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Michael Habecker, Sonja Student: Wissen, Weisheit, Wirklichkeit

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Sonja Student, Michael Habecker
Sonja Student, Michael Habecker

Wilber auf europäisch

Michael Habecker und Sonja Student waren Co-Organisatoren der Tagung »Aufklärung und Erleuchtung – Wissen und Weisheit für eine nachhaltige Welt«, über die in Connection Spirit vom September 2010 berichtet hatte. Nun schrieben sie ein Buch mit ähnlichen Inhalten, basierend auf den Überlegungen von Ken Wilber.

Dieser verfasste 2009 das Buch »Integrale Vision« zu den Themen »integrale Spiritualität« und »integrale Landkarte.« Da im erstgenannten Werk laut Buchdeckel eine »aufgeklärte Spiritualität« und eine »umfassende Landkarte menschlicher Fähigkeiten« ebenfalls Hauptaspekte darstellen, ist es nicht überraschend, dass es in beiden absolut lesenswerten Büchern etliche Überschneidungspunkte gibt. Sie unterscheiden sich zunächst durch kulturell verschieden geprägte Denktraditionen, die amerikanische bzw. die europäische. Darüber hinaus ist das Buch von Habecker/Student sachlich klar, gut strukturiert und mit nachvollziehbaren Beispielen versehen. Selbst nicht so geläufige Begriffe wie »Hermeneutik« oder »Autopoesie« werden verständlich dargestellt. Das Wilberbuch hingegen besticht auf den ersten Blick mit seinen schrillen Farbbildern, und das mag man oder eben nicht.

Inhaltlich wird zunächst die Zeit vor der Aufklärung mit ihren Dogmen und Mythen dargestellt. Anschließend die Periode der Aufklärung mit wissenschaftlichen, ergebnisoffenen Fragestellungen und experimentellen Methoden, vor allem zur Untersuchung der materiellen Objekte und der physikalischen Gesetzmäßigkeiten. Im Mittelpunkt stehen dabei die Fragen »Wer bin ich?«, »Wer bist du, und wer sind wir?«, »Was ist es?« sowie die Frage aller Fragen »Warum ist überhaupt irgendetwas und nicht einfach nur nichts?«. Die Wissenschaft hat es also mit dem subjektiv innerlichen (»Ich«), dem intersubjektiv innerlichen (»Wir«) und dem äußerlichen Bereich (»Es«) zu tun. In der Zeit der Post-Moderne, die den Geist der Aufklärung weiterführt, wird der Fokus vor allem auf den intersubjektiven Bereich gerichtet. Mit der Gefahr, diesen Bereich zu verabsolutieren.

Was bedeutet nun eine Integrale Aufklärung? Es geht darum, alles zu würdigen, was die Generationen unserer Vorfahren an Wissen und Weisheit zusammengetragen haben und es mit den neuesten Erkenntnissen zu ergänzen. Ken Wilber möchte mit Hilfe eines »integralen methodologischen Pluralismus« alle bekannten Erkenntnisdisziplinen der Menschheit in ihrem Gesamtzusammenhang darstellen. Dabei spielen sowohl die Größe als auch die Grenzen der Erkenntnisdisziplinen eine Rolle, sowie der Zusammenhang dieser untereinander. Er geht von vier Quadranten aus, die die innere, äußere, individuelle und kollektive Sichtweise unterscheiden. Diese findet man ja schon in der graphischen Aufteilung der astrologischen Horoskope, wo eine Achse die Ich- und Du-Bereiche (links/rechts), eine zweite die sichtbaren und unsichtbaren Bereiche (oben/unten) trennt. Aber Wilber geht weiter und differenziert zwischen Inhalt, Struktur, Selbstorganisation und Materie und betrachtet diese Bereiche jeweils innerlich und kollektiv. Auch die Wechselwirkungen dieser acht gleichzeitig existierenden Bereiche werden in seiner Übersicht mit berücksichtigt. Dass Entwicklung in Stufen vor sich geht und mehrere Entwicklungslinien unterschieden werden können, wird erläutert. Die Überlegungen zur Dreigliederung von Rudolf Steiner erscheinen mir allerdings praxistauglicher als die von Wilber vorgeschlagene Gruppierung der Entwicklungslinien in Form einer Dreiteilung von innerpsychischer Entwicklung.

Zum Schluss wird die Frage gestellt »Schön und gut, mag man denken, eine solche Übersicht über die Erkenntnisweisen der Menschheit kann einen Überblick verschaffen, aber was bringt mir das persönlich und im alltäglichen Leben, als eine Praxis?« Dafür bleiben nur mehr gut 20 der 200 Seiten des Buches übrig. Nach einer Stellungnahme zum Thema Landkarten und Liebe, erläutern die Autoren mögliche Beiträge für die persönliche und die gesellschaftliche Zukunft.

Sie sind sich sicher bewusst, dass es in den Bereichen der praktischen Anwendung einer aufgeklärten Spiritualität noch vieles zu entwickeln gibt, sei es für den individuellen Alltag oder zum Beispiel in Anwendungsbereichen wie dem der integralen Politik. Mit dem Aufruf »Lebe Dein endliches Selbst und ruhe in der Unendlichkeit« endet das Werk.

Bewertung: hervorragend

Alfred Groff

Michael Habecker, Sonja Student: Wissen, Weisheit, Wirklichkeit. Perspektiven einer aufgeklärten Spiritualität. Kamphausen 2011, 205 S., HC, 17,95 €

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