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Planet RE:think

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Planet RE:think
Recyclen von Elektroschrott in Indien. Foto: RE:think

Vergebliche Umwelt-Predigt?

Der Dokumentarfilm Planet RE:think von Eskil Hardt möchte zum RE:duzieren, RE:cyceln, RE:generieren und RE:volutionieren anregen. Der Film wurde in Zusammenarbeit mit der Europäischen Umwelt Agentur EEA und dem UN Resource Panel produziert. Auf dem Cover steht: »Es gibt nur einen Weg, die Zerstörung unserer Erde zu stoppen: Nachhaltigkeit «.

Alles schön und gut, aber das Cover der CD besteht aus Plastik und das 16-seitige Begleitheft aus plastifiziertem Papier. Wer ein bisschen informiert ist, weiß, dass unsere Ozeane von Plastikmüllüberresten überfüllt sind, die aus den verschiedensten Chemikalien bestehen, die kaum von allein zerfallen. Sie werden von Fischen gefressen und landen schlussendlich in unserem Magen. Der Film trägt also durch die Art der Verpackung und Präsentation des Produktes dazu bei, die Vermüllung der Welt zu fördern, obschon einer der in schwarzweiß aufgenommenen Experten im Film sagt, dass die Vermeidung von Müll Priorität haben sollte und der Verbrauch von Ressourcen drastisch gedrosselt werden müsste.

Der Film zeigt zum Teil wunderschöne Bilder unseres Planeten, aber auch erschreckende Beispiele von Zerstörung der Natur. Dabei führt die Reise von umweltbelastenden Minen in Kanada über die Versuche, Mineralien in Grönland auszubeuten bis zum Elektroschrott-Recycling in Indiens Schattenwirtschaft. Als Ursache dieser Zerstörungen werden das ungebremste Wirtschaftswachstum, spekulative Geldgeschäfte und die Verschuldung von Haushalten und Staaten angeführt. Wen überrascht es! Ein paar wenige »Experten « dürfen zwischendurch immer wieder ihre Statements abgeben, wissenschaftlich stichhaltige, belegbare Hintergründe, Fakten und Daten werden kaum genannt.

Der knapp eineinhalb Stunden lange Film ist für den Konsumenten angenehm zu verfolgen. Dramatische Hintergrundmusik soll dabei helfen, die Aufmerksamkeit und die Spannung aufrecht zu erhalten. Aber was soll dabei herauskommen? Wer nichts von Umweltzerstörung wissen will, wird ihn nicht anschauen. Aber gerade für den wären diese Infos doch eine interessante Einführung zum Thema. Wer schon weiß, wie es um unsere Umwelt bestellt ist, wird hier nicht viel Neues erfahren, sondern höchstens dabei bestätigt, dass, wo es menschelt, gute und schlechte Ansätze zu finden sind, dass es Hoffnungsschimmer und Schattenseiten gibt.

Der Film zeigt sicher einiges zum Thema Umweltproblematik. Aber wir wissen doch auch, dass das Wissen hierüber allein unser Verhalten kaum ändert. Konsumieren wir also den Film und warten auf die nächste Katastrophe? Vielleicht besteht ja dann die Chance auf eine grundlegende Änderung in unserem Konsumverhalten. Wenn dem Film durch seine Aufklärungsbilder jedoch das Wunder gelingen sollte, einige Mitmenschen zur »décroissance«, zum Negativwachstum bzw. Schrumpfen ihres Verbrauchs anzuregen, wäre das ein Erfolg.

Bewertung: gut

Alfred Groff

Planet RE:think
Regisseur: Ekil Hardt
SUNFILM Entertainment
12,99 €

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