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Schamanischer Abend bei Shaman-Willee Regensburger

Details

Auf den Grund gehen

Willee mit einem Seminarteilnehmer

Nein, er wohnt nicht in Regensburg, er heißt Regensburger, Shaman-Willee Regensburger. Diesmal fand nicht allzu weit von meinem Wohnort, in seinem Atelierin der Nähe von Traunstein, ein offener schamanischer Abend statt.

Recht abgehetzt kam ich dort an – erst eine Umleitung, dann hatte ich mich verfahren. Macht nichts, sagte Shaman-Willee, das passiert hier leicht. Etwas über 20 Leute verschiedener Altersstufen saßen bereits auf ihren Plätzen, mir hatten sie einen Stuhl freigehalten.

Es ging um Erfahrungen, positive oder negative, die sich immer wieder wiederholen. Shaman-Willees These: Diese Erfahrungen wurden nicht vollständig gelebt und wiederholen sich deshalb so lange, bis man sie eben doch voll gelebt hat.

Am Boden aufprallen

Irgendetwas hindert einen, die Erfahrung vollständig anzunehmen. Im negativen Fall ist das ja auch verständlich. Jeder versucht, die Erfahrung des Scheiterns abzuwenden. Als Beispiel führt er Süchte an: Ein Alkoholiker muss sich erst eingestehen, dass er süchtig ist; er muss quasi am Boden aufprallen, um die Sucht überwinden zu können.

Ebenso ist es mit dem Erfolg: Wer den Erfolg nicht anzunehmen weiß, wird sich immer wieder davon abhalten, ganz erfolgreich zu sein. Aber auch der größte Erfolg im Leben lässt sich nicht wiederholen. Ein Nobelpreisträger wird den Nobelpreis kaum zweimal erhalten.

Ich überlege, woher dann wohl meine Geldprobleme kommen. Ich habe zwar immer genug zum leben, aber nie so viel, dass ich nicht überlegen muss, was ich mir leisten kann. Bedeutet es nun, dass ich die Erfahrung reich zu sein noch nicht vollständig genommen habe, oder aber die Erfahrung, arm zu sein? Mir gefällt das nicht; gerade mache ich mir Sorgen um meine berufliche und finanzielle Zukunft, und nun weiß ich nicht, ob ich hier bin um zu lernen, das Scheitern anzunehmen. Ich will aber nicht scheitern und am Boden aufprallen!

Shaman-Willee macht nun eine schamanische Reise mit uns. Wir schließen die Augen und lauschen seiner Stimme. »Du stehst vor einer weißen Wand. In der Wand ist eine Tür.« Hinter der Tür, erklärt er uns, ist das, was uns bisher daran hindert, die Erfahrung – welche auch immer wir gewählt haben – vollständig zu leben. Wenn wir wollen, können wir die Tür nun öffnen. Wir können sie aber auch verschlossen lassen, das bleibt uns überlassen.

Am Abgrund

Mann am Abgrund
Bild: pixelio

Natürlich bin ich viel zu neugierig, um sie verschlossen zu lassen. Ich öffne also die vielen Sicherheitsschlösser und Ketten, die die Tür bisher geschlossen gehalten haben und gehe hindurch. Ich sehe... einen Baum. Einen Baum? Ich verstehe nicht wirklich, was der zu bedeuten hat. Es ist ein Herbstbaum, die Blätter glänzen rotgolden im Sonnenlicht. Daneben führt ein Pfad entlang und ich folge ihm bis zu einem Abgrund. Ein wirklich tiefer Abgrund im schroffen Hochgebirge, Grand-Canyon-artig ist die Landschaft.

Was nun? Ich lasse mich einfach fallen.

Es ist ein Gefühl als würde ich fliegen. Nur, dass es klar nach unten geht. Irgendwann kommt der Aufprall. Ich spüre ihn fast, hart und klar. Blutend liege ich am Grund, dann setze ich mich auf.

Zurück in der realen Welt

Benommen öffne ich die Augen. Ich bin wieder in Shaman-Willees Atelier, die anderen kehren auch gerade von ihrer Reise zurück. Ein wenig verwirrt bin ich. Was sollte das nun bedeuten?

Ich denke, es hat mit meiner Angst vorm Scheitern zu tun. Jede Entscheidung bringt Chancen, aber auch Gefahren. Was also rät mir die Reise? Einfach mal den Sprung wagen und schauen, was passiert? Selbst wenn ich abstürze, geht es irgendwie weiter...

Zum Abschluss wird noch gemeinsam getrommelt. Das erdet, bringt mich wieder auf den Boden zurück, merke ich. Bevor ich gehe, unterhalte mich noch kurz mit Shaman-Willee. Er wirkt sympathisch, auf eine freundliche, nicht-autoritäre Weise. Ich denke, wenn er wieder eine Veranstaltung in meiner Nähe abhält, werde ich sie mir nicht entgehen lassen.

Willee Regensburger, geb 1954, arbeitete als Sanitäter, Krankenpfleger, Heilpraktiker und Gartenbauingenieur. Studium der Volkskunde, Ethnologie und Semitistik an der LMU München.
Seit 1977 freischaffender Künstler, seit 2000 Schamanische Praxis mit Vorträgen, Seminaren, Einzelsitzungen und Ausbildungen.
www.shaman-willee.de

Christine Höfig, geb. 1977, ist leitende Redakteurin des connection Schamanismus Extra und des Schamanismus Newsletter. Außerdem ist sie seit 2006 redaktionell an der Entstehung der Zeitschriften connection Spirit und connection Tantra Special beteiligt. Ab Herbst arbeitet sie als freischaffende Journalistin und Lektorin.

Auf einen Blick

Leitung:
Shaman-Willee Regensburger
Kosten:
10 €
Dauer:
1 Abend
Ort:
Grabenstätt bei Traunstein
Voraussetzungen:
keine
Kontakt:
Shaman-Willee Regensburger
www.shaman-willee.de

Unsere Bewertung

Seminarort:
vier Sterne
Organisation:
vier Sterne
Preiswürdigkeit:
fünf Sterne
Seminarziel:
vier Sterne
Seminarleitung:
vier Sterne
Didaktik:
vier Sterne

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