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Rob Hopkins: Einfach. Jetzt. Machen

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Rob Hopkins
Rob Hopkins

Wie wir unsere Zukunft selbst in die Hand nehmen

Es tut sich was. Überall auf der Welt entscheiden sich Menschen, ihre Zukunft und die ihrer unmittelbaren Umgebung selbst in die Hand zünehmen. Transition lautet der Name der Bewegung, der sie zusammenführt; es ist die Verkörperung der Idee, dass lokales Handeln die Welt verändern kann. Global gibt es mittlerweile über 1.000 Initiativen in über 40 Ländern und auch in Deutschland fasst die Idee zunehmend Fuß, etwa in Freiburg, Bielefeld oder Witzenhausen (s. Spirit 3/4-14). »Einfach. Jetzt. Machen!«, das neue Buch vom Begründer der Transition-Bewegung Rob Hopkins, ist voller inspirierender Beispiele.

Der neue Hopkins ist so inspirierend wie sein zum Klassiker avanciertes Transition-Handbook. »Einfach.Jetzt.Machen!« liefert eine fundierte und zugleich verständliche Perspektive für eine Welt ohne Wachstum. Wir befinden uns im Jahre 2014 n. Chr. Der ganze Erdball steht Peak Oil und dem Klimawandel ohnmächtig gegenüber. Der ganze Erdball? Nein! Mehr als 1000 engagierte Kommunen und Initiativen haben begonnen, vor Ort Widerstand zu leisten. Die Bewegung, die sie eint, ist die der Transition Towns. Ihre Ziele: Krisenfestigkeit sowie ein CO2-armes Leben und damit der Übergang in eine postfossile, relokalisierte Wirtschaft. Ihr Begründer, der britische Umweltaktivist Rob Hopkins, legt mit »Einfach. Jetzt. Machen! Wie wir unsere Zukunft selbst in die Hand nehmen«, eine leidenschaftliche Einladung vor, sich der Bewegung anzuschließen – und liefert die Anleitung und viele anregende Beispiele gleich mit.

Ob der jährliche »Kartoffeltag« in Chesterfield, eine »Tool Library« in Seattle, eine Solaranlage auf einem Kirchendach in Melbourne, eine Getreidemühle im argentinischen El Bosón oder der Palettengarten in Hannover: rund um den Globus tut sich was! Die Idee von Transition begann als Experiment in Hopkins' englischer Heimatstadt Totnes und expandierte von dort in alle Welt. Die Vision dahinter: Durch die Stärkung der lokalen Wirtschaft und nachbarschaftliche Initiativen können Abhängigkeiten reduziert und Gemeinschaften widerstandsfähiger gegenüber ökonomischen und ökologischen Krisen gemacht werden. Anders als Regierungen und große NGOs unterliegen die kommunalen Aktivitäten weniger Handlungszwängen und bürokratischen Vorschriften und können so schnelle, individuelle und nachhaltige Lösungen ermöglichen.

»Dieses Buch ist eine Einladung«, schreibt Hopkins, »einen neuen Ansatz dafür zu entdecken, wie unsere Wirtschaft funktionieren kann, wie wir Beschäftigung und Wohlstand schaffen, und dafür, wie wir in unseren lokalen Gemeinschaften leben und arbeiten.« Anhand vieler konkreter Beispiele des Gelingens wird geschildert, wie man Probleme vor Ort identifiziert, Lösungen entwickelt, Mitmenschen mobilisiert und am Ball bleibt. Hopkins baut Hemmschwellen ab und macht Lust, die Ärmel hochzukrempeln und selbst anzupacken, denn »durch lokales Handeln kann man die Welt verändern«.

Rob Hopkins ist ein britischer Umweltaktivist, der als Begründer der Transition-Bewegung bekannt wurde. Für den Independent ist er einer der wichtigsten Umweltschützer Großbritanniens. Von seiner Heimatstadt Totnes aus expandierte die Idee der Transition Towns in alle Welt. Die deutsche Fassung des Buchs wird von Mitgliedern des deutschsprachigen Transition Netzwerks ergänzt.

Bewertung: hervorragend

Niko Paech

Rob Hopkins: Einfach. Jetzt. Machen!: Wie wir unsere Zukunft selbst in die Hand nehmen. 189 Seiten, SC, Oekom 2014, 12,95 Euro

   
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