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Die Verschmelzung von Centurio und Monique Dumont

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Wir sind Frau und Mann in einem - Monika Donner lebt es

Monika Donner wurde als Junge geboren. Erst lebte sie ihre männlichen Anteile voll aus, zum Beispiel als Offizier im österreichischen Bundesheer. Da vermisste sie das Weibliche in sich und wurde deshalb zur Wochenend-Diva Monique Dumont. Aber auch das war ihr noch zu viel Trennung. Nun lebt sie als männlicher Körper in Frauenkleidung, in einer hetero-lesbischen Beziehung - und arbeitet als Juristin im Verteidigungsministerium.

Das Universum ist unendlich. Unsere Seele ist es auch. Das wissen oder ahnen wir wohl alle. Aber was hat das mit der menschlichen Sexualität und Identität zu tun? Die Antwort sei vorweggenommen: alles und nichts.
Im Grunde sind wir individuelle, freie Wesen, die sowohl weiblich als auch männlich, sowohl passiv als auch aktiv, sowohl hingebend als auch erobernd, sowohl zahm als auch wild sind. Klar gibt es Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Diese natürlichen Verschiedenheiten bereichern das Leben ungemein. Was aber die Gesellschaft von uns verlangt, ist die Anpassung an vorgegebene, unnatürliche, einschränkende, stark überholungsbedürftige Geschlechterkonzepte: die Unterordnung an die Rollenmodelle "Frau" und "Mann".

Anpassung

Der Zweck solcher Unterordnung ist leicht durchschaubar. Es geht um Kontrolle, Lenkbarkeit und Profit. Wer sich dem zur Verfügung stellt und sich anpasst, wird sich auf der psychologischen Ebene wegen des Verlusts seiner unverkennbaren Individualität und Sexualität selbst fremd. So werden die impotenten Managertypen, gefühllosen Zwangsbeglücker, egozentrischen Schnellspritzer, superweichen Partnerinnensöhnchen, energielosen Sexpüppchen, orgasmusvortäuschenden Liebfrauen, männerverachtenden Ultrafeministinnen und ganz allgemein die ewig vom Partner fordernden Erwachsenenkleinkinder der unbarmherzigen Leistungsgesellschaft herangezüchtet. Die Scheidungsraten steigen, die Singlehaushalte nehmen deutlich zu. Das ist schön für die Marktwirtschaft, weil Einzelpersonen mehr konsumieren als Paare, Kleingruppen oder Kommunen.

Befreiung aus dem Denkknast

"Ursprünglich seelenfreie Menschen werden mit fiesen Bildern zu eierlegenden Wollmilchsäuen schizophrenisiert"

"Ihr westlichen Menschen könnt nicht einmal mehr richtig ficken und scheißen!", sagte ein Mann des Zen zu mir, als ich gerade einmal 20 Jahre alt war. Heute bin ich 40 und weiß aus eigener Erfahrung, dass die Natürlichkeit der Sexualität (und anderer Körperfunktionen), aber auch der eigenen Identität von selbst zurückkommt, wenn man sich aus dem Gefängnis des eigenen Gehirns, aus dem Denkknast des eigenen Ich befreit. Befreit man sich von den gesellschaftlich eingeimpften Vorstellungen, wie eine Frau zu sein hat oder wie man als Mann funktionieren muss, dann ist man Mann und Frau zugleich - und lebt im Hier und Jetzt. Wie ein kleines Kind, nur halt bewusst. Um dieser Erkenntnis Substanz zu geben, hole ich nun etwas weiter theoretisch aus, um dann zur Praxis zu kommen.

Der Weg ist das Ziel

Obwohl das Leben so einfach sein kann, blockieren sich sehr viele Menschen selber auf ihrem ach so heiß geliebten Weg zum Glück. Und das ist gut so. Im Grunde ist es nämlich der vermeintliche Weg zum Glück, der sie blockiert, weil es in Wahrheit gar keinen Weg zum Lebensglück gibt. Zumindest keinen, den man angestrengt und verbissen geht. Einen solchen glücksbringenden Weg kann es gar nicht geben. Er würde ja nie zum Ziel, zum Glück führen.
"Der Weg ist das Ziel" ist also keine leere Floskel. Diese geniale Lebensphilosophie verdeutlicht, dass der Sinn des Lebens im Leben selbst liegt. Einen anderen Sinn, ein anderes Glück gibt es nicht. Und dieser Sinn, dieses Glück liegt fairerweise - für alle Menschen gleichermaßen - im Sein im Hier und Jetzt. Wenn wir also der Einfachheit halber das Lebensglück mit dem Sein im Hier und Jetzt gleichsetzen, ist völlig klar, dass es gar keinen Weg "dorthin" geben kann. Wege führen uns ja bekanntlich zu anderen Orten.

Innehalten, einatmen, ausatmen

Da wir aber de facto im Hier und Jetzt in Harmonie mit uns und der Welt sind, brauchen wir gar keinen Weg "dorthin". Einfach innehalten, einatmen, ausatmen, auf unser Inneres hören, genügt. Die gedanklichen Wege, die Einbahnstraßen unseres Gehirns führen uns in der Regel in die Vergangenheit oder in die Zukunft. Denken wir an Vergangenes, empfinden wir meist Wut oder Trauer, während Gedanken an die Zukunft oft mit Ängsten oder Illusionen verbunden sind. Nicht, dass hier der Eindruck entsteht, ich sei gegen das Denken. Ich bin weder für noch gegen das Denken. Für wesentlich halte ich jedoch die Erkenntnis, dass das Denken das größte Handicap und gleichzeitig die größte Chance des Menschen ist. Zum einen können wir nämlich erkennen, dass uns einseitiges, bipolares, quälendes, zweifelndes, anerzogenes, überwiegend materialistisch orientiertes Denken nicht glücklich macht. Lassen wir die negativen Gedankenmuster los, ist es zum anderen unser übrig bleibender Hausverstand, der uns, wenn er mit unseren Gefühlen und unserer Intuition Hand in Hand geht, dabei hilft, aktuelle Situationen zu bewältigen: im Hier und Jetzt.

Was ist weiblich, was männlich?

"Ich bin eine Frau in einem männlichen Körper. Und zwar in einem Männerkörper, den ich liebe, wie er ist"

Wie wir sehen, ist es genau diese Verbindung der sogenannten "männlichen" Ratio mit den sogenannten "weiblichen" Elementen, den Emotionen und der Intuition, was uns zum vollständigen Menschen macht. Wir sind dann wieder eine Einheit. Mit uns selbst und mit unserem Umfeld. Selbstverständlich sind Hausverstand, Gefühle und Eingebung keinesfalls nur männlich oder nur weiblich. Tatsächlich sieht die Natur ja für Frauen und Männer alle Elemente in einem ausgewogenen Verhältnis vor. Es ist das soziale Gefüge, in das wir hineingeboren wurden, das uns seit Jahrhunderten oder Jahrtausenden den Unsinn suggeriert, was weiblich und was männlich ist, wie Frauen und Männer jeweils zu sein haben.
Das gesellschaftliche Normenkorsett lässt uns glauben, was und wie man als Frau oder als Mann zu denken hat, wie man in welchen Situationen zu empfinden hat, was man wann zu tun hat, wie man es zu tun hat, wie man auszusehen hat, wie man sich zu kleiden hat, wie man zu riechen hat, und noch einiges mehr. Dass für diesen Glauben letztlich die Priester, Politiker, Werbepsychologen und andere Handlanger eines machtgeilen, profitsüchtigen Establishments zuständig sind, muss wohl nicht extra betont werden. Nach dem Grundsatz "Divide et impera!" (lat. "Teile und herrsche!") werden Menschen also in erster Linie in Weibchen und Männchen ein- und damit auseinandergeteilt. Durch unerfüllbare Geschlechterrollen und die damit verbunden zwanghaften, beinahe pathologischen Klischees werden die Menschen zuerst von sich selbst entfremdet, um dann auch mit den Lebensabschnittspartnern nicht zurechtzukommen und leichter materiell ausgebeutet werden zu können.

Grautöne auf dem Beziehungssupermarkt

Ursprünglich seelenfreie Menschen werden mit fiesen Bildern zu eierlegenden Wollmilchsäuen schizophrenisiert: zu beruflich knallharten Machos mit familiär sanften Softie-Allüren und zu ewiggeilen Bilderbuch-Karrieremüttern. Weil man diesen Vorgaben nicht entsprechen kann, folgen Scham, Wut, Trauer und idealerweise auch das Beschreiten eines inneren Wegs. Bei vielen endet das Fiasko aber mit Wut oder Trauer. Weil sich niemand selber lieben kann, der einem von Fremden erzeugten, aufgezwungenen Bild entsprechen will oder muss, vereinsamen viele Menschen innerlich. Was ihnen fehlt, worum man sie betrogen hat, suchen sie dann bei einem anderen Menschen, der aber auch nichts geben kann, weil er selber einen Mangel hat.
Frauen, die um ihre innere Männlichkeit betrogen wurden, versuchen unbewusst, ihre in Verlust geratenen maskulinen Wesensanteile bei Männern aufzutanken. Vergeblich. Den Männern geht es nicht besser. Sie sind, auch unbewusst, bemüht, ihr Defizit an femininen Energien bei den Frauen auszugleichen. Ebenfalls vergeblich. Beide wollen versorgt werden. Mit "Liebe", Sex und Anerkennung. Wer kennt nicht das magische halbe Jahr, nach dem uns der ursprünglich durch die rosarote Brille gesehene Partner mehr und mehr mit seinen Grautönen nervt? Faktisch handelt es sich um einen konkursträchtigen Beziehungssupermarkt, der wie folgt zu funktionieren scheint: "Ich versuche von dir zu beziehen, was ich selber nicht habe. Irgendwann habe ich mich dann an dir satt konsumiert. Nein, satt bin ich nicht, sondern enttäuscht, weil ich nicht bekommen habe, was ich wirklich brauche!" Tja, es scheint fair zu sein, dass man sich das, was man als eigenen Mangel bezeichnen kann, sich nur selber geben kann. Die Grautöne des Partners erinnern uns ja meist an die eigenen.

Tanz der Seelen

Wer in sich geht und anerzogene Muster ablegt, hat gute Chancen, seine natürliche Männlichkeit oder Weiblichkeit zu finden, am besten beides, und vollständig Mensch zu sein. Trifft ein solches, in sich ruhendes Wesen auf einen ähnlichen Menschen, können die beiden eins werden. Sie ergänzen sich, ohne es zu brauchen. Sie lieben sich bedingungslos, ohne Wenn und Aber. Und es spielt auch keine Rolle, ob sich Mann und Frau, Frau und Frau, Mann und Mann, oder einige polyamoröse oder bisexuelle Menschen zusammenschließen. Wenn sie sich im Einklang mit ihrem Inneren und ihrer Natur auf einander einlassen, vollzieht sich ein freudiger Tanz der Seelen. Das ist es, was wirklich zählt.

Frau und Mann zugleich

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Soweit zur Theorie. Nun zum angekündigten lebenspraktischen Teil.
Es ist Nacht. Bis vor ein paar Minuten stand ich noch am Waldrand und beobachtete den klaren Sternenhimmel. Während auf circa 900 Metern über dem Meeresspiegel die klare, kalte Luft durch meine Nasenflügel zog, stellte ich mir die Frage, wie ich den Leserinnen und Lesern einer spirituellen Zeitschrift meine persönlichen Erfahrungen hinsichtlich Liebe, Sexualität und geschlechtlicher Identität näherbringe, ohne sie zu langweilen oder zu viel vorauszusetzen. Wie vermittle ich etwas, das man eigentlich nur selbst erfahren kann? Vielleicht fange ich, um authentisch zu bleiben und nicht irgendwelche skurrilen Regeln aufzustellen, einfach einmal damit an, von mir, meinen Empfindungen und Gedanken zu erzählen.
Ich bin eine Frau in einem männlichen Körper. Und zwar in einem Männerkörper, den ich liebe, wie er ist. Das unterscheidet mich von den meisten transsexuellen Menschen. Im Grunde bin ich gar nicht transsexuell, sondern ein Mensch, der Frau und Mann zugleich und damit zufrieden ist. Ich zähle ganz einfach zu jenen Menschen, die sich nicht an die gesellschaftlichen Erwartungen anpassen wollen, was man als Frau oder Mann tun "darf" und sein "muss". Dass ich als Frau lebe, hat vor allem mit meiner Rebellion gegen die sozialen Rollenbilder zu tun. Nun, das hätte ich im Grunde auch als Mann tun können. Als Offizier des Heeres und Jurist des Verteidigungsministeriums sah ich mich damals aber nicht imstande, mich in meinem vollen Wesen zu präsentieren. Männer zeigen in diesem beruflichen Umfeld kein Verhalten, das dem weiblichen Geschlecht zugeordnet ist. Sie lassen weniger und andere Gefühle als Frauen zu, tragen keine Röcke und High Heels, haben keine langen Haare, lackieren ihre Nägel nicht und so weiter. Da mir weibliches Verhalten und Äußeres wichtig, aber als Mann nicht erlaubt waren, dachte ich: "Na, dann zwinge ich euch eben, mich als Frau zu behandeln!"

Der Operationszwang ist aufgehoben

Zu diesem Zweck habe ich mir 2010 vor dem österreichischen Verfassungsgerichtshof den weiblichen Personenstand und meinen weiblichen Vornamen erkämpft sowie das Menschenrecht durchgesetzt, dabei körperlich unversehrt zu bleiben. Bis zum gewonnenen Rechtskampf mussten sich Transfrauen Samenleiter, Hoden und Penis wegschneiden und daraus eine sogenannte Neovagina formen lassen. Heute ist der Operationszwang aufgehoben. Auch in Deutschland: Anfang 2011 ist das Bundesverfassungsgericht der österreichischen Rechtsansicht in meinem Fall gefolgt. Das hat mich ganz besonders gefreut, sind doch unter meinen Freundinnen und Klientinnen auch einige Deutsche. Sie litten, wie die Österreicherinnen, weil sie der Staat zu diesen teilweise gefährlichen, folgeschweren und irreversiblen Eingriffen nötigte. Nicht nur eines der Mädels überlegte, ob sie ihrem Leben ein Ende bereiten sollte. Ich habe es aber nicht nur für mich und sie gemacht. Ganz allgemein wollte ich auch der patriarchalischen Zwangsgesellschaft eins auswischen und die Geschlechter-Rollenbilder ins Wanken bringen. Wie sollte das besser erreicht werden als durch Frauen mit Penis und Männer mit Vagina?

Das Kind in mir

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Die ganze Sache war ein seelischer Kraftakt, den ich nur erbringen konnte, weil ich seit einiger Zeit wieder mein inneres Kind umarmt hatte. Als mein persönliches Ego-Chaos im Alter von 33 Jahren - mit zwei Scheidungen, Studium neben der Arbeit und meinem Doppelleben als Mann und Frau - seinen Höhepunkt erreichte, erfuhr ich in der Meditation, dass ich nicht nur mein Ego bin, sondern viel mehr als das. Im Erwachsenenalter durfte ich bewusst erleben, was ich schon als Kind gespürt hatte.
Ich bin in einer sehr natürlichen Umgebung aufgewachsen und fühlte mich als Kleinkind eins mit ihr. Am liebsten war ich in der Natur, habe Indianer gespielt und Feuer gemacht, war mit dem Hund unterwegs, habe Bäume umarmt oder... Topflappen gehäkelt. Den Eintritt in soziale Einrichtungen wie Kindergarten und Schule habe ich als äußerst schmerzhaft erlebt, weil mein sensibles Wesen den dortigen Systemdruck als ein graues Netz empfand. Bald schon nahm ich die Rollenbilder wahr, in denen die Erwachsenen zu erstarren schienen. Bereits im zarten Kindesalter kam die erste Vision, irgendwann als Frau im Männerkörper zu leben. Nach einigen harten Erlebnissen in der Pubertät (ich wurde von brutalen Typen verprügelt) habe ich mich vorerst zum Selbstschutz in extrem männliche Rollenbilder begeben: vom Randgruppen-Rowdy, Biker, Weiberheld und Kraftsportler zum Offizier des österreichischen Bundesheers und Juristen im Verteidigungsministerium. Keinen Tag dieses Lebens als "Centurio" möchte ich missen, weil ich jeden Moment voll und ganz, also richtig gern, gelebt habe.

Wochenend-Diva "Monique Dumont"

Aber irgendetwas fehlte, ja ging förmlich verloren. Aber was? Es war die mir angeborene Sensibilität, die Weichheit, die Intuition und das Erlebnis der Einheit zwischen mir und meinem Umfeld, die mit fortscheitender Identifikation mit der selbst erwählten Männerrolle mehr und mehr zu schwinden schien. Diese sensiblen Anteile von mir waren zwar nie wirklich ganz weg, aber doch stark von dem überlagert, was sie eigentlich und lediglich schützen sollte. Meine Weichheit war überschattet worden von meiner männlichen Persönlichkeit. Ich wurde zum Sklaven meiner männlichen Rolle und suchte meine Weiblichkeit - natürlich vergeblich - in meinen Partnerinnen. Dieser Mangel suchte einen Ausgleich. Es kam, wie es kommen musste, und es entwickelten sich bald verstärkt meine eigenen weiblichen Anteile. Die Anima manifestierte sich in Form der Wochenend-Diva "Monique Dumont", einem stets perfekt gestylten, weiblich erotischen, verführerischen, lebenslustigen, manchmal aber sehr unsicheren Wesen. Auch gegenüber dieser weiblichen Rolle versklavte ich mich. Sexuell gesehen, war ich auch als Teilzeitfrau auf Frauen fixiert.

Verschmelzung

"Heute weine ich, wenn mir danach ist, egal, ob daheim oder in der U-Bahn. Im Bett bin ich zärtlich oder stürmisch, passiv oder aktiv, je nachdem, wie es gerade passt"

Mit Beginn der Lebens- und Sozialberatungsausbildung begannen beide bis dahin bewusst getrennt gehaltenen Persönlichkeiten, der Centurio und die Monique Dumont, miteinander zu verschmelzen. Es galt jeden einzelnen Tropfen gesellschaftlichen Sklavenbluts aus mir herauszupressen, indem ich den Fokus nun auf mein Inneres richtete und mich so unabhängiger vom Fremdbild, das heißt vom realen oder von mir erwarteten Reagieren der Außenwelt auf mich, machte. Mehr und mehr Tropfen Sklavenblut verließen mich also, bis ich schließlich entschied, als Frau im Männerkörper zu leben.
Heute weine ich, wenn mir danach ist, egal, ob daheim oder in der U-Bahn. Im Bett bin ich zärtlich oder stürmisch, passiv oder aktiv, je nachdem, wie es gerade passt. Sex passiert ohne ein Ziel, Liebe ist da, ohne dass es eine Bedingung für sie geben würde. Sex und Liebe sind dasselbe geworden: Sex ist für mich der körperliche Ausdruck einer seelischen Verbindung. In Wahrheit ist unser Gefühl des Getrenntseins von anderen Wesen ja eine Illusion. Das Universum ist unendlich. Unsere Seele ist es auch.

Buchtipp: Monika Donner, Tiger in High Heels, 568 Seiten, illustriert, SC, 34 €, erhältlich über Amazon.

Monika Donner

Monika Donner, geb. 1971 in Linz. Autorin, Lebensberaterin, Juristin. Sie ist eine Transfrau, die in einer "hetero-lesbischen" Partnerschaft mit einer Frau lebt. 2010 trug sie wesentlich dazu bei, dass für Transsexuelle der Zwangscharakter genitalanpassender Operationen auf höchstgerichtlicher Ebene aufgehoben wurde, erst in Österreich, dann auch in Deutschland und der Schweiz. www.monika-donner.at

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Aus dem Heft Tantra 90

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