadurch sowohl der Mensch als auch das Ökosystem gestärkt. So können beide erhalten und lebendig bleiben.

Wenn die Welt schamanisch erlebt wird, verbindet sich der Mensch mit seinen Wurzeln, mit der Erde und dem Geist. Sein Bewusstsein erweitert sich, sein Blickwinkel wird größer. Sein Gefühl vertieft sich, und es ist ihm möglich, die Wesen unter den Oberflächen zu sehen. Er ist in der Lage, seine Verbindung zu anderen Menschen, Tieren, Pflanzen, überhaupt der Natur und dem Kosmos zu fühlen. Dadurch kann er zu einem friedlicheren und liebevolleren Umgang mit seiner Umgebung kommen und ein achtsames Mitglied im großen Kreis alles Lebendigen werden.

Wünschenswert ist eine Annäherung der Schulmedizin und des Schamanismus mit gegenseitigem Respekt und Wertschätzung

Wünschenswert ist eine Annäherung der Schulmedizin und des Schamanismus mit gegenseitigem Respekt und Wertschätzung. So wie etwa das vor zwei Jahren gestartete Pilotprojekt in Wien, die »Ärztlich-Schamanische Ambulanz für Krebsbetroffene« es tut. Hier kämpfen beide Traditionen nicht gegeneinander, sondern setzen sich gemeinsam mit ihren jeweiligen Kräften und Möglichkeiten für die Patienten ein.

Übrigens war das Heilen nicht nur bei den schamanischen Völkern rund um die Erde, sondern auch in allen Hochkulturen, insbesondere bei den alten Griechen, mit dem Gebrauch intuitiver, hellsichtiger und spiritueller Kräfte verbunden. Ausführlich wurde das bei Hippokrates beschrieben, auf dessen Eid sich auch unsere heutigen Ärzte berufen. Interessanterweise galten bei den Griechen die intuitiv begabten und hellsichtigen Ärzte als die wahren Vertreter der Heilkunst. Wer lediglich technisch und verstandesmäßig arbeitete, galt als Scharlatan.

Von Kerstin Neumann

Photo

Kerstin Neumann, Dr. rer. biol. hum., Diplom-Psychologin, Arzthelferin. Als approbierte Psychotherapeutin in eigener Praxis in München tätig mit den Schwerpunkten Tiefenpsychologie, medizinische und psychotherapeutische Hypnose und Transpersonale Psychotherapie sowie als Dozentin und Kursleiterin für ethnomedizinische Heilverfahren (v.a. nordamerikanischer und südamerikanischer Schamanismus).


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Aus dem Heft connection Schamanismus extra 3

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Kommentare   

 
-1 # lena dobrochotow 2011-09-07 21:53
ich kann mich darüber nur aufregen!
widerspruch über widerspruch!
da wird man echt für blöd verkauft.
z.b. zitat: "Das schamanische Universum ist zyklisch. Unser modernes Weltbild ist linear."
1. definiere universum
2. wieso wird beim modernen weltbild nicht über universum gesprochen? kennen wir diesen begriff nicht? ist er nur den schamanen vorbehalten?
3. definiere "zyklisch" und "linear" in diesem zusammenhang! sind jahreszeiten nichts zyklisches? und wenn doch, kennt das moderne weltbild sie nicht?
man sollte doch wirklich nicht versuchen, etwas wissenschaftlic h zu erklären, wenn man offenbar auf einigen gebieten (wenn überhaupt, dann) nur halbwissen besitzt.
nur so interesseshalbe r: wie heilt der schamane z.b. den verlust eines beins?!
wird da auch irgendein krafttier eingeblasen, dass auf einmal ein neues bein wachsen lässt?
das ist doch purer (und unverschämter) hohn den menschen gegenüber, die tatsächlich leid erfahren haben und trotzdem ihr reales leben leben!

hat sich die verfasserin überhaupt schon mal überlegt, welche verantwortung sie sich mit solchen publikationen anzieht.
nicht jeder mensch ist in der lage zwischen realität und und einer parallelwelt zu unterscheiden. wenn jemand labil genug ist, nimmt er diese parallelwelt dankend an und gibt damit die verantwortung für sein leben ab. ob dabei in diese parallelwelt hier, oder in die cyber-parallelw elt abzuwandern - beides ist schlimm. nur das hier ist schlimmer, denn bei tatoler kontrolle des bewußtseins solcher labiler menschen durch sog. schamanismus unter dem deckmantel der "heilung", kann man mit diesem menschen alles machen.
darüber sollte sich die verfasserin mal gedanken machen! das ist unverantwirtlic h! einfach unfassbar!
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0 # Marianne (Maria-Anne) Gallen 2011-09-12 17:24
zitiere lena dobrochotow:
ich kann mich darüber nur aufregen!
widerspruch über widerspruch!


Hallo Lena,

für mich hat echte Weisheit viel mit dem Aushalten von Paradoxien und Widersprüchen zu tun.

Wenn ein wissenschaftlic h erzogener Mensch des 21. Jahrhunderts ernsthaft den Versuch macht, uraltes Heilwissen aus ganz anderen kulturellen Zusammenhängen mit modernem Wissen zu vergleichen und zu integrieren, dann führt das immer durch paradoxe Erkenntnisprozesse.

paedpsych.jku.at:4711/LEHRTEXTE/wibewe_witz.gif

Ich kenne Kerstin persönlich. Für mich verkörpert sie das überzeugend.

Gruß
Marianne Gallen
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-1 # Peter 2011-09-13 11:47
Der Artikel bietet aus meiner Sicht einen ganz passablen ethnokulturelle n Exkurs: Stellt er doch in prägnanter Form dar, was Schamanismus ist, wo dessen Wurzeln liegen, wie er bei Naturvölkern zur Anwendung kam ...

Andererseits - und das sehe ich ähnlich kritisch wie @Lena - folgt er einem Trend, der seit einigen Jahren verstärkt in der Esotherikszene zu beobachten ist: Es wird, meist in völlig unbeholfener Art, versucht, esotherisch/spi rituelle Sicht- und Heilweisen "wissenschaftli ch" zu untermauern. Offenbar aus der Überlegung heraus, dass potentielle Konsumenten solcher Therapieformen auch immer kritischer und aufgeklärter werden und in Zeiten chronisch klammer Kassen sich drei mal überlegen, wofür sie ihr Geld ausgeben. Also sucht man den "Schulterschlus s" mit der (Natur-) Wissenschaft - nach dem Motto: "Seht her, was ich zu bieten habe, muss ja Substanz haben, denn es ist ja wissenschaftlic h erwiesen".

Und da werden dann solche Begrifflichkeit en wie "zyklisches Universum" oder "lineares Weltbild" eingestreut. Das klingt irgenwie kompetent und "wissenschaftli ch", hat aber in einem Artikel über Schamanismus als Heil- und Kulturform indigener Völker nichts verloren, wie ich finde. Genau so wie die Aussage: "Bereits 1980 wurde dem Schamanismus von der WHO bei der Behandlung von psychosomatisch en Erkrankungen dieselbe Bedeutung zuerkannt wie der westlichen Medizin".

Das scheint mir doch sehr unplausibel und schwer nachvollziehbar . Denn wie viele "Schamanen" gibt es denn heute noch in den modernen Industriegesell schaften - im Verhältnis zu den Heerscharen von "westlichen Medizinern"? Und wenn der Schamanismus in seiner Heilwirkung so unangefochten ist wie behauptet, warum ist dann nicht an jeder zweiten Hausecke ein Praxisschild zu finden "Schamane Dr. Soundso" und warum wird dieser Hokuspokus dann nicht von den Krankenkassen finanziert? Wenn man schon so eine gewagte These wie die mit der angeblichen Anerkennung des Schamanismus durch die WHO aufstellt, sollte man sie tunlichst mit Quellen belegen.

@Marianne:
Wer ist denn deiner Meinung nach weise? Bist du weise, ist etwa die Autorin des obenstehenden Artikels weise? In deinem Kommentar sehe ich nichts anderes als einen "Freifahrtschei n für Inkompetenz". Wenn ich deine Worte (und die Karrikatur) richtig interpretiere muss ein Mensch nur "weise" genug sein, um jeden Blödsinn behaupten zu können; alles ist richtig: was er von sich gibt und auch das Gegenteil davon. Das mag ja für Weise gelten; nur kommen die wohl ziemlich selten vor. Wir Normalbegabten sollten uns da doch wohl besser auf einem solideren Untergrund bewegen.
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0 # Marianne (Maria-Anne) Gallen 2011-09-14 12:10
zitiere Peter:

@Marianne:
Wer ist denn deiner Meinung nach weise? Bist du weise, ist etwa die Autorin des obenstehenden Artikels weise? In deinem Kommentar sehe ich nichts anderes als einen "Freifahrtschein für Inkompetenz". Wenn ich deine Worte (und die Karrikatur) richtig interpretiere muss ein Mensch nur "weise" genug sein, um jeden Blödsinn behaupten zu können; alles ist richtig: was er von sich gibt und auch das Gegenteil davon. Das mag ja für Weise gelten; nur kommen die wohl ziemlich selten vor. Wir Normalbegabten sollten uns da doch wohl besser auf einem solideren Untergrund bewegen.


Hallo Peter,

manchmal gebe ich "weise Sätze" von mir - Du auch. Ich fühle mich da niemandem überlegen.

In den Bereichen, wo ich mich wirklich gut auskenne und viel nachgedacht und geforscht habe, glaube ich manchmal schon, weisere Sätze sagen zu können als andere Menschen, die nicht so tief in der Materie drin sind.

Mit zunehmender Integration meiner persönlichen Erkenntnisse stelle ich auch fest, dass ich in verschiedenen Kontexten gelegentlich Widersprüchlich es behaupte, was sich jeweils in diesem Moment "richtig" anfühlt. Das finde ich im Erkenntniszeita lter der Paradoxien nicht problematisch.

Auf der Ebene von Konzepten gibt es für mich keine absoluten Wahrheiten. Der integrale Ansatz folgt z.B. der Prämisse: Niemand hat zu 100% Unrecht. Die Integrationslei stung muss aber von jedem einzelnen selbst vollzogen werden. In der Medizin vertritt das z.B. Stefan Brunnhuber sehr stark und kompetent: connection.de/.../...

Was das zyklische und das lineare Denken angeht, fühle ich mich durch meine Ausbildung und westliche Sozialisation stark im linearen Denken verhaftet. Ich finde es reizvoll, zyklische Gedankengänge auch mal bei mir zuzulassen und durchzuspielen.

Dann macht zum Beispiel irgendein Leistungsdenken nach dem Motto "weiser als ..." keinen Sinn mehr. (Das ist lineares Denken.)

"Weisheit" kann ich so zum Beispiel als Zyklus von "Bewusstseinswe itung" (z.B. Zulassen neuer Erkenntnismögli chkeiten) und "Bewusstseinsve rengung" (die Erkenntnis in eine kommunizierbare Form bringen) usw. auffassen.

Gruß
Marianne
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0 # Janina 2014-12-13 16:59
Liebe Kerstin,

ich finde Deinen Artikel sehr schön!Er entspricht auch meinen eigenen Erfahrungen. Ich bin Ärztin und Akupunkteurin und schamanisch interessiert. Dieses Interesse und vielleicht auch die Fähigkeiten? waren schon immer in mir und haben sich von selbst mehr und mehr gezeigt, ohne daß ich von Schamanismus wußte. Je mehr ich darüber gelesen habe, hatte ich den Eindruck, daß dort beschrieben ist, was ich kenne und erlebe.
Ob das von der WHO anerkannt ist, spielt gar keine Rolle. Eine Rolle spielt, ob es wahr ist. Für mich ist es das. Wer weiß und legt fest, ob unsere Moderne Medizin, Wissenschaft, Forschung die Wahrheit kennt. Eine Beurteilung von diesem Standpunkt aus, ist nicht frei und offen, da an das derzeitige Weltkonzept gebunden, und wer sagt, daß es wahr ist? Es ist EINE Idee, von vielen Ideen über den Aufbau und die Struktur alles Existenten. Für mich ist die heutige Weltsicht viel zu eingeschränkt, viel zu kurzsichtig, zu getrennt vom Ganzheitlichen. Für mich beleuchtet sie nur einen sehr kleinen Ausschnitt der ganzen Wirklichkeit. Für mich. Jeder darf seine Welt ja so sehen, wie er sie sieht.
Ich komme mit der Akupunktur und den schamanischen Ideen in der Heilung meiner Patienten oft viel weiter als mit der Schulmedizin. Aber ich sage es ihnen nicht immer, ich mache es und wenn es wirkt, daa ist es gut. Man kann auch in einem guten Gespräch, bei ich als Ärztin zuhöre, schamanische Ideen verwirklichen und in Gang setzen :-)
Alles Gute und Danke für Deinen schönen Artikel!
Janina
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+1 # Ole 2015-08-11 19:33
Liebe Kerstin,

vielen Dank für den interessanten Artikel.
Ich möchte Dein Zitat "Dem Schamanismus wurde bereits im Jahr 1980 von der WHO (Weltgesundheit sorganisation) bei der Behandlung von psychosomatisch en Erkrankungen dieselbe Bedeutung zuerkannt wie der westlichen Medizin." noch einmal aufgreifen und Dich bitten, mir - oder uns hier - Deine Quellen für diese Aussage mitzuteilen.
Denn ich denke, es ist schon von Bedeutung, wenn eine überstaatliche Organisation wie die WHO, die ja andererseits auch die ICD-"Liste der möglichen Krankheiten" herausgibt, diese Anerkennung traditioneller ganzheitlicher Behandlungsweis en und ihrer Wirksamkeit ausspricht.
Beste Grüße
Ole
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren
 
 
0 # Larissa 2015-10-23 09:15
zitiere Ole:
Liebe Kerstin,

vielen Dank für den interessanten Artikel.
Ich möchte Dein Zitat "Dem Schamanismus wurde bereits im Jahr 1980 von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) bei der Behandlung von psychosomatischen Erkrankungen dieselbe Bedeutung zuerkannt wie der westlichen Medizin." noch einmal aufgreifen und Dich bitten, mir - oder uns hier - Deine Quellen für diese Aussage mitzuteilen.
Denn ich denke, es ist schon von Bedeutung, wenn eine überstaatliche Organisation wie die WHO, die ja andererseits auch die ICD-"Liste der möglichen Krankheiten" herausgibt, diese Anerkennung traditioneller ganzheitlicher Behandlungsweisen und ihrer Wirksamkeit ausspricht.
Beste Grüße
Ole

Liebe Kerstin
Ich möchte mich Ole anschließen und ebenfalls gerne eine Quellenangabe haben.
Herzlichst
Simone
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0 # Marianne (Maria-Anne) Gallen 2015-10-24 09:54
Lieber Ole, liebe Simone,

vielleicht bekommt ihr ja hier eine Antwort: achtsamkeits-praxis.de/.../...

Liebe Grüße
Marianne
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0 # Larissa 2015-10-31 09:07
Danke für Deine Antwort. Leider findet die Autorin den beleg nicht. Sie hat ihn "irgendwo".Ich finde das schon sehr fragwürdig, Artikel ohne Belege zu veröffentlichen , die nicht als Meinung Einzelner kenntlich sind.Was ich herausfand warfolgendes: Die WHO hat Schamanismus nicht mit der Schulmedizin gleichgestellt. Sie hat lediglich den "indigenen Völkern" das "Recht" ihre Sprache, Gebräuche( darunter fällt auch Schamanismus) usw. zugestanden und diese, also alle Gebräuche und Sitten, denen anderer Völker gleichgestellt. Das ist etwas völlig anderes. Unabhängig davon wie man diese patriachalische Eroberergeste ( ihr habt das gleiche recht auf Kultur wie wir) ,
deutet, es gibt keinen Beleg für das Postulat welches in Eurer Zeitschrift veröffentlicht wurde. Das ganze ist ein Selbstläufer, jemand behauptet was und weil es allen passt (bring mehr Geld)wird es als Wahrheit unhinterfragt weitergegeben. Jede deutsche Schamanenseite, die ich fand, hat dieses Statement irgendwo stehen und offenbart damit: Ja! wir finden die Hirachie des weißen Mannes gut, wir müssen ein Papier haben auf dem steht: schau, wir sind anerkannt.Nur: Schamanismus ist keine Wissenschaft, das wäre so, als würde man das Unterbewusstsei n(95% unseres selbst) in starre Kästchen pressen die immer das selbe auf den selben Knopfdruck rauslassen.
www.humanitaeres-voelkerrecht. de/.../
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