Archiv connection.de bis 2015

Besuche das aktuelle connection-Blog

Abonniere den Newsletter:

Scheitern gehört zur Fülle

Details

»Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert«, heißt ein Sprichwort. Fürs Neue Jahr nehmen sich manche Menschen viel vor. Gute Vorsätze. Was können wir tun, um sie umzusetzen? So dass sie nicht zu Pflastersteinen auf dem Weg zur Hölle werden.

Jeden Tag das tun, was du dir vorgenommen hast. Ein wenig jeden Tag, nicht zu viel. Aber Faulheit, Nachlässigkeit und Disziplinlosigkeit stören die gute Absicht. Oder wir sind müde, lustlos, depressiv. Dann gelingt gar nichts.

Ein beliebter Vorsatz ist der, sich selbst in Zukunft Wert zugeben, den so genannten Selbstwert. Das Problem ist die Zukunft. Denn es geht immer nur jetzt. Es gibt manch aggressive Werber für den Selbstwert. Sie fordern ihn vehement bei sich selbst oder bei ihren Klienten ein. Du kannst aber einem Depressiven nicht zubrüllen: »Sei dir selber was wert!« Denn auch eine Depression hat ihren Wert und Sinn und möchte verstanden werden.

Auch das Scheitern gehört zu einem erfüllten Leben. Erst dann, wenn ich auch scheitern kann, erst wenn ich auch verlieren kann, beginne ich frei zu werden. Nichts muss gelingen. Dieses verbissene Festhalten am Erfolg, diese verkrampfte Streben nach Gewinn!! Obwohl wir natürlich oft in banger Sorge sind, ob uns ein (großes, wichtiges) Projekt gelingt. Auch das Bangen gehört dazu, ein erfüllter Mensch zu sein. Weinen und Lachen auch, mein Herz! Sie alle gehören zusammen und noch viel mehr gehört dazu, wenn wir aus der Fülle leben wollen, wenn wir sie tatsächlich empfinden als den tragenden Grund unserer Existenz. Es ist genug für mich da. Es ist sogar genug für alle da. »Oh, oh, welch Zynismus!« könntest du rufen, wenn du fühlst, wie viele Hungrige es gibt in dieser Welt; unfreiwillig hungernd sind sie, nicht freiwillig. Was bleibt mir da zu tun?

Liebe für andere und für die Welt wünschen.

Der beste Weg, das Wünschen zu praktizieren, ist noch immer der, sich Liebe für die Welt zu wünschen. Bestimmten Menschen etwas Konkretes zu wünschen, kann auch gefährlich sein. Ich weiß ja nicht, ob mein Wunsch sie wirklich glücklich macht, oder ob das kurzfristige Glück zum Wohle dieses Menschen ist. In Liebe jemanden im Herzen zu tragen, ist sicherlich die am wenigsten manipulative Art des Wünschens. Vorausgesetzt dieses Tragen ist kein Ballast für die Seele.

May all beings be happy!

Zurück zu: »Träumen ist wunderbar« (Tantra-Newsletter 01/10)

{jcomments on}
   
© Connection AG 2015