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Peter Finke: Citizen Science

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Peter Finke
Peter Finke

Fortschritte durch Laien

Als Ueli Nagel dieses Buch in die Hand nahm, kam ihm spontan Wolf Schneider in den Sinn, der Herausgeber dieser Zeitschrift. Er ist für ihn ein geradezu exemplarischer »Citizen Scientist«, ein hochkompetenter Experte in einem komplexen Themenbereich, der sein Wissen lebensnah, empirisch und kritisch, aber ohne akademische Weihen erworben hat. So habe er ihm bei einem Treffen auf La Palma im Februar spontan angeboten, dieses Buch zu rezensieren – und nun sitzt er vor dem Laptop und fragt sich, ob diese Besprechung wirklich in diese Zeitschrift passt …

Peter Finke, ehemals Professor für Wissenschaftstheorie, der die Universität aus Protest gegen die Hochschulpolitik verließ, legt mit Citizen Science ein fulminantes und fundiertes Plädoyer für die Überwindung der Spaltung der Wissenschaft in Profis und Laien vor. Seine These: Ohne die weltweit erstarkende Citizen-Science-Bewegung ernst zu nehmen ist eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft nicht zu erreichen. Ervin Laszlo führt diesen Gedanken im Nachwort weiter: »In der heutigen Welt bilden nicht die traditionellen Eliten der führenden Experten die Avantgarde des Wissens, sondern […] Leute, die die heraufziehenden neuen Kulturen repräsentieren.« Und: »Einheit, Zugehörigkeit und Liebe sind Wegmarken auf den Pfaden zu diesen neuen Kulturen.«

Citizen Science ist zwar ein neuer Begriff, ihre Wurzeln reichen aber bis Kant zurück. Darwin und Mendel waren Privatforscher und nach heutigen Maßstäben Laien. Auch in der heutigen Zeit wäre der wissenschaftliche und technische Fortschritt ohne die Mitwirkung von nichtakademischen Experten und Technikfreaks kaum möglich. Wikipedia, eines der ambitioniertesten und einflussreichsten Projekte des Internetzeitalters, wäre ohne das Wissen der »Laienforscher « nicht denkbar. So ist es folgerichtig, wenn Finke fordert: »Nicht der Berufswissenschaftler sollte das Leitbild sein, sondern derjenige, den sein Bedürfnis nach Wissen zu den Kompetenzen hintreibt, die er sich – wie auch immer – selber erwirbt.« Denn »die Citizen- Science-Bewegung ist eine der stärksten, zugleich traditionsreichsten und modernsten Ausdrucksformen bürgerschaftlichen Engagements in der Zivilgesellschaft. « Das Buch des Professors richtet sich an Laien, ist aber nicht immer einfach zu lesen. Der klare, systematische Aufbau und die regelmäßig eingerückten Originalaussagen aus Interviews mit »Laienforschern« aus verschiedensten Berufen machen es aber insgesamt zu einer sehr bereichernden und empfehlenswerten Lektüre.

Bewertung: sehr gut

Ueli Nagel

Peter Finke: Citizen Science – das unterschätzte Wissen der Laien. Mit einem Nachwort von Ervin Laszlo. oekom verlag München 2014, 239 S., 19,95 €

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