Archiv connection.de bis 2015

Besuche das aktuelle connection-Blog

Abonniere den Newsletter:

Leserbriefe zu »Religion & Wissenschaft«

Details

Leserbriefe zu »Religion & Wissenschaft«

Die Großen und die Kleinen

Auch zu unserer Ausgabe connection spirit 11/12 2012 mit dem Schwerpunktthema »Religion & Wissenschaft« haben uns viele Leserbriefe erreicht,
die wir den Online-Lesern nicht vorenthalten wollen. Hauptsächlich ging es dabei um das Thema »Die Kleinen und die Großen«, den Rechtsstreit mit dem Bauer Verlag, der inzwischen beigelegt ist.

Achteck statt rund?

(über »Die Kleinen und die Großen« in Connection 11-12/12)

Ich habe in der Nov/Dez-Ausgabe von Connection als erstes den Bericht über »Die Kleinen und die Großen« aufgeschlagen. Meist überfliege ich Artikel nur – gerade wenn die Zeitschrift noch ganz neu ist und ich mir erst einmal einen Überblick verschaffen möchte – aber dieser Artikel hat mich gefesselt. Es macht schon nachdenklich, was mit Geld alles gemacht – und verhindert – werden kann.

Aber ich wäre kein Löwe, wenn mich Ihr Bericht nicht auch wütend gemacht hätte, und ich frage mich allen Ernstes: Wenn das runde Logo geschützt ist, wie sieht es denn dann mit einem achteckigen aus? Erst hatte ich an einen keltischen Knoten gedacht, aber der ist auch noch zu rund. Ein schönes Achteck jedoch könnte ich mir sehr gut vorstellen.

Petra Janke, D-53840 Troisdorf, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Liebe Petra Janke, auch ich hatte schon an ein Achteck gedacht, aber mein Anwalt riet mir davon ab. Das könnte den Gegner reizen, und dann hätten wir den ganzen Ärger nochmal. Ja, es ist schon erstaunlich, was man mit Geld alles machen kann.

Wolf Schneider

Spiritualität und Fairness

(zu »Die Großen und die Kleinen« in Connection 11-12/12)

Hallo Wolf, mit großem Interesse habe ich deinen Artikel »Die Großen und die Kleinen« gelesen – auch deshalb, weil ich – sehr indirekt natürlich nur – mit dem Vorfall zu tun habe, den du in dem Artikel schilderst.

Bei einem Krankenhausbesuch vor etwa vier Wochen habe ich nämlich die letzte Ausgabe von happinez liegen sehen, und sie hat mich auf den ersten Blick interessiert und zwar aus folgenden Gründen:

  • Sie hatte das gleiche Thema »Mut« wie die Ausgabe von Connection Spirit vom Juli-August, in der ich ja auch meinen Artikel veröffentlichen durfte
  • Sie hatte eine sehr ähnliche Aufmachung – das runde Titelbild eingeschlossen
  • Sie hat mich von den Bildern und Farben her beim Durchblättern angezogen

Darum sind mir jetzt die Augen aufgegangen, als ich deine Darstellung von dem Vorfall gelesen habe. Und ich habe mich gefragt, warum Happinez so eine hohe Auflage von circa 100.000 Stück hat, während Connection Spirit dagegen nur etwa 1000 Stück als Auflage hat (stimmt dies so etwa?). Denn auf den ersten Blick gibt es wirklich Ähnlichkeiten von der Aufmachung her.

Konkret: Die Aufmachung von happinez ist auf den ersten Blick sogar betörend. Ich finde aber die Aufmachung von Connection Spirit ebenfalls sehr ansprechend. Aber deine Darstellung hat bei mir einen Denkprozess angeregt und ich bin zu folgenden Schlüssen gelangt, die ich dir jetzt mitteilen will:

1. Ich möchte dir sehr, sehr Mut machen, deinen Weg weiter so zu gehen mit Connection Spirit wie bisher, d.h. dich also weder einschüchtern zu lassen noch einem bestimmten Mainstream zu erliegen. Du bist mit deiner Zeitschrift und mit den darin veröffentlichten Artikeln sehr authentisch. Das schätze ich wirklich. Außerdem möchte ich dir einfach meine Solidarität aussprechen zu dem Vorfall, auch wenn dir dies konkret natürlich nichts hilft.

2. Es ist schon erstaunlich, wenn man so ein Vorgehen von happinez erfährt. Ich stelle mit dir die Frage: Warum will diese sehr erfolgreiche große Zeitschrift der kleinen Zeitschrift den Garaus machen? Warum will sie das, warum geht sie so massiv vor, und warum erhebt sie den Anspruch, dass ein rundes Titelbild ihre Schöpfung und damit ihr Patent ist? Das kann doch jeder machen, wenn er will.

3. In der Bibel heißt es: »An den Früchten werdet ihr sie erkennen!« Wenn sich eine Zeitschrift »spirituell« nennt und diesen Anspruch erhebt, dann müsste sie auch entsprechend spiritueller Vorgaben handeln. Und das würde für mich heißen: Fairness gegenüber, Respekt und Achtung vor dem anderen, dem Mitspieler im gleichen Feld. Und das Liebesgebot gilt auch noch. Und wenn ein System oder eine Zeitschrift dieses Gebot gar nicht kennt, dann sind all die tollen Artikel letztlich – radikal gesprochen und auf den Punkt gebracht – nichts wert. Denn dann verbreitet die Zeitschrift eine Illusion von Spiritualität, handelt aber in der Praxis diesen Prinzipien völlig zuwider. Ein spirituelles System, eine spirituelle Lehre ohne das praktizierte Liebesgebot ist wertlos und entlarvt sich selbst. Und dies ist hier offensichtlich passiert.

Hier noch ein Schlussgedanke: Meine Bücher wurden ebenfalls aus tiefsten Herzen und sehr authentisch geschrieben ohne Rücksicht darauf, ob sie den Mainstream treffen oder nicht. Natürlich würde ich mich freuen, wenn ich mehr Bücher verkaufen könnte, denn ich bin – gerade auch aus der Praxis als WalkAway-Leiter – zutiefst von meinem Ansatz überzeugt, dass Jugendliche Übergangsrituale (Initiationsrituale) brauchen. Dies habe ich ja auch in meinem Artikel betont. Nur – leider wollen viele Jugendliche und noch mehr deren Eltern nichts davon wissen.

So ähnlich erscheint es mir auch mit deiner Zeitschrift: In ihr stehen viele wahre, authentische Ansätze, aber sie interessieren anscheinend nur ein relativ kleines Publikum. So tickt eben unsere Welt.

Hier noch ein Äußerung von Valeria Heller, der Frau meines Herzens: Sie findet deine Zeitschrift und die Artikel von dir selbst sehr ansprechend und anregend, gerade auch deshalb, weil sie da in dir den beständigen, auch unruhigen Querdenker erkennt, der allzu geschleckte Systeme wie etwa die Zeitschrift happinez hinterfragt – und dies respekt- und würdevoll. D.h. du nimmst deinem Gegner die Würde nicht, wenn du dich notwendiger Weise verteidigst und verteidigen musst, wenn du mit deiner Zeitschrift überleben willst. Dieser Meinung schließe ich mich an und ich möchte dir – wie oben schon gesagt – Mut machen, deiner Linie treu zu bleiben.

Peter Maier, D-82140 Olching, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Lieber Peter, danke für deinen Brief! Tut gut, das zu lesen. Noch eine Kleinigkeit zu den Fakten: happinez verkauft laut veröffentlichten Mediadaten circa 87.000 Stück über die Kioske, connection spirit etwa 1000 bis 1100, das Größenverhältnis ist dor also etwa 80:1 (bei den Abonnenten ist es nur etwa 9:1). Und zum Thema, ob die Spiritualität von happinez geheuchelt ist oder nicht: Ich denke, da muss man die Redaktion und die Verlags- (oder Konzern-)Leitung auseinander halten. Nicht ganz, aber doch ein bisschen. Die Redaktion mag überzeugt sein, auf ihre Art authentisch spirituell zu sein, während die Konzernleitung dann doch die Anwälte losschickt und den Redakteuren (die dort ja Angestellte sind) verbietet, auf meine Mails und Anrufe zu reagieren.

Wolf Schneider, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

»Recht haben und Recht bekommen ist heute in einem 'freiheitlichen Rechtsstatt' tatsächlich eine Frage des Geldes«
Heike Sabine Sicurella, D-66538 Neunkirchen

Sich im Haifischbecken behaupten

(zu »Die Großen und die Kleinen« in Connection 11-12/12)

Lieber Wolf, wie recht du doch hast: Recht haben und Recht bekommen ist heute in einem »freiheitlichen Rechtsstatt« tatsächlich eine Frage des Geldes. Die, die Geld haben, beeinflussen u.a. die Änderung der Rechtslage und profitieren weiter. Und auch eine eigene Meinung zu haben und sie zu äußern, Missstände aufzuzeigen und zum Thema zu machen, kann einen teuer zu stehen kommen.

Ich bewundere dich für deinen Mut die Dinge, Personen und Institutionen beim Namen zu nennen und dabei noch so sachlich zu bleiben, obwohl du in diesem Falle deiner persönlichen Freizeit, einer gewissen Geldsumme beraubt und nun womöglich noch in deiner Themen- und Ideenfreizeit beschränkt wurdest.

Ich bin leider immer (noch) sehr emotional, wenn es um Ungerechtigkeiten geht. Als ich gestern morgen die Connection zum Frühstück lesen wollte musste ich zuerst schmunzeln. Das Thema Religion und Wissenschaft und das Cover »die Erschaffung des Adam«. Ich lektoriere nämlich seit einigen Wochen ein neues Buch über die Gesetze des Alls, das den Namen »Gottes Liebe« tragen und als Cover eine Variante dieser Szene haben soll. »Schön«, dachte ich, »es ist wohl an der Zeit für dieses Thema, alles ist mit allem verbunden, da haben schon wieder mal einige die gleichen Ideen und Impulse.« Als ich dann deinen Artikel über das üble Gebaren und Abzocken der Heinrich Bauer Media Group, im Namen von happinez las, blieb mir das Brötchen im Hals stecken. Du kündigst dein Schwerpunktthema immer sehr früh an, hast immer schon verschiedene Stile für die Covergestaltung gewählt, und nun wirst du abgemahnt und abgezockt, weil einem »großen« Verlag dieselbe Idee zu Thema und Gestaltung kam, um nicht zu unterstellen, dass sie sich nicht bei dir sogar Ideen und Inspiration geklaut haben?

Als wir im Verlag vor circa anderthalb Jahren die Edition »Philosophischer Geist« ins Leben riefen, haben wir uns selbst dafür ein Cover ausgedacht und gebastelt. Als die ersten Bücher in dieser Editionsreihe gedruckt waren, habe ich einige Exemplare an verschiedene spirituelle Zeitschriften gesandt, mit der Hoffnung auf Rezension. Im nächsten Heft der Lebens(t)räume war auf dem Cover der Zeitschrift ein unserem Logo sehr ähnlicher Kopf abgebildet und im Heft eine Kurzbeschreibung des Buchs. Abgekupfert – oder hatte da jemand den gleichen Gedankenimpuls? Ich denke letzteres, denn schon circa zwei Monate zuvor hatte diese Zeitschrift das Thema Lernen fürs Leben als Schwerpunkt, genau wie die Waldorfzeitschrift Erziehungskunst im gleichen Monat.

Nun wieder das Cover auf Connection und unserem zukünftigen Buch, oder das gleiche Schwerpunkthema in der Connection und happinez – mit sicherlich ganz unterschiedlichen Standpunkten und Betrachtungsweisen. Das ist doch nur ein Beweis dafür, dass wir alle connected sind und ähnliche Impulse bekommen uns mit den gleichen Themen zu beschäftigen.

Dass eine Zeitschrift wie happinez, die sich spirituell nennt, sich dieser Vernetzung nicht bewusst ist, und nur weil sie es eben kann, anderen die Verbreitung ähnlicher Gedanken, Ideen und Impulse untersagen will, heißt für mich, sie sind noch nicht in den neuen Energien angekommen, denn das, was sie nach außen vor- und an Weisheiten von sich geben, zeigt sich nicht in ihrem Tun. Wahrheiten zu schreiben, heißt eben noch lange nicht, diese auch selbst wahrhaft zu leben.

Ich wünsche dir von Herzen, dass du dir weiter treu bleibst und der Ärger und der Verlust an Freizeit und Geld um ein Vielfaches wieder ausgeglichen wird. »Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom« – und ich hoffe von ganzem Herzen, dass den vielen eigenständigen, kritischen, mutmachenden und liebevollen Quer-Denkenden oder -Schwimmenden die Kraft und (auch finanzielle) Energie nicht ausgeht, sich in diesen »Haifischbecken der großen Meinungsmacher« zu behaupten, bis endlich auch die große Masse dem Ruf der Quelle folgt und dann auf dem Mut und das Wissen der Querschwimmer vertrauen kann.

Heike Sabine Sicurella, D-66538 Neunkirchen, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

»Wer Geld hat, gibt den Ton an«

(zu »Die Großen und die Kleinen« in Connection 11-12/12)

Lieber Wolf, meine Hochachtung! Da schießt ein übermächtiger Verlag getreu der alten Maxime »wer Geld hat, gibt den Ton an«, und du findest in deinem Artikel auch noch sehr anerkennende und wohlwollende Argumente für die Zeitschrift happinez. Das spricht für dich und die Glaubwürdigkeit deiner Connection-Philosophie.

Ich habe sowohl Connection als auch happinez abonniert und beide Zeitschriften schon oft verschenkt – bis jetzt. Das habe ich mit dem obigen Artikel geändert. Erster Schritt: Abbestellung von happinez. Ich will keine Zeitschriften unterstützen, die von Herzensenergie reden, aber Machtmissbrauch praktizieren. Zweiter Schritt: Freunde sensibilisieren, sich doch für Alternativzeitschriften zu entscheiden – der Bauer-Verlag hat viele Publikationen, die Mann/Frau auch kündigen kann und in anderen Verlagen findet.

Jochen Hoffmann, München

»Ebenso wie Sie habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich anspruchsvolle Themen durch biografischen Bezug oft besser vermitteln lassen als nur durch sachliche Darstellung«
Norbert Dittrich, D-57078 Siegen

Religion & Wissenschaft

(zu Connection Spirit allgemein und speziell 11-12/12)

Lieber Wolf Schneider, vor zwei Jahren, im Alter von 68 Jahren, habe ich Ihr Magazin abonniert, und ich freue mich stets auf die neue Ausgabe. Neben dem »Magazin für das Wesentliche« habe ich noch »Die Zeit« und die »Osho Times« abonniert. Ihr Heft zu »Religion & Wissenschaft« hat mir besonders gefallen und deshalb schreibe ich Ihnen.

Herzlichen Dank für Ihr Editorial zu Wahrheit & Schönheit und Ihren persönlich-biografischen Blick auf die beiden Seiten von Weisheit des Ostens und Wissenschaft des Westens, die sich so schwer tun, zusammenzukommen. Es sind klare und überzeugende Texte, bei deren Lesen ich viel Zustimmung spüre. Neu und überzeugend waren für mich die Begriffe »Religionskitsch« und »Wissenschaftskitsch« und treffend Ihre Einordnung und Kritik der Esoterik. Sehr hilfreich auch der Einblick in Ihren eigenen Weg. Ebenso wie Sie habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich anspruchsvolle Themen durch biografischen Bezug oft besser vermitteln lassen als nur durch sachliche Darstellung. Für mich ist es in der Regel wichtig zu wissen, wer ist das, der das schreibt, und wie ist er geworden, was er ist. Für mich ist dabei erkennbar geworden, dass das Verhältnis von Religion und Wissenschaft Ihr Lebensthema ist. Es hat mich berührt, spüren zu können, wie sehr Sie, trotz unterschiedlicher Sicht auf das Leben, Ihren Vater geliebt haben und ihm in seinem radikalen Humor so nahe waren.

Sehr gefallen hat mir auch der Auszug aus dem neuen Buch des Religionssoziologen Gerald Willms und Ihr Interview mit ihm. Beides hat mir den Beginn der christlichen Religion als Sekte, die Wirkung religiöser Erfahrungen, das Verhältnis von Religion und Macht und das Wesentliche mystischer Erfahrungen sehr nachvollziehbar gemacht.

Lieber Wolf Schneider, Sie machen eine überaus wertvolle Arbeit von hoher Qualität und mit überzeugender innerer Haltung. Sie lenken den Blick auf Themen, die wirklich wesentlich sind. Ihr Vater kann stolz auf Sie sein!

Norbert Dittrich, D-57078 Siegen, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

»Wenn sich Wissenschaft und Mystik verbinden, entsteht der große Humor als herzlich-aufgeschlossene Weltanschauung«
Alfred Kirchmayr, A-1170 Wien

Wissenschaft, Mystik und Humor

(über »Die Wissenschaftler und die Transzendenz« in Connection 11-12/12)

Lieber Wolf, ich habe eben mit Freude und Genuss deinen blitzgescheiten, humorvollen und anregenden Artikel »Die Wissenschaftler und die Transzendenz« gelesen und freue mich auch sehr, dass es für dich zu einer Zusammenarbeit mit Humorcare gekommen ist.

Wenn sich Wissenschaft und Mystik verbinden, entsteht der große Humor als herzlich-aufgeschlossene Weltanschauung. Wenn sich Wissenschaft und mystikblinde Religionen/Kirchen verbinden, entstehen entmündigende Großverdummungssysteme, egal, ob Putin, Benedikt XVI oder sonstwer miteinander ins Machtbett hüpfen. Deine Lebensphilosophie – ich nenne sie mal so – ist wohltuend.

Ich habe mich auch intensiv mit dem einzigen fröhlichen Papst der letzten Jahrhunderte beschäftigt, mit Johannes XXIII. Er war zwar ein ganz konservativer Seelsorger, aber eben aufgeschlossen – und das ist das Entscheidende. Einst hatten die Päpste die Jesuiten als Elitetruppe. Johannes Paul II hat das Opus Dei dafür erwählt, weil die Jesuiten »zu wenig kindlichen Gehorsam« haben. Und der Gründer des Opus Dei, der heiliggesprochene Josemaria Escriva, hat das Zweite Vatikanische Konzil als »Konzil des Teufels« bezeichnet und den fröhlichen Papst als »Bauernsohn mit Körpergeruch« beschimpft. Bis heute tut sich der Vatikan schwer mit dem befreienden Geist dieses Konzils, über das heute noch viele Lügen verbreitet werden. Völlig klar: Wenn der Mystiker Jesus heut käme, würde er im Vatikan eines nicht natürlichen Todes sterben.

Dr. Alfred Kirchmayr, A-1170 Wien, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

So können aus Leserbriefen Artikel werden: Ich habe Alfred Kirchmayrs Idee aufgegriffen und ihn um einen Artikel über Johannes XXIII geben. Das Ergebnis findet ihr auf den Seiten 48-52 dieses Heftes.

Wolf Schneider

Engel unterwegs – auch in Thüringen

(zu einer Fundsache im Kunsthaus Erfurt)

Sehr geehrter Herr Schneider, nach dem erstmaligen Lesen in den von Ihnen herausgegebenen Zeitschriften ist es mir ein Bedürfnis, an Sie ein paar Worte zu richten. Ja, man kann es nicht glauben, auch wenn Sie, wie ich gelesen habe, Ihre Zeitschrift schon seit 25 Jahren (?) erscheinen lassen, ich habe diese in den letzten Tagen zum ersten Mal gelesen – ich fand sie im Kunsthaus Erfurt liegen und wunderte mich, dass so eine Zeitschrift so zum Mitnehmen da lag ... aber im Nachgang ist mir klar: Die hat wohl ein Engel für mich dort abgelegt!

Ihre Zeitschrift, die ganzen Beiträge … ich bin wirklich sehr beeindruckt von dieser Fülle an Interessantem und an wohltuenden Gedanken. Auch wenn ich dort Ausgaben vom Ende letzen Jahres und vom Beginn des Jahres 2012 vorfand, es bleiben doch viele Gedanken und Anregungen in gewisser Weise zeitlos bestehen. Ja und so profitiere ich sehr von diesem Geschenk-»Fund«.

Ganz unabhängig davon wünsche ich Ihnen weiterhin, viel Freude und viele Leser Ihrer Zeitschrift! Schade, dass ich diese erst jetzt gefunden habe, aber immerhin, manches dauert eben sehr lange.

Herzliche Grüße aus Thüringen, von Christine Stauch, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Meistens fange ich die Connection von hinten an, bei den Leserbriefen, zu groß ist die Spannung, zu groß die Erregung … wie mit 17, bei meinem ersten Rendezvous ...«
Franz Simon, A-5081 Anif (bei Salzburg)

»Was für ein Geschoss!«

(zu Connection allgemein und speziell den letzten beiden Ausgaben)

Hi, Sugata, von Zeit zu Zeit kriege ich Lust, nach dem Lesen der neuen connection dir zu schreiben, was für eine geile, bemerkenswerte Zeitschrift sie ist, inmitten der Medienlandschaft so vieler anderer Blätter, von denen ich Lust hätte, einige davon eher als carton de blamage zu bezeichnen! Wäre die Connection eine Frau, würde man hier in Österreich sagen: »Was für ein Geschoss!« Und ich schreibe dir auch aus dem Grund, damit du weißt, wer es ist, der hier in Salzburg immer die Connection kauft: Ich bin es! Obwohl ich weiß, dass in der Eso- und Satsangszene eine so persönliche Aussage höchst 'spirituell inkorrekt' ist.

Die happinez habe ich, nebenbei erwähnt, hier am Bahnhof noch nicht gesichtet. Trotz des runden Titelblattes.

Nach (wieder mal) sechs Monaten in Indien, davon die meiste Zeit in Dharamsala, lebe ich jetzt wieder in Österreich – Salzburg ist ja, für einen, der über 20 Jahre in München gelebt hat, mit Verlaub gesagt eine spirituelle Wüste. Die rufen hier ja »Jedermann« von der Burg – die wissen noch nicht einmal, dass es kein Ich gibt! Die einzigen spirituellen Highlights hier sind Mozartkugeln, Jodeln und Jagatee.

Deshalb greife ich immer gierig nach der neuesten connection – zum Hammerpreis von 9 Euro! Mal ganz ehrlich, Sugata, nie würde ich für eine Zeitschrift 9 Euro ausgeben, wenn's nicht die connection wär! Die connection ist für mich die Beste, mother's finest. Ich nehme sie sogar öfters mit nach Auroville, wo ein paar versprengte Sannyasins vor sich hingammeln.

Angeblich soll es ja in der spirituellen Szene keine Konkurrenz geben. Das hat sich offenbar noch nicht bis zum Bauer Verlag herumgesprochen. Diese spirituelle Heuchelei, eigentlich ist es ja ein unglaublicher Kleinmut, dem man auch sonst öfters in der Szene begegnet – für mich ist genau das der Unterschied zwischen Esoterik und Spiritualität! Und damit hab ich auch schon genug Werbung gemacht für den Kleingeist-Verlag.

Ich habe das Mut-Heft (9-10/2012) mit besagtem Kreis auf dem Umschlag mit eurem Heft 11-12/2012 verglichen, wo kein Kreis auf dem Umschlag ist: Ohne Kreis gefällt es mir besser.

Aaaaaaalso Leute, aufgepasst, beim Rauchen nicht mehr gedankenverloren Kringel in die Luft blasen, so wie Lucky Luke! Es könnte Konsequenzen haben!

Nun zu den Inhalten von connection. Die sind vom Feinsten. Spannend. Sie interessieren und betreffen mich. Dauerthema Madhukar: Ich habe Madhukar in Goa erlebt. Nach nicht mal einer halben Stunde traute sich keiner mehr was zu fragen, weil er so über einen drüberfuhr. Das war nicht »Stille, die spricht«, sondern eher Angst. Seit Urzeiten haben die Menschen so viele Fragen, und wenn sie dann einem Meister gegenüber sitzen, traut sich keiner mehr die Klappe aufzumachen?! Bravo. Ein kosmischer Witz, und nicht mal zum Lachen. Da sind mir Menschen, die nicht zu stark erleuchtet sind und jene, die nicht zu sehr neurotisch sind, lieber.

»Die dunkle Wahrheit der Seele«, von Veeta Wittemann, spannend! Ich bin auf vieles gestoßen, was trotz all der Seminare und Therapiegruppen, die ich über die Jahre gemacht habe, versteckt blieb. »Sie (die geheimen Kräfte) zeigen uns auch, dass sogar spirituelle Erleuchtung die tieferen Haltungen nicht verändert.« Was für eine Erkenntnis! Ich hab mir das Buch (»Die geheimen Bewohner der Seele«) gleich bestellt. Das neue Buch des mittlerweise 80-jährigen Ram Dass: Be love now. Herzlich und einfach gut. »Sie sind zu krank, um zu therapieren«, soll der Rektor der Harvard Universität 1963 zu ihm gesagt haben. Ja, so sind sie, die »Normalen«. Aber die Welt kaputt machen, dazu reicht's allemal.

Und natürlich Stanislav Grof, von Maxim Kormann! Atmen ist ja immer noch in, trotz der zunehmenden »Esoterik light« (Auch das Jahr 2012 muss sich langsam sputen, sonst wird's wieder nix mit dem Umbruch!). »Die Leere aushalten«, von Katharina Ceming – super! Genauso wie »Theresia«, von Gabriele Palm und viele weitere Highlights, die ich hier gar nicht alle aufzählen kann.

»Jede Angst auflösen – schnell, sicher und für immer«, das Interview von Sugata mit Dr. Peter Reiter, dem ich das, ehrlich gesagt, nicht abnehme. Ich bin schon zu lange auf dem Weg, habe schon zu viele »Instant Healings« auftauchen und wieder verschwinden sehen (»Cutting Ties«, »Realighting«, etc.). Für mich gibt's keine Abkürzung durch's Leben. Und ich verschlinge alle Leserbriefe! Meistens fange ich die Connection sogar von hinten an, bei den Leserbriefen, zu groß ist die Spannung, zu groß die Erregung, um so lange zu warten, bis ich durch's Heft durch bin … wie mit 17, bei meinem ersten Rendezvous …

Lieber Sugata (oder Wolf?) – ohne connection wäre die Welt ärmer.

Franz Simon, A-5081 Anif, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Heft
bestellen

Aus dem Heft connection spirit 11/12-12

   
© Connection AG 2015