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Verlagsrundbrief 05/10

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connection Infobrief/Web-Zine 078, Mai 2010

Photo Wolf Schneider

Liebe Freunde von connection,

grad bin ich auf dem Rainbow-Festival in Baden-Baden. Viele liebe Leute trifft man hier – »eine Oase«, sagte heute jemand. Aber auch eine spirituelle Blase, denn so viele der Ideen, die hier, in diesen heiligen Hallen, Lufthoheit beanspruchen, halten einer genauen Überprüfung nicht stand. Und wollen das oft auch gar nicht. Tja, wer will schon überprüft werden …

Für Pfingstsonntag habe ich den ehrenvollen Auftrag, hier eine Podiumsdiskussion zum Thema »Paradoxie« zu halten. Wie paradox ist das spirituelle Leben – das Leben überhaupt? Jedenfalls ist Paradoxie in dieser Szene eine der beliebtesten Ausreden. Wenn ich einerseits die Wahrheit predige, andererseits Lüge, dann ist das doch ziemlich paradox, oder?

Heute kam einer zu mir an den Stand, starrte mich an mit stechenden Augen und fragte, ob ich den Mut hätte, mich ihm zu stellen, ohne auszuweichen. Was wäre, wenn Buddha und Osho nicht recht gehabt hätten? Er sei die Wahrheit! Er ließ nicht ab. Ich versuchte, die Situation zu entschärfen, indem ich Faxen machte und ihn imitierte. Das mochte er gar nicht. Mit dem Worten, ich würde mich ja nur über alles lustig machen, die Welt sei kein Spaß, lief er weg.

25 Jahre jung – das Fest

Vor drei Wochen hatten wir bei uns 25-jähriges Jubiläum. Ein großes, fröhliches Fest, auch das eine Oase. Und keine Blase, hoffe ich, auch wenn viele unserer Besucher danach wie in Trance weggingen, gut aufgetankt; aber wer weiß, wie der Montag danach aussieht für sie. Was mich betrifft, versuche ich durch eine humorvolle Haltung zu (auch) den spirituellen Posen, nichts zu sehr einrasten zu lassen. Mit Leichtigkeit auch Schweres zu ertragen. Spielerisch zu bleiben.

Dass ich diesen Verlag, mit all den Turbulenzen all diese Jahre aus- und durchgehalten habe, wie habe ich das nur geschafft? Manchmal verbissen, ich wollte mich nicht kleinkriegen lassen. Manchmal auch von Engeln getragen, von Helfern aller Art. Dass es jetzt weitergeht mit nicht mehr so großer finanzieller Not, das freut mich sehr.

Ein paar Fotos von dem Fest sind uns von Besuchern zugeschickt worden, und Markus Schipke hat gefilmt. Davon wollen wir einiges demnächst auf unsere Webseite stellen.

Naive versus reife Spiritualität

Schon eine Woche nach dem Fest hatten wir unsere zweite Aktionärsversammlung, eingebettet in ein »Kreativwochenende« mit Aktionären und Connection-Machern. Auf der Versammlung gab es nur einstimmige Beschlüsse – auch darüber, den erwirtschafteten Gewinn zu investieren, vor allem in PR und die neue, bereits bestellte Verlagssoftware. Auch mein Plan der weiteren Profilschärfung fand Zustimmung und sogar mehr Aufmerksamkeit alles andere. Ich las eine Liste von Kriterien vor, wie ich reife von naiver Spiritualität unterscheide. Die Liste war entstanden, weil ich das Angebot eines Interviewtextes von einer Autorin von uns abgelehnt hatte, schon nach dem Lesen nur eines Drittels davon und sie dann wissen wollte warum. Hier nur zwei Punkte daraus: »Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Licht« und »Es führt kein Weg zum Vater denn durch mich«, das habe ich, bei aller Wertschätzung für Jesus, als Beispiel für Fundamentalismus angeführt. Fundamentalismus ist die Überzeugung, nur der eigene Weg, die eigenen Methoden und Symbole seien die wahren, wichtigsten, höchsten oder allein gültigen. Ähnlich die Überzeugung der meisten Moslems, Gottes Sprache sei Arabisch, denn in der Sprache habe er über den Erzengel Gabriel Mohammed den Koran diktiert. In ähnlicher Weise gibt es Menschen die Sanskrit für die heilige Sprache halten. Generell ist die Idee von der Heiligen Schrift (einer einzigen) fundamentalistisch und insofern intolerant und naiv.

Die Beispiele habe ich aus den Religionen gewählt, aber auch die Esoterik ist voll davon. Wichtig dabei: »Naiv« heißt nicht »schlecht«. Es ist ein Stadium in der religiösen Entwicklung. Wer es jedoch für das Endstadium hält (»Mohammed ist der letzte aller Propheten«) – leider tun das die meisten, die sich darin befinden – lädt damit allerdings Konflikte ein.
Mehr zu diesem Thema demnächst in Texten von mir in connection Spirit und auf www.connection.de.

Autorenverzeichnis

Neulich habe ich schon erwähnt, dass wir in den 25 Jahren nicht nur sehr viel produziert haben – ungefähr 25.000 Seiten, nebeneinander gelegt ergeben sie eine Strecke von mehr als fünf Kilometern – sondern auch von sehr vielen und sehr verschiedenen Autoren bezogen: mehr als 1.200. Die Kurzinfos zu diesen hat Sandra Ewaller, die gerade bei uns Praktikum macht, in den vergangenen Wochen auf unsere Webseite gestellt (Autorenverzeichnis). Einige der Infos darin stimmen allerdings nicht mehr. Vielleicht kann der eine oder die andere von euch uns helfen, diese Liste zu aktualisieren und eine Webseite nennen, die uns fehlt oder ein Foto, am liebsten natürlich die Autoren selbst.

Demnächst wollen wir auch eine Liste der Alumni erstellen: derer, die bei Connection mal gearbeitet haben oder hier ein Praktikum oder eine längere Ausbildung gemacht haben. Mit ihrer aktuellen Tätigkeit und ihre Geschichte.

Mit herzlichem Gruß

Wolf Schneider, Hrsg. von connection

Webtagebuch: www.schreibkunst.com
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Veranstaltungshinweis

4. Internationaler Bleep-Kongress
Der Kongress zu dem Film »What the Bleep do we (k)now!?«

Am 12. und 13. Juni findet der Internationale BleepKongress statt im Congress Centrum Hamburg. Zum Schwerpunkt hat er sich das Thema »Heilung auf Quantenebene« gesetzt. Neben William Arntz, Regisseur, Drehbuchautor, Produzent und »Motor« des Bleep-Films, wird auch Dr. Joe Dispenza sprechen, einer der Hauptprotagonisten. Der Mediziner und Psychotherapeut Dr. Ruediger Dahlke spricht zum Themenbereich Psychosomatische Medizin und Gesundheitsbewegung. Über neue Wege des Heilens berichten Dr. Eric Pearl, Dr. Frank Kinslow und Dr. Richard Bartlett. Lynne McTaggart setzt die Reihe der Referenten fort wie auch Dieter Broers, Autor von »(R)Evolution 2012«. Udo Grube von Horizonfilm wird als Moderator durch den Kongress führen.

www.bleepkongress.de

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