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Wulf Mirko Weinreich: Das andere Totenbuch

Details

Wulf Mirko Weinreich
Wulf Mirko Weinreich

Anleitung zur Sterbebegleitung

Auf die ewigen Fragen der Menschheit, über den Kreislauf von Leben und Tod oder das woher wir kommen und wohin wir gehen, gibt das Bardo Thötröl, das Tibetanische Totenbuch, eine Antwort. Dieses Buch in eine zeitgemäße, für unseren kulturellen Kontext verständliche Sprache zu übertragen, war das Anliegen des Autors. Das ist ihm mit dem 90 Seiten umfassenden Buch sehr gut gelungen.

Ken Wilbers Integrale Philosophie bildet dabei den Hintergrund. Man muss das Integrale Bewusstseinsmodell Wilbers nicht kennen, aber man sollte wissen, dass Anhänger westlicher Geisteswissenschaft, wie etwa manche Rosenkreuzer oder Anthroposophen, Ken Wilber vorwerfen, Extreme zu bedienen. Seinem mit buddhistischen Elementen angereicherten, materialistisch-wissenschaftlichen Menschenbild würde eine ausgleichende Mitte fehlen. »Ahrimanisches und Luziferisches ohne den Christusimpuls«, würde das ein Anthroposoph nennen. Verschieden sind auch die Auffassungen, was die Kommunikation mit den Toten oder die Zeit zwischen den Reinkarnationen betrifft. Ob eher eine integrale Sichtweise und Ent-Ichung oder ein »umgestülptes differenziertes Ich« letztendlich zu höchster geistiger Erkenntnis führt, ist die Frage.

Deshalb scheint es wichtig zu wissen, ob der hier beschriebene Weg mit den weltanschaulich-spirituellen Auffassungen des Sterbenden in Einklang ist. Ist dies der Fall, findet man hier eine leicht zu handhabende Anleitung, um Sterbende zu begleiten. Dies beginnt beim eigentlichen Sterbeprozess, geht aber weit über den letzten Atemzug hinaus. Das »Tibetanische Totenbuch« nennt sechs »Zwischenzustände«, die Bardos, von denen drei das Sterben betreffen. Diese Zustände reichen vom Sterbemoment bis zum 4., 14. und 49. Tag danach. Der Text wird dem Sterbenden einfach vorgelesen. Das Buch eignet sich auch als geführte Meditation durch die Bewusstseinszustände. Dazu können verschiedene extra gekennzeichnete Passagen weggelassen werden, und es entsteht eine Meditation von etwa einer Stunde.

Eine noch kürzere Meditation der Kerntexte zu den Themen des Sterbens, der Vergänglichkeit und des Loslassens ist auch möglich. Eine sich aufs Wesentliche beschränkende Einführung und Hintergrundgedanken im Anhang, die man vielleicht auch am Anfang lesen sollte, runden dieses Buch ab. Der Autor schließt mit dem Vorschlag, wenigstens die Möglichkeit zu erwägen, dass alles das, was wir wahrnehmen, vielleicht ein gigantisches Informationsspektakel ist. Dies könnte eine Interpretation von unserer »individuellen Psyche« – als einem untrennbaren Teil dieses Spektakels – als Materie, Leben und der ganze Rest sein. Auf ein gutes Sterben!

Bewertung: 4 von 5 Sternen

Alfred Groff

Wulf Mirko Weinreich: Das andere Totenbuch - eine praktische Anleitung zur Sterbebegleitung. Books on Demand 2009, 92 S., SC, 11,80 €

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