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Gabel statt Skalpell

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Gabel statt Skalpell
Gabel statt Skalpell

Blattsalat für alle

Die Botschaft des Films »Gabel statt Skalpell« ist klar und unmissverständlich: Wir fressen uns krank und ins Grab. In den westlichen Industrienationen, insbesondere in den Vereinigten Staaten, ist in den letzten 100 Jahren die Zahl der sogenannten Wohlstandserkrankungen exorbitant gestiegen: Diabetes und Herzkreislauferkrankungen sind zu einer wahren Volksseuche geworden.

Wenn man nach den Ursachen sucht, so zeigt sich, dass in diesem Zeitraum ein signifikanter Anstieg des Verzehrs von tierischer Nahrung zu erkennen ist. Im Film kommen vor allem Prof. Colin Campbell, seines Zeichens Biochemiker, und Dr. Caldwell B. Esselstyn, Mediziner, sowie dessen Patienten zu Wort, die auf grund einer radikalen Nahrungsumstellung auf eine vegane Ernährung ihre extremen gesundheitlichen Probleme, wie Diabetes, Bluthochdruck, zu hoher Cholesterinspiegel, Arterienverkalkungen etc., ganz ohne OPs und Medikamente wieder in den Griff bekamen.

Esselstyn und Campbell zeigen anhand von umfangreichen zum Teil länderübergreifenden Studien, wie schädlich tierische Proteine für den menschlichen Organismus sind und wie sehr die Nahrungsmittelindustrie und die Landwirtschaftsverbände mit ihren Kampagnen den öffentlichen Mainstream vom Gegenteil zu überzeugen versuchen, was ihnen auch gelungen ist. So wird heute weiterhin zum Milchverzehr geraten, um die Kalziumversorgung zu sichern, da dieses für die Knochen wichtig sei. Interessanterweise ist jedoch in den Ländern, in denen die meisten Milchprodukte verzehrt werden, Osteoporose am weitesten verbreitet.

Auch in Ländern wie China, in denen der Verzehr von tierischen Produkten traditionell sehr gering war, steigen durch die Amerikanisierung der Essgewohnheiten die sogenannten Wohlstandserkrankungen sprunghaft an. Dass unsere Versessenheit auf tierische Proteine aber nicht nur unseren Körpern schadet, sondern auch immense Kosten im Gesundheitssystem verursacht, wird im Film ebenso thematisiert wie das Faktum, dass zur Erzeugung einer Kalorie tierischer Nahrung die zehnfache Energie notwendig ist wie bei pflanzlicher Nahrung. Die Fleischindustrie trägt heute zur Erderwär mung stärker bei als die Transportindustrie. Der Rat der beiden Wissenschaftler lautet: Ernährt euch möglichst vegan, vollwertig und verzichtet auf raffinierte Produkte wie Industriezucker und Weißmehl. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Bewertung: hervorragend

Katharina Ceming

DVD - Gabel statt Skalpell:
Gesünder leben ohne Fleisch
Regisseur: Lee Fulkerson
Polyband/WVG
14,99 €

   
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