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Deepak Chopra: Das Rezept zum Glücklichsein

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<em>Deepak Chopra</em>
Deepak Chopra

Wie erreiche ich Glück?

Wir sehen den Mitschnitt eines Vortrags von Deepak Chopra »Das Rezept zum Glücklichsein «. Nur ein Vortrag, wie langweilig! Dieser ist es aber nicht. Chopra hat durchaus interessante Dinge zu sagen und bringt diese auf äußerst unterhaltsame Weise in einem hellen Seminarraum rüber.

Sein Publikum sieht man häufig lachen über seine humorvolle Art zu reden. Der sympathische Inder ist Mediziner, beschäftigt sich aber auch viel mit alternativen Heilmethoden und Spiritualität. Er ist Hindu, aber offen gegenüber anderen Religionen. In dem Film »Rezept zum Glücklichsein« geht er vor allem auf den Buddhismus ein, auf die vier edlen Wahrheiten und den achtsamen Pfad.

Seinen Vortrag beginnt er mit Anekdoten aus seinem Alltag. Er habe festgestellt: Wenn man die Leute immerweiter frage,warum sie etwas wollen, dann sei das letztendliche Ziel aller Ziele Glück. Auch bei Menschen, die sich Reichtum, Gesundheit oder Arbeit wünschen: Letztendlich würden hinter all diesen Wünschen doch spirituelle Ziele stecken, wie Glück, Zufriedenheit, Freude.

Wie erreicht man Glück? Umfragen stellten fest, dass die glücklichsten Menschen nicht in den reichsten Ländern wohnen – in den ärmsten allerdings auch nicht. »Wenn Sie denken,dass Sie arm sein sollten, um glücklich zu sein,vergessen Sie es!« sagt Chopra. Was also kann man tun, um glücklich zu sein? Chopra hat eine einfache Antwort parat: »Wenn Sie glücklich sein wollen, müssen Sie jemand anderen glücklich machen.«

Generell, meint Chopra, hat die aktuelle Lebenssituation wenig mit langfristigem Glück zu tun. Gewinnt man zum Beispiel im Lotto, ist man vielleicht ein bis zwei Monate euphorisch, aber nach einem Jahr hat sich der Zufriedenheitslevel wieder auf den Pegel vor dem Gewinn eingestellt. Ebenso verhält es sich bei Tragödien:Verliert man einen geliebten Menschen, hat man den Verlust normalerweise nach ein bis zwei Jahren überwunden. Der Schlüssel zum Glück liegt also nicht in den äußeren Umständen. Interessant fand ich auch, dass Chopra erzählte, ein befreundeter Hundepsychologe habe ihm gesagt, amerikanische Hunde seien weniger glücklich als mexikanische. Das läge vor allem an den Hundebesitzern, denn wenn die deprimiert seien, dann sei es der Hund auch. Hunde seien aber generell glückliche Tiere, denn sie leben ganz im Hier und Jetzt.Wir dagegen würden vom existentiellen Leiden geplagt, von Fragen wie »Wer bin ich? Woher komme ich? Was kommt nach dem Tod?« Zwar könne man sehr glücklich leben, wenn man nie einen Gedanken an diese Fragen verschwendet, aber das existentielle Leiden sei durchaus seinen Preis wert.

Neben den interessanten Alltagsepisoden, anhand derer Chopra seine Thesen begreifbar macht, geht er ausführlich auf den Buddhismus ein. Auch hier erzählt er die bekannten Geschichten in unterhaltsamer Weise und erklärt, was sie für uns bedeuten.Wie die vier edlen Wahrheiten und der edle achtfache Pfad zu mehr Glück beitragen können, wird hier mit Chopras Worten sehr plausibel. Auf einer Bonus-CD findet sich ein Interview mit ihm und Meditationen, die helfen können,die Theorie in die Praxis umzusetzen.

Bewertung: 4 von 5 Sternen

Christine Höfig


Deepak Chopra: Das Rezept zum Glücklichsein
Dokumentarfilm 2008
Ascot Elite
17,99 Euro

Ascot Elite

   
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