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Weibliche Spiritualität

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Weibliche Spiritualität
Foto: pixelio.de Fritz Zühlke

Sind Frauen bessere Menschen?

Frauen können genauso rücksichtslos und hinterhältig sein wie Männer findet unsere schwangere Ex-Redakteurin Christine Höfig. Frauen haben auch nicht mehr Gefühle als Männer, sie lassen sie nur ungenierter heraus. ...

Sehr gut gelungen finde ich das neue Connection-Heft »Weibliche Spiritualität«. Noch vor circa ein, zwei Jahren hatte ich eine Phase, da hatte ich genug von Spiri-Themen. Vermutlich hatten mich einige der einseitigen Spiri-Unweisheiten zu sehr genervt. Sprüche vom Typ wie: Hör auf dein Gefühl! Gefühle sind wahrhaftiger als der Verstand! Wie oft kommt es vor, dass man, von heftigen Gefühlen getrieben, eigentlich einen Film schiebt? Eine Situation erinnert einen unbewusst an etwas, das man früher erlebt hat, die davon ausgelösten Gefühle sind dann nicht wirklich »angemessen« zur aktuellen Situation. Es ist eher ein Flashback, der einen dann heftig reagieren lässt. Wenn ein Mehr an Gefühl für ein Mehr an Weisheit stehen soll, müssen wir wohl die Welt von schwangeren Frauen und Teenagern regieren lassen. Klar, die Gefühlsausbrüche werden von Hormonschwankungen ausgelöst, sie sind deshalb nicht »wahrhaftig«. Aber wann sind Gefühle wahrhaftig? Vielleicht passt es besser, zu sagen »Hör auf deinen Instinkt« oder »Hör auf deine Intuition«. Und wie unterscheidet man Intuition von einem flüchtigen Gefühl? Indem man auf seine Intuition hört?

A propos schwangere Frauen: Seit ich selbst ein Kind erwarte und die Hormonschwankungen live erlebe, denke ich, es war nicht nur Bosheit und Arroganz, was die Männer in den vergangenen Jahrhunderten glauben ließ, Frauen wären weniger vernünftig und unlogischer. Bei zehn bis 15 Schwangerschaften pro Frauenleben waren die Frauen damals einfach mehr oder weniger immerzu schwanger, und deshalb immerzu Schwankungen unterlegen. Kein Wunder, dass man(n) Frauen für unlogischer und emotionaler hielt.

»Frauen sind nicht etwa die besseren Menschen, sie hatten bisher nur nicht so viel Gelegenheit, sich die Hände schmutzig zu machen.« Alice Schwarzer

Frauen, die ihren Ex fertig machen

Sind Frauen bessere Menschen? »Frauen sind nicht etwa die besseren Menschen, sie hatten bisher nur nicht so viel Gelegenheit, sich die Hände schmutzig zu machen.« Dieses Zitat stammt von der Frauenrechtlerin Alice Schwarzer. Ich bin zwar nicht unbedingt ein Fan von ihr, aber manches, was sie sagt, stimmt schon. In meinem Bekanntenkreis kenne ich viele geschiedene Paare. Leider sind es oft gerade die Frauen, die alles versuchen, um ihre Ex-Männer fertig zu machen. Oft setzen sie dabei sogar ihre Kinder als Waffe ein, mit der sie den Mann bestrafen können. Das Wohl des Kindes bleibt dabei auf der Strecke. Vielleicht geschieht dies als Enttäuschung, weil der vermeintliche Traumprinz sich im Alltag als fehlerhaft erwiesen hat? Jedenfalls können Frauen genauso rücksichtslos und hinterhältig sein wie Männer.

Fühlen Frauen tatsächlich mehr und intensiver als Männer, oder haben wir nur gelernt, unsere Gefühle ungenierter zuzulassen? Bei den Gender-Studies gibt es eine Theorie, dass alle als »typisch männlich« und »typisch weiblich« geltenden Eigenschaften lediglich soziale Konstrukte sind, von der Gesellschaft festgelegte Kategorien, die nichts mit natürlichen und angeborenen Eigenschaften zu tun haben.

Ist die Emanzipation zu weit gegangen?

Im Spiri Bereich hingegen sind viele der Meinung, dass die Emanzipation zu weit geht und Frauen dabei ihre Weiblichkeit und Männer ihre Männlichkeit verlieren. Dass wir quasi »gegen die Natur« verstoßen, wenn wir uns nicht als »typisch Frau« und »typisch Mann« verhalten. Da haben wir den Salat. Wir haben heute mehr Freiheiten und Wahlmöglichkeiten. Auch die Männer: Früher wäre es undenkbar gewesen, als Mann einen Beruf wie Krankenpfleger zu ergreifen, heute ist es das normalste der Welt. Dennoch grassiert eine große Unsicherheit: Wann ist ein Mann ein Mann? Welches Verhalten erwartet die Frau? Und wie soll ich mich als Frau verhalten? Karriere machen im Hosenanzug oder doch lieber zurück an Heim und Herd? Die Verwirrung und Unsicherheit ist größer als je zuvor.

Trotzdem haben es momentan die Frauen fast leichter als die Männer. Noch verdienen Männer mehr im Berufsleben, doch im sozialen Bereich haben Mädchen es heute einfacher als Jungen. Spielt ein Mädchen gerne mit Puppen und mag es die Farbe Rosa, gilt das als normal und süß. Klettert sie auf Bäume und spielt lieber mit Spielzeugautos, dann ist sie halt burschikos, wie eher anerkennend bemerkt wird. Spielt ein Junge mit Puppen und erklärt Rosa zu seiner Lieblingsfarbe, wird er von den Erwachsenen eher schräg angesehen. Das ist doch irgendwie ungerecht den Jungen gegenüber, oder?

Intolerante Spiris

Roland Rottenfußers Artikel über die linke Szene in diesem Heft war ebenfalls interessant. Subkulturen wollen gerne toleranter und besser sein als der Mainstream, doch leider zeichnen sich gerade sie oft durch große Intoleranz gegen alles aus, was nicht in ihre engen Schubladen passt. Als Wanderer zwischen den Szenen Spiris, Hexen/Heiden, Gothics, Ökos und Mittelalter muss ich sagen, in all den Jahren habe ich festgestellt, dass diejenigen, die am ehesten noch das Ideal der Toleranz leben, die Gothics sind. Nein, bei Weitem sind es nicht die Spiris.

Sehr gerne lese ich die Texte von Johannes Galli in der Connection. Vor seiner Erkrankung hab ich ihn in einem Workshop erlebt und konnte die Begeisterung der anderen Teilnehmer nicht teilen. Nichts von dem, was er mir damals gesagt hatte, hatte irgendetwas mit mir und meinem Problem zu tun. Es kann eben auch ein Galli mal meilenweit daneben schießen, deswegen muss nicht alles, was er von sich gibt, verkehrt sein. Seine Texte in den letzten Connection-Heften waren jedenfalls gut, sehr treffend und teilweise augenöffnend. Kompliment.

Schade, dass es die Juxanzeigen nicht mehr gibt. Leider hat die ja immer wieder der eine oder andere Leser sie für bare Münze genommen und das Heft dann wieder weggelegt.

Christine Höfig

Christine Höfig, Jg. 77, war jahrelang redaktionelle Leiterin der connection Schamanismus Hefte. Sie arbeitet außerdem als freie Journalistin und Redakteurin für verschiedene Zeitschriften in den Bereichen Spiritualität, Esoterik und Mittelalter. Webseite: www.christine-hoefig.de

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Zum Heft Spirit 5/6-2015 Weibliche Spiritualität

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