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Erhobenen Hauptes

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Erhobenen Hauptes
Foto: absolutmedien

Eine andere Form von Glück

Wie gelingt ein gutes Leben? Und wie gelingt dieses, wenn es schon früh von Verlust, Flucht und Tod überschattet wurde? Davon legen fünf jüdische Zeitzeug/innen in dem Film der Projektgruppe »DocView« eindrückliches Zeugnis ab. Sie erzählen von ihrer bedrohten Kindheit in Deutschland, von ihrer Flucht vor den Nazis und dem Aufbau eines neuen Lebens in Palästina. Sie berichten von der Gründung des Kibbuz Ma'abarot, in dem die sozialistischen Ideale von Gleichheit und Solidarität, von gemeinsamem Eigentum und basisdemokratischen Strukturen seit seiner Gründung 1939 wirksam sind.

Sie erzählen von der schweren körperlichen Arbeit, mit der sie die Wüste in fruchtbares Land verwandelten, und von den einstmals guten Beziehungen zu ihren arabischen Nachbarn. Das grüne Paradies, das sie inmitten des wasserarmen Landes geschaffen haben, kündet vom Erfolg ihres Lebenswerks. Bis heute tragen diese bis ins hohe Alter erstaunlich vitalen Menschen zum Bestand der Gemeinschaft bei und geben damit ihrem Leben Sinn und Bedeutung. Welche Freude ihnen der Austausch mit jungen Deutschen bereitet, ist deutlich spürbar. Noch sieben Jahrzehnte nach ihrer Emigration sprechen sie mit diesen in fließendem Deutsch. »Wir waren Deutsche«, sagt Zvi Cohen mit Nachdruck, der 1945 nach seiner Befreiung aus dem KZ Theresienstadt mit seinen Eltern nach Palästina auswanderte. Heute noch spielt er mit Begeisterung deutsche Volkslieder auf seiner Mundharmonika. Deutsche Schulzeugnisse, deutsche Reisepässe, mit dem großen J versehen, Kinderfotos aus Berlin werden vor der Kamera ausgebreitet. Zvi holt den Judenstern hervor, den er als Junge in Berlin tragen musste.

»Meine Kindheit war in dem Augenblick vorbei, als Hitler an die Macht kam«, sagt der in Berlin geborene Heinz Burstein. Bei seiner Ankunft 1939 in Palästina wurde ihm erklärt: »Von heute an heißt du Joav.« 1939 fliehen auch die 16-jährige Hanna Shalem und die 17-jährige Ora Lachisch mit Hilfe der Jugend-Alija aus Hitler-Deutschland. Ihre Eltern sollten sie nie wieder sehen. Die Trauer darüber wirkt bis heute fort. »Das Bild vom Abschied von meinen Eltern kann ich nicht auslöschen«, sagt die 92-jährige Ora.

Trotz alledem ist dies ein zutiefst lebensbejahender und optimistischer Film geworden. Er zeigt warmherzige und starke Menschen, die sich trotz der schweren Bürde, die ihnen der Holocaust schon früh auferlegte, nicht beugten und bis ins hohe Alter mit erhobenem Haupt leben. Und wer die sagenhafte Geschichte erfahren will, wie der 12-jährige Zvi mit der Mundharmonika das Leben seiner Familie rettete, dem sei dieser Film besonders ans Herz gelegt.

Bewertung: sehr gut

Christa Spannbauer

Erhobenen Hauptes. (Über)Leben im Kibbuz Ma'abarot, Regie: Filmgruppe DocView, ISR/DE 2013, absolutMedien, € 14,90 €

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