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Bücher

Peter Orzechowski: De-Hypnose

Details

Peter Orzechowski
Peter Orzechowski

Solides Praxis-Werk

Hypnose ist der Grundzustand der meisten Menschen. In der Kindheit wird einem so einiges mitgegeben, wie die Dinge und man selbst zu sein haben. Man selbst betet sich immer wieder bestimmte positive und negative Glaubenssätze vor, die wie eine Auto-Suggestion wirken.

Und auch Kränkungen, Verletzungen und Traumata führen dazu, dass man sich in einen Trance-Zustand begibt: nichts mehr spüren – nichts mehr fühlen. Auch die Dauerberieselung durch die Medien, denen man sich im Alltag nicht entziehen kann, wirkt bewusst und unbewusst wie eine Hypnose. Dies alles verhindert ein bewusstes, selbstbestimmtes und glückliches Leben. Es hindert einen daran, das eigene Leben und nicht das von anderen zu führen. Peter Orzechowski möchte mit seinem Buch helfen, aus der alltäglichen Trance zu erwachen: De-Hypnose heißt die Devise. Und dann bewusst selbst bestimmen, was im eigenen Leben laufen soll. Als ausgebildeter Hypnosetherapeut bringt er hierzu gute Voraussetzungen mit. Noch dazu verbrachte er sechs Jahre bei dem Apachen-Schamanen Eagle Bear in Arizona, Kalifornien und New Mexiko. Der Autor schildert zunächst die geschichtlichen Hintergründe der Hypnose und schließt dann einen De-Hypnose-Übungsteil an, in dem er verschiedene Methoden vorstellt. Im Transformationsteil geht es dann um vier grundlegende Problembereiche: Ängste verlieren, Vertrauen gewinnen, die Liebe spüren und Ziele erreichen. Energiefeld-Therapie und die innere Arbeit mit den Energien Wasser, Luft, Erde und Feuer sind das nächste Thema. Danach stellt der Autor sichtbare und unsichtbare Helfer vor und nennt die Elemente und Grundlagen schamanischer Ritualarbeit und der Meditation. Informationen über den Autor, ein Adressen-Verzeichnis und eine Literaturliste schließen das Buch ab.

In dem über 120 Seiten umfassenden Hardcover-Buch bietet Peter Orzechowski offensichtlich die Grundlagen seiner Therapiearbeit. Es ist denn auch mehr ein Arbeits- und Handbuch als ein Lesebuch. Der Schwerpunkt liegt auf den Übungen und Meditationen. Diese sind gut strukturiert und in gut nachvollziehbaren Schritten beschrieben, man kann ihnen leicht folgen oder die Anweisungen auf Band sprechen. In der Regel werden mehrere Methoden angeboten, im Entspannungsteil sind dies etwa progressive Muskelentspannung, Atemübungen und schamanische Erdungstechniken – so kann man sich einfach das Passende heraussuchen.

Der Autor gibt einen guten Einblick in schamanische Grundlagen und Techniken, beschreibt sie in einem kurzen Text, begleitet von einem Farbfoto, das man dann auch für Visualisierungen und Meditationen verwenden kann. Auf das eigentliche Thema De-Hypnose geht Peter Orzechowski nur zu Beginn seines Buches konkret ein. Aber natürlich tragen auch Techniken, die zu mehr Bewusstheit, Verstehen von sich selbst und Achtsamkeit führen, zu einer De-Hypnose, einer »Umprogrammierung der Festplatte« bei, wie Orzechowski es nennt. Es sind nicht wirklich neue Methoden und Techniken, die hier vorgestellt werden, aber hier hat man sie beisammen. Als kleinen Minus-Punkt möchte ich auch noch die Seitengestaltung aufführen, die nicht immer sehr ausgewogen ist sowie die zum Teil sehr kleinen Fotos. Der Preis ist hoch, aber dafür bekommt man eine Fülle von Methoden und Techniken und einen guten Überblick und Einstieg in die Trance- und schamanische Arbeit.

Bewertung: 3 von 5 Sternen

-Sabine Seip

Peter Orzechowski: De-Hypnose. Ehlers Verlag 2008, 133 S., HC, 24,80 €

   
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