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Transformationsseminar mit Heimo und Barbara Keller

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Transformationsseminar mit Heimo und Barbara Keller

Im Bodenlosen herrscht kein Tumult mehr

Die »Reise des Lebens«: Dies waren drei Worte auf dem DIN A 4-Papier, die das Transformationsseminar bei Heimo und Barbara ankündigten. Das hörte sich zwar gut an, war aber zu Beginn nicht mehr als eine Metapher. Wie gesagt, zu Beginn. Sieben Stunden später weiß ich, wo meine Wurzeln sind. »Die Reise des Lebens durch Transformation« hat vor allem eine Ausrichtung: die auf das »Ganze«. Der Glaube an das Ich, das vereinzelt und isoliert vom Rest der Welt agiert, entpuppt sich als Illusion. »Es ist die einzige Reise, die wirklich befreit«, sagt Heimo. Sie führt ins Zentrum meiner Wahrnehmung, dorthin, wo kein Schmerz, kein Kampf, keine Anspannung und auch kein Denken mehr ist. Dort finde ich, indem mich Heimo mit seinen Fragen immer tiefer in meine eigene Wahrnehmung hinein führt, das »Bodenlose« vor. Ich gehe durch die Zweifel und Ängste und fühle plötzlich einen kräftigen Sog. Das Ganze dort hat weder Raum, noch Zeit, noch irgendwelche Eigenschaften – eine befreiende Erfahrung, die mir zeigt: Da ist der Ursprung.

Heimo und Barbara sind beide bereits in den 70-ern, das Jahresseminar bei ihnen ist sowas wie ein kleines Juwel. Man findet es auf keiner Homepage, keinem Flyer und in keinem Veranstaltungsprogramm. Barbara könnte man gut und gerne als spirituelle Mutter zahlreicher Männer und Frauen bezeichnen, die mithilfe ihrer Wärme, Fürsorge und Bodenständigkeit gelernt haben, ein Leben im Bewusstsein der göttlichen Kraft aktiv zu gestalten. Heimos bestechende geistige Klarheit, die er früher auch als Wissenschaftler an der Universität Heidelberg gehabt haben muss, geht keine faulen Kompromisse mit sich windenden Egos ein, sondern führt unumwunden ins »Sein«. Die beiden fungieren als kongeniales Duo, als Paar, um Menschen auf der Suche sanft und liebevoll zu unterstützen. Das Sein also ist schon längst da, nur wir sind es nicht, weil wir uns mit unserem Machbarkeitswahn versponnen haben.

Heimos Vergleich mit einem Baum und seinen Blättern durchzieht den ganzen Tag. Der wesentliche Unterschied zwischen den Menschen und den Blättern bestehe darin, dass die Blätter kein Selbstbewusstsein haben, also nicht glauben, dass sie selbstständig handelnde und eigenverantwortliche, getrennte Menschen seien. Der Glaube an die Eigenständigkeit des Menschen habe unangenehme Konsequenzen auf das irdische Leben wie Glaubenssätze, Konzepte, also mentale Erfindungen, die eine Eigenständigkeit vortäuschen. Der Glaube an die Selbständigkeit bringe massenhaft selbst erzeugte Probleme mit sich. Das also ist das Ego! Dort unten im Bodenlosen ist es nicht zu finden, nichts ist dort zu finden, nur eine immense Kraft. Aber dort oben, als Blatt, das sich für etwas Gesondertes, Besonderes hält, entwickeln sich Strategien, Wertvorstellungen und Gespinste, die ein Leben sehr belasten können. Aber auch oben und unten sind Erfindungen meines Egos. Um den Irrglauben einer Selbständigkeit – und damit den Wahn – zu vermeiden, hat Heimo ein paar Regeln parat: Alles, was du denkst, fühlst, tust und sagst, hat nur mit dir zu tun. »Du bist das System und keine eigenständig handelnde Einheit.« Zweite Regel: Es gibt nichts zu tun, um es zu sein oder zu erfahren. Und die dritte: Es gibt nichts zu wissen. Wirklich wissen, heißt nichts wissen.

In der Tat, das Bodenlose hatte keinerlei Informationen für mich bereit. Es war einfach. Ich fühlte es, wie es an meinen Füßen zog, seine Kraft entwickelte und mächtig schien. Aber da war kein bärtiger Mann, der mir über den Kopf streichelte, keine Feen tanzten umher und keine Engel schwebten um mein Haupt. Da war nur Leere.

Dort, wo die Gedanken rasen, sich Sorgen ausbreiten und versucht wird, Kontrolle zu behalten, dort herrscht Tumult. Doch auch dieser stammt letztlich aus der Leere. Als große Erleichterung erscheint es mir nun, den festen Glauben an meine grenzenlose Selbständigkeit aufzugeben und etwas viel Umfassenderem Platz zu machen, das mich trägt, hält und wiegt. Das wurde möglich durch die Erfahrung. Worte alleine hätten es nicht vermocht. Hokuspokus war das nicht, nur ein Fingerzeig von Heimo und Barbara: »Hinschauen müsst ihr schon selbst«, forderten sie uns anfangs lachend auf. Kein Reiseführer kann schließlich das Land ersetzen, das er beschreibt.

Christiane Barth, Jahrgang 66, ist Journalistin und PR-Beraterin, schreibt für die Tagespresse und für Zeitschriften, mit Vorliebe Glossen. Einige davon finden sich in dem Buch »Von Läusen und Laternen« wieder.

Auf einen Blick

Leitung:
Heimo und Barbara Keller
Kosten:
75 €
Dauer:
1 Tag
Ort:
: Bayermühle 5, D-69181 Leimen bei Heidelberg
Voraussetzungen:
keine
Kontakt:
Telefon 06224/73483

Unsere Bewertung

Seminarort:
vier Sternesehr gut
Organisation:
fünf Sterne
Preiswürdigkeit:
vier Sterne
Seminarziel:
fünf Sterne
Seminarleitung:
fünf Sterne
Didaktik:
vier Sterne
   
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