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Zum Wesen von Aufmerksamkeit und Achtsamkeit

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Zum Wesen von Aufmerksamkeit und Achtsamkeit
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Hintersinniges und Übersinnliches

»Man sollte meinen, wir wüssten, was Aufmerksamkeit ist,« sagt der Arzt, Psychologe und Philosoph Ingo-Wolf Kittel aus Augsburg – wenn wir uns ihrer nur mehr gewahr wären! Sie ist blitzschnell, flitzt mal hier, mal dort hin, ist mal auf das gerichtet, worauf wir unsere Sinne richten, mal auf das, was wir in unserem Inneren wahrnehmen. Sie ist die schnellste Aktivität, die wir aus eigener Erfahrung kennen. Wenn wir sie konstant auf etwas zu richten verstünden, könnten wir Beeindruckendes erleben: bei Einschränkung auf ein einzelnes Objekt höchste Konzentration, bei Ausweitung »auf alles« den sagenhaften Gleichmut und die ungeheure Weite der Achtsamkeits-Meditation.

Nachts im Wald lässt uns jedes Geräusch hochfahren, jedes Knacken zusammenzucken; dann schrecken wir hoch und lauschen hellwach in die Dunkelheit. Alarmiert geben wir acht, hüten uns vor Gefahren, behüten und beschützen wir, um zu bewahren, was uns wichtig ist: unser Leben, unsere Lieben, unser Eigentum – mit gespannter Aufmerksamkeit und höchster Achtsamkeit.

Aufmerksamkeit kann geweckt und erregt werden. Man kann um sie bitten oder sie auf sich ziehen, sie richten, lenken, wenden oder fesseln, jemandem erweisen, schenken, zollen oder widmen. Man kann sie finden; man kann sie verdienen oder in Anspruch nehmen, sie steigern, ja verdoppeln oder in ihr nachlassen und sie aufgeben. Sie kann voll und ungeteilt, sogar rege sein, aber auch nachlassen und erlahmen. Es kann an ihr mangeln oder fehlen. Man kann ihr entgehen, mit ihr aber auch alles machen, was man zu tun imstande ist, sogar etwas verfolgen. Und mit ihr selbst kann man auch etliches anstellen, sie zum Beispiel konzentrieren.

Aufmerksamkeit ist immer dabei, wenn wir etwas absichtlich und gezielt beachten oder beobachten, jemandem bewusst zuhören oder zusehen, auf etwas hinsehen und es betrachten, hinhören oder jemandem lauschen. Wir gehen ständig mit ihr um, und das in aller Selbstverständlichkeit. Man sollte meinen, wir wüssten, was Aufmerksamkeit ist.

Ihre deutsche Bezeichnung verrät dies nämlich nicht. Sie verweist vielmehr auf ihre Folgen: Wenn wir aufpassen, merken wir uns mehr, und das zudem besser. Wir wissen meist aber auch, wie viel Ungeschick aus Unachtsamkeit passiert, wie sehr unser Zusammenleben unter Achtlosigkeit leiden kann, und lernen mit der Zeit, wie wenig Aufmerksamkeit für Routinehandlungen erforderlich ist, wie viel dagegen, um sich in neuer Umgebung zurechtzufinden.

Wir lernen Aufmerksamkeit zunächst immer zusammen mit sinnlicher Wahrnehmung kennen: als das, was man aufbringen muss oder aufgeben kann, was man zu- oder abwenden, auf etwas einschränken und beschränken oder zuspitzen, frei flottieren lassen oder in ungerichteter gleichschwebender Wahrnehmungsbereitschaft auch weit offen halten kann – und dann oft Gewahrsamkeit nennt.

Zum Wesen von Aufmerksamkeit und Achtsamkeit
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Wahrnehmung

Dass Aufmerksamkeit mit Wahrnehmung nicht identisch ist, kann ein aufmerksamer Beobachter bei genauem Wahrnehmen feststellen. Das wird ihm besonders dann auffallen, wenn er ungewöhnlich aufmerksam und dabei auch noch ausnehmend genau ist, am ehesten dann, wenn er drauf gekommen ist, sich auch selbst bei allem, was er tut, aufmerksam zu beachten und präzise zu beobachten.

Denn bei sorgfältiger Selbstbeobachtung kann jeder bemerken, dass er seine Aufmerksamkeit willkürlich auch zwischen den verschiedenen Sinnesbereichen hin- und herschieben kann, sie also ausschließlich aufs Hören oder allein aufs Sehen, aufs Fühlen auch oder Riechen und Schmecken zu richten vermag und zudem zwischen allen Bereichen wechseln kann. Bei noch genauerem Verfolgen eigenen Tuns kann man sogar noch mehr feststellen. Wer geübt ist, mit Erinnerungen umzugehen und zu denken gelernt hat, wird es wissen, aber auch, wer zu fantasieren liebt, kann es einsehen: dass man seine Aufmerksamkeit von jeder sinnlichen Wahrnehmung sogar komplett zurückziehen und dem zuwenden kann, was man erinnernd, denkend oder fantasierend sich »im Kopf« so alles vorstellt.

Sogar ein Gespür oder Empfinden kann man dafür entwickeln, was Aufmerksamkeit ist. Man kann sich nämlich auch darin üben, sich achtsam auf das Fühlen einzelner Bereiche seines Körpers zu konzentrieren. Man verschiebt dazu den Fokus seiner Aufmerksamkeit von einer Körperpartie zur nächsten und kann so nach und nach behutsam seinen gesamten Körper durchwandern, was nebenbei das allgemeine Körperempfinden intensiviert und noch andere sehr nützliche Effekte hat.

Aufmerksamkeit ist aus der Perspektive der Eigenwahrnehmung ein inneres Tun, genauer: eine Tätigkeit in Form einer Zuwendung oder Ausrichtung. Sie besteht in einer gezielten Hinwendung auf etwas, einer Aktivität, die wir bei anderen besonders leicht am Spiel der Augenbewegungen beobachten können, mit denen wir körperlich am leichtesten und am schnellsten der inneren Veränderung unserer Aufmerksamkeitsausrichtung zu folgen imstande sind.

Eigenaktivität

Neurowissenschaftler würden wahrscheinlich sagen, Aufmerksamkeit sei eine Hirnleistung. Aufmerken und aufpassen tun wir jedoch wie atmen und vieles andere. Genau besehen handelt es sich bei der Aufmerksamkeit in exakt demselben Sinn um eine persönliche Eigenleistung wie bei jeder anderen Aktivität, zu der wir imstande sind, nur dass wir sie mit unserem Gehirn vollbringen – und mehr als unser Hirn dazu auch nicht benötigen.

In Anbetracht dessen, dass wir unser Gehirn zuoberst »im Kopf« tragen, ist es auch möglich, Aufmerksamkeitsleistungen als »innere« Leistungen zu bezeichnen; denn »innerlich« ist eigentlich alles, was von unserer Haut umgeben ist, unter der oder innerhalb derer sich alles befindet, was uns ausmacht.

Zu unserer Geistesgeschichte gehört, Aufmerken und Aufpassen ein »geistiges« Tun zu nennen. Ebenso wie Wahrnehmen, Erinnern und Denken. Diese traditionelle Ausdrucksweise lässt allerdings nicht erkennen, dass »geistig« ursprünglich etwas völlig anderes, nämlich eine emotionale Reaktion bezeichnete; denn etymologisch geht dieser Begriff auf ein Wort zurück, das »erregt« und »ergriffen sein«, »schaudern« und »erschaudern « bedeutete (s. hierzu Duden-Herkunftswörterbuch und Julian Jaynes »Der Ursprung des Bewusstseins«, Rowohlt-Verlag 1988/1993).

Allerdings sollte klar sein, dass auch bei ihrer Klassifizierung als »geistig« die Aufmerksamkeit keine Leistung eines Geistes ist, sondern eine eigene Aktivität ist und bleibt, eine Eigenleistung von uns selbst. Es ist freilich möglich, sie noch anders zu charakterisieren, wenn man unsere Anatomie berücksichtigt.

Über-Sinnliches

Wie erwähnt ist Aufmerksamkeit eine Leistung, die nicht an unsere Sinnesorgane gekoppelt ist, vor allem nicht an die, mit denen wir Eigenheiten und Veränderungen unserer Umwelt registrieren. Wir vollbringen Aufmerksamkeitsleistungen vielmehr mit einem Organ, wörtlich einem »Werkzeug«, dem Gehirn, das »hinter« den Sinnen liegt und bei jedem aufrechten Menschen gleichzeitig »über« ihnen, sogar über unserem wichtigsten Fernsinn, dem Sehen.

Aufmerken ist daher wie das Erinnern und Denken in der Worte wörtlicher Bedeutung eine »hintersinnige« wie gleichzeitig auch eine »übersinnliche« Tätigkeit. Nur eines sind unsere »geistigen« Fähigkeiten offensichtlich nicht: Sie sind auf keinen Fall »übernatürlich«. Gerade diese, unsere geistigen Fähigkeiten gehören sogar in besonderer Weise zu unserer Natur als Menschen, zu unserem Wesen. Das will sagen: Sie sind für uns wesentlich und von ganz besonderer Wichtigkeit. In wissenschaftlich immer noch nicht ausreichend geklärter Hinsicht sind unsere geistigen Fähigkeiten zum Teil sogar einzigartig für uns als Menschen; befähigen sie uns doch zu Leistungen, zu denen andere Säugetiere gar nicht oder nicht in diesem Ausmaß imstande sind.

Geistesschulung

So »bilden« wir etwa heute alle unseren Geist, und das schon lange nicht mehr einseitig oder ausschließlich in einer Weise, die unsere geistige Tradition nahe legt, in der die Schulung des Denkens, des Spekulierens und Deduzierens weit über zweitausend Jahre im Vordergrund stand.»Den Geist zur Ruhe kommen lassen« versprechen heute verschiedenste Entspannungstechniken, die oft jedoch eher zum Dösen, wenn nicht zum Schlafen anregen, wie das bekannte Autogene Training, jedenfalls in der Form, in der es meist vermittelt wird. Andere »Mental-Techniken« arbeiten mit unterschiedlichsten Formen von Imaginationen oder Suggestionen und werden bis hin zur Hypnose meist zur gezielten Selbstbeeinflussung, um nicht zu sagen zur Selbstmanipulation oder zur Selbsterforschung eingesetzt.

Weniger bekannt ist, dass es auch möglich ist, allein mit den verschiedenen Formen der Aufmerksamkeit zu arbeiten. Hier »hintergeht « man bewusst jede Wahrnehmung und alles Denken, geht zurück auf die grundlegende Fähigkeit des Geistes, wie der Raum alles in sich aufzunehmen, genauer: mit allem mitzureagieren, was sich innerlich und äußerlich – in der Umwelt wie auch in der eigenen Vorstellungswelt – so abspielt, was da auftaucht und auch wieder vergeht, in unablässiger Folge und unendlichen Variationen.

Auf dieser Ebene basaler Bewusstheit lässt sich nämlich zweierlei üben: einerseits Konzentration und andererseits jene Form von Aufmerksamkeit, die in der buddhistischen Tradition mit Achtsamkeit gemeint ist. Henepola Gunaratana hat dem Unterschied von beidem in seinem wundervoll behutsamen und psychologisch feinen Anleitungsbuch »Die Praxis der Achtsamkeit« ein eigenes Kapitel gewidmet.

Konzentration und Ausweitung von Aufmerksamkeit

Ausreichende Konzentration zu entwickeln ist nötig, um stetig und »gleichmütig« (in sich gleich bleibendem Gemüte, in konstant gleicher Stimmung also) eine Sache oder einen Vorgang voll und ganz erfassen zu können – das heißt, in allen Einzelheiten sowie in deren Beziehung zueinander. Konzentriertes, konstantes Beobachten und Erfassen eigens zu üben ist nötig, weil Aufmerksamkeit im Naturzustand die offenbar schnellste willkürliche Aktivität ist, zu der wir fähig sind, weswegen wir sie auch als Eigenaktivität empfinden, ebenso wie das Atmen. Sie muss so schnell und wechselhaft sein, damit wir jederzeit,»notfalls« von einem Augenblick auf den nächsten, blitzschnell auf Gefahren in der Umwelt reagieren können. Dazu dient uns auch ein ständiges, von Natur aus »automatisches« oder besser gesagt reflexhaftes Verfolgen aller, selbst der geringfügigsten Veränderungen in unserer Wahrnehmung und zwar dadurch, dass unsere Aufmerksamkeit ihnen von selbst folgt oder dorthin springt, rutscht oder wandert oder wie immer das gesagt werden kann, wenn wir nicht selbst bestimmen, worauf wir sie richten wollen.

Selbstbestimmt-konstante Ausrichtung der Aufmerksamkeit bei freiwilligen Konzentrationsübungen kann ebenfalls zu einer »Ruhe des Geistes« führen. Sie ist das Gegenteil von entspannter Lässig- oder Dösigkeit. Konzentrative Geistesruhe nämlich ist gekennzeichnet von durchdringender Wachheit, geistiger Frische und funkelnder Klarheit. Vor allem kommt hier selbst das Denken zur Ruhe!

Konzentration unterliegt nur einer wesentlichen Einschränkung: Sie besteht in einer Auswahl. Denn gerade von konzentrierter Aufmerksamkeit reden wir gewöhnlich dann, wenn wir aufmerksam auf einen meist noch beschränkteren Bereich als gewöhnlich achten und diesen konstant im »Zentrum« unserer Wahrnehmung halten. Bei hoher und höchster Konzentration geht dies mit einer verringerten oder sogar aufgehobenen Beachtung von allem einher, was außerhalb davon liegt. Zudem bedarf es zur Aufrechterhaltung konstanter und besonders hoher Konzentration einer Willensanstrengung sowie eines beständigen Kraftaufwandes, die quecksilberartig bewegliche Achtsamkeit wider ihre Natur ständig in die gewollte Richtung zu »zwingen«, oder sie beim Weggleiten von dem Zentrum, auf das sie gerichtet wurde, wieder dorthin zurückzuholen oder zurückzuführen, um sie erneut auf genau die Weise auszurichten, zu der man sich entschlossen hat.

Einspitzigkeit

Die große Entdeckung des Buddha scheint es gewesen zu sein, dass mit Aufmerksamkeit jedoch noch auf ganz andere Weise geübt werden kann, oder dass diese andere Art der Geistesschulung von ganz besonderer Effektivität ist, oder beides.

Bekannt ist, dass man auch das Ausmaß, den Umfang seiner Konzentration selbst bestimmen, diesen hochgradig einengen und zuspitzen kann auf die Wahrnehmung eines winzigen Teils oder Details seiner Wahrnehmung; Buddhisten reden hierbei traditionell von »Einspitzigkeit«. Man kann aber, und das schon ohne alle Übung, seine Aufmerksamkeit auch einem etwas größeren Teil seiner Gesamtwahrnehmung widmen, ja sogar einem ganzen Sinnesbereich wie etwa dem Hören in Form eines ungerichteten Lauschens auf alle Geräusche, die ans Ohr dringen. Gleiches lässt sich beim Sehen mit dem »weichen Blick« üben.

Weit wie der Himmel

»Entspannt« man seine Konzentration weiter, löst man sie auf diese Weise immer mehr und schließlich von allen Objekten, so kann man – und zwar ohne jede Anstrengung! – eine derart umfassende Weite der Aufmerksamkeit erreichen, dass Matthieu Ricard sie jüngst in seinem »Dialog« mit dem Hirnforscher Wolf Singer (»Hirnforschung und Meditation«, Suhrkamp-Verlag 2008) mit der Weite des Himmels verglich. In dieser allumfassenden Aufmerksamkeit oder Achtsamkeit (im Englischen neuerdings als mindfulness bezeichnet) kann alles sein, was ist: nichts wird hier hervor- oder herausgehoben, nichts hintan gestellt, nichts bevorzugt oder zurückgestellt oder übersehen; alles gilt hier gleich viel und wird in diesem Sinn »gleich gültig«.

Allein in dieser weit offenen Achtsamkeitshaltung ist man vollständig und vorbehaltlos aufnahmebereit und aufnahmefähig für alles in der momentanen Situation Wahrnehmbare. Mit Fug und Recht könnte man hier sogar von »situativer Allwissenheit« sprechen. Außerdem stellt sich nur hier eine vollkommen gelöste, freie, selbst-gewählte und selbst hergestellte bindungslose Verbundenheit mit allem ein, was ist.

Viele Menschen kennen einen derartigen Zustand anstrengungsloser Weitung, meist aber wohl nur von jenen seltenen und seltsam glücklichen Momenten, in denen sie spontan in ausgelassener Freude »die ganze Welt umarmen könnten« oder am Strand stehend den Sog des endlos weiten Meeres spüren, sich am Fuß hoch aufragender Gebirgsketten von ihrer Erhabenheit selbst empor gehoben fühlen, wenn sie sich unter freiem Himmel und besonders auf Berggipfeln eigenartig leicht und frei empfinden oder in die Unendlichkeit des nächtlichen Sternenhimmels am liebsten eintauchen und sich in ihm verlieren würden.

Angesichts dessen, was durch Achtsamkeit erreicht werden kann, scheint selbst Chögyam Trungpas großartiger Ausdruck von einer Panorama-Bewusstheit für das Gemeinte noch zu eng zu sein und nur die Voraussetzung zu bezeichnen für all das, was uns dann alles möglich ist.

Ingo-Wolf Kittel

Links

Titelseite connection spirit 07/08

Aus dem Heft connection spirit Juli 2008

Empfohlene weiterführende Webseiten und Bücher:

  • Wikipedia: Achtsamkeit
  • Artikel bei Gehirn und Geist
  • Charles Tart: Hellwach und bewußt leben. Wege zur Entfaltung des menschlichen Potentials – die Anleitung zum bewußten Sein, Scherz 1988, seit 1995 im Arbor Verlag
  • Colin McGinn: Das geistige Auge – Von der Macht der Vorstellungskraft, Primus 2007
  • Henepola Gunaratana: Die Praxis der Achtsamkeit, Kristkeitz Verlag 1996

Ingo-Wolf Kittel, Gründer des Philosophischen Cafés Augsburg-Schwaben und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin mit philosophischer und psychotherapeutischer Praxis in Augsburg. Besondere Interessengebiete: Wissens- und Geistesbildung, einschließlich Wissenschaftstheorie, Buddhismus, Meditation, MBSR. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


   
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