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Von der Kindlichkeit des Wünschens

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Oft schon hab ich mir den Kopf zerbrochen, wie das wohl geht mit dem Wünschen und mit der Erfüllung der Wünsche. Nutzlos habe ich Energie verschwendet mit diesem Denken und Grübeln, kann ich im Nachhinein sagen. Es brachte mich keinen Schritt weiter.

Bis mir kürzlich aufging, dass ich mich an eine andere Seelenenergie in mir wenden kann. Es ist das Kind in mir, das mir auf dem Weg des Wünschens helfen wird.

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Bild: pixelio/Ultram

Wie wünschen kleine Kinder?

Das Kind fühlt noch eine Einheit zwischen sich und der Welt. Wenn es etwas wünscht, ist es eins mit dem Zustand des Wünschens. Das Kind ist sozusagen der Wunsch. Es sieht die Wunschverwirklichung nicht getrennt vom Vorgang des Wünschens. Die Seligkeit des Wünschens ist bereits seine Verwirklichung. Es glaubt nicht an die Verwirklichung, sondern ist bereits im Zustand des Genießens, während es wünscht. Die Vorstellungen sind so stark, so real, dass sie wirklich sind. Schau mal in die glänzenden Augen eines Kindes, während es so träumt und wünscht! Da ist kein Verlangen, kein Fordern, da ist der Traum schon wirklich. Leider verlieren viele Kinder diese Fähigkeit zu schnell. Das liegt am Einfluss der Umgebung, sprich der Erwachsenenwelt, die das wahre Wünschen nicht mehr kennt. Ständig werden uns durch die Werbung, durch die Unterhaltungsindustrie neue Reize als erstrebenswert vorgesetzt, denen wir mehr oder weniger gierig hinterher hecheln. Wenn Kinder fordernd werden, sind sie bereits aus ihrem unschuldigen Zustand herausgefallen. Ein wahrer Wunsch ist keine Forderung. Er lässt frei. Deshalb konnte ich vor Jahren zu meinen eigenen Kindern, wenn ihnen die Wünsche davon zu galoppieren drohten, zur Vorweihnachtszeit ungefähr folgendermaßen sprechen: »Das Christkind wird schon wissen, was du dir in deinem Herzen wünscht und wird dir genau das bescheren. Natürlich wird es dir nicht jeden Wunsch erfüllen können. Aber die wichtigsten kennt es.« Und sie akzeptierten stets, wie dann tatsächlich vom Christkind entschieden wurde.

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Bild: pixelio/hofschlaeger

Nun kann man einwenden: Wir Erwachsenen sind doch keine Kinder mehr. Wir wissen sehr genau, was wir uns wünschen und brauchen nicht auf das Christkind vertrauen, dass es schon weiß, was uns gut tut. Natürlich wenden wir uns mit unseren Wünschen nicht mehr an das Christkind. An wen dann? Manche haben ihre Heiligen, an die sie sich wenden, andere an »den Kosmos«, andere wiederum glauben an »das Glück«.

Nur wenn wir fordern, tun wir gut daran, uns von einer solchen höheren Instanz korrigieren zu lassen. Wenn wir einfach wünschen, mit klarem Herzen, mit der Liebe unseres Wesens, zu uns selbst, erfüllt sich der Wunsch augenblicklich. Der Augenblick ist die Ewigkeit, in die wir dann tauchen. Es braucht allerdings meistens etwas Zeit, bis sich Gegenstände oder Umstände manifestieren, denn in der physischen Welt dauert alles etwas länger. Wie lange? Unter Umständen ist Geduld der Faktor, der die Manifestation beschleunigt. Klingt paradox, ist aber so.

Ein Beispiel? Der Anruf, der mir einen neuen Job beschert, kommt etwa einen Tag später an. Meine geliebte Frau begegnet mir erst bei meinem nächsten Besuch in dieser überwältigenden Attraktivität, wie ich sie während meines Wünschens schon gesehen habe.

Hier öffnest du die Babuschka und gelangst zu: »Wie sich Wünschen und Begehren verwandeln«
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