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Editorial 05-06/12

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Aufbrüche

Photo Wolf Schneider

Alles ändert sich, die ganze Welt, und wir mit ihr. Bei einigen der Veränderungen sind wir selbst die Initiatoren. Das gilt für das, was wir in unseren jeweils privaten Kreisen bewirken, aber auch für das, was wir als Menschheit mit unserem Heimatplaneten anstellen, wo es nun in den kommenden Jahren drum geht, ob der bewohnbar bleibt oder nicht.

Natürlich mitfühlend...

Eines ist bei all diesen Veränderungen, damit es denn Veränderungen zum Guten werden, unentbehrlich: Mitgefühl. Damit beschäftigt sich der Schwerpunkt dieses Connection Spirit Heftes. Sind wir von Natur aus mitfühlend, oder müssen wir uns anstrengen, vielleicht sogar gegen unsere Natur, um es zu sein? Haben wir mit dem, was wir wollen und brauchen, eher als Einzelkämpfer Erfolg, oder eher in Gruppen und Gemeinschaften? Ist das Universum so beschaffen, dass sich eher das Indivduelle durchsetzt, die Spezialisierung, oder eher das Allgemeine, für alle Geltende? Und welche Rolle spielt dabei unsere mehr oder weniger große Fähigkeit, mit anderen Wesen mitzufühlen?

Hefte zum Aufbewahren

Connection Spirit macht nun mit diesem Heft einen Schritt in Richtung »Sonderheft« zu wechselnden Spezialthemen. Aktuelles findet man im Internet; wer heutzutage noch ein Heft drucken lässt, sollte wirklich gute Gründe dafür haben, und eher etwas zum Aufbewahren machen, kein Wegwerfprodukt, allein schon aus ökologischen Gründen. Deshalb: Wer unser Heft ausgelesen hat und es nicht behalten will: Bitte weiterverschenken! Ab dieser Ausgabe versuchen wir verstärkt, Hefte zu produzieren, die zwar auf dem aktuellen Wissensstand sind, aber auch nach Jahren noch Gültigkeit haben. Ich bin gespannt auf euer Feedback als mitfühlende und mitdenkende Leser, ob uns das gelingt!

Die weiße Tara

Das Titelbild zeigt übrigens eine »weiße Tara«, die in der Ikonographie des tibetischen Buddhismus als Essenz des Mitgefühls gilt. Der historische Ursprung dieser Figur könnte die chinesische Prinzessin Wen Cheng gewesen sein, die im 7. Jhd. aus Xian im China der Tang-Dynastie die Buddhastatue mitbrachte, die sich heute im Jokhang-Tempel in Lhasa befindet. Die Tibeter verehren die weiße Tara als ein Erleuchtungswesen (Bodhisattva). Sie wird mit der Handgeste (Mudra) der Freigebigkeit dargestellt, auf dem Lotusthron sitzend und mit sieben Augen (die Normalaugen, das dritte Auge, weitere vier in den Hand- und Fußflächen), damit sie alles Leid in der Welt erkennen kann. Mögen noch viele weitere Frauen erwachen, überall auf der Welt, und mit ihren vielen Augen das Leid erkennen! Und dann die Männer an die Hand nehmen und mit ihnen zusammen eine bessere Welt erschaffen …

Wolf Schneider

Heft

Aus dem Heft connection spirit 05-06/12

   
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