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Seminartests

Einkehren ins eigene Ich in der Yogacara-Meditationsstätte

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»Das ganze Leben ist zum Erwachen da«

Meister Pema Dorje, deutscher Buddhist, Buchautor und Künstler, lädt Menschen gleich welcher religiösen Gesinnung ein zur heilsamen Einkehr ins eigene Ich. Er ist seit 30 Jahren geistiger Lehrer und verknüpft therapeutische Arbeit mit den tiefenpsychologischen Aspekten buddhistischer Tradition. Die idyllisch anmutende Yogacara-Meditationsstätte im Hinterhof besagter Teestube ist überdies Mitglied der Deutschen Buddhistischen Union. Hier werden Seminare in Meditation und geistigem Yoga abgehalten – in kleiner, trauter Runde, in bescheidenem und sehr persönlichem Rahmen. »Wir machen hier keine Rückenschule«, so der Hausherr.

Eigentlich will Pema Dorje, der sich auch Marc T nennt, die Werbetrommel nicht so kräftig rühren. Hier mag man es nämlich eher ruhig. Körper, Geist und Seele sollen hier aufgerichtet werden, locker und gelöst darf man sich zurücklehnen und durch Konzentration und Achtsamkeit Selbstbeobachtung erlangen. »Aber nicht in die Dumpfheit abgleiten durch Alkohol oder Tranquilizer« verdeutlicht Pema Dorje den eklatanten Unterschied. Die geistige Klarheit sei nämlich mit höchster Wachheit verbunden. Das Wort Erleuchtung muss hier gar nicht fallen, die Realität möchte man erkennen: sehen, was ist, aus der stillen Selbstversenkung.

Es ist also gleichgültig, welcher Lehre man angehört, meint Marc T. Ihm geht es mehr um das Ausgerichtet sein auf die Realität als um Dogmen oder Prinzipien: »Je mehr man hinter die Kulissen schaut, desto mehr gelangt man zur Wahrheit«. Ein Patentrezept freilich zum »Erwachen« hat der »Meister« nicht, will es auch nicht haben. »Viele spirituelle Schulen gehen viel zu leichtfertig damit um«, übt er Kritik, wenn das Nonplusultra, die Erleuchtung instant, wie ein Joker aus der Hosentasche gezaubert wird. Wesentlich sei jedoch, sich mindestens einmal täglich für eine Stunde aus dem Alltagsgeschäft zurück zu ziehen und mit sich »ins Gebet zu gehen«. Stille zu üben.

Wenn man mit all seinen Konditionierungen und Prägungen zur Ruhe kommt und hinter die Kulissen blickt, entsteht ein kraftvoller Raum«, erklärt er. »Es ist die Klarheit des Geistes, die es zu entwickeln gilt«, so Pema Dorje, »ein wirkliches Zu-sich-kommen.« Schließlich solle das Leben erst nach innen und dann nach außen leuchten. »Das ganze Leben ist doch zum Erwachen da«, meint er – frei nach Buddha. ?Eine solide Arbeit machen die Menschen hier, bekräftigt er. In der Quintessenz geht es hier nicht um exotische Rituale oder die Beweihräucherung von Konfession oder Tradition, sondern um die Öffnung des Herzens und des Geistes – und um das Erwachen aus Illusionen.

Die Jahreskurse haben Themen wie »Die vier erhabenen Zustände«, »Tiefe Sehnsucht nach Freiheit und Beziehung«, »Gefühle, Intuition und Begeisterung«, »Grundlagen schöpferischer Meditation« oder auch »Form und Kraft – Shizei« zum Inhalt.

Christiane Barth, Jahrgang 66, ist Journalistin und PR-Beraterin, schreibt für die Tagespresse und für Zeitschriften, mit Vorliebe Glossen. Einige davon finden sich in dem Buch »Von Läusen und Laternen« wieder.

Auf einen Blick

Leitung:
Meister Pema Dorje
Kosten:
auf Anfrage
Dauer:
über mehrere Wochen
Ort:
Yogacara – Meditationsstätte, Hindenburgstraße 54, D-74924 Neckarbischofsheim
Voraussetzungen:
Aufgeschlossenheit für Buddhismus und Meditation; für Anfänger und bereits »Praktizierende«
Kontakt:
Meister Pema Dorje
Fon: +49 (0) 7263 808824

Unsere Bewertung

Seminarort:
drei Sterne
Organisation:
zwei Sterne
Preiswürdigkeit:
Fünf Sterne
Seminarziel:
Fünf Sterne
Seminarleitung:
Fünf Sterne
Didaktik:
Fünf Sterne
   
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