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Ein Atemtag mit Mark Novy

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Mark Novy
Mark Novy

Geballtes Wissen über Heilung

Atmen befreit und macht dich zum Herrscher über deine Lebensenergie, soviel ist mir vom Yoga her bekannt. Dennoch war es für mich zu Beginn meiner Yogapraxis befremdlich, einen Vorgang, der normalerweise von selbst geschieht, bewusst zu steuern. Sogar als Furcht einflößend empfand ich es, die Kontrolle über diese lebenswichtige Körperfunktion scheinbar abzugeben an den, der die Atemübungen anleitet. Ähnlichen Widerstand erfahre ich bei den Teilnehmern meiner Yogakurse und war gespannt, wie der Psychologe Mark Novy, der in Bonn einen »Atemtag« anbietet, sich diesem Thema nähern und uns mit unserem Atem in Kontakt bringen würde.

Der Seminarort Bonner Uni-Club erwies sich als absolut stimmiger Rahmen für diesen Selbsterfahrungs-Workshop. Noch vor der Begrüßungsrunde starteten wir durch mit einer geführten Meditation zum Ankommen und einem Frage-Antwort-Spiel, in dem wir klären sollten: Was und warum atmen wir überhaupt? Meine noch schlaftrunkene und ob dieser Anstrengung leicht unwillige Nachbarin war aber genauso wie alle insgesamt elf Teilnehmer (vier davon Männer) schnell Feuer und Flamme.

Anhand anschaulicher Experimente verdeutlichte uns Mark, dass die meisten im Alltag nur »halbe Atmer« sind. Wir nutzen die Kapazität unserer Lungen nicht voll, weil wir nicht richtig ausatmen. Die verbleibende Brackluft verhindert, dass wir beim Einatmen unsere Lungen vollständig mit frischer Atemluft füllen. 70 % aller Abbaustoffe im Körper werden durch das Atmen abtransportiert und nur die restlichen 30 % durch die Verdauungs- und Ausscheidungsorgane, gab Mark zu bedenken und zitierte Voltaire: »Ein großer Teil der menschlichen Krankheiten könnte durch richtiges Atmen geheilt werden.« Klar – und die alten Yogis wussten das längst! Nicht von ungefähr gibt es in der Yogapraxis so viele Atemübungen, die alle auf die Ausatmung fokussieren.

Warum Mark nach der Mittagspause plötzlich Krawatte trug und welche Rolle die geheimnisvolle »3« in seinen Requisiten spielte, soll hier nicht verraten werden. Auf jeden Fall gab er uns »imaginäre Stoppschilder« an die Hand, die uns im Alltag daran erinnern sollen, öfter mal tief durchzuatmen und so wieder in unsere Kraft und Mitte zu kommen. Eine so einfache wie wirkungsvolle Praxisübung, im Lauf des Tages mehrmals wiederholt und immer weiter vertieft, ließ uns den Segen der tiefen Bauchatmung selbst erleben. Beim ersten Üben morgens spürte ich eine Verspannung zwischen den Schulterblättern, die danach wie von selbst verschwunden war. Tatsächlich bringt das bewusste Atmen auch eine bessere Körperwahrnehmung mit sich, wodurch wir unsere »Knackpunkte« erkennen und ihre Ursachen auflösen können, bevor sie sich als Krankheiten manifestieren. Eine Literaturliste, zusammen mit einer letzten kleinen Praxisanleitung per e-mail nachgereicht, hilft die gesunde Atempraxis weiter zu vertiefen.

Ina Eitner, Jg. 62, mit reichlich Berufspraxis, lebt allein in Köln als geliebt liebende Tochter, Mutter, werdende Großmutter und begeisterte Pfadfinderin auf dem Weg vom Tun zum Sein.

Auf einen Blick

Leitung:
Dipl.-Psych. Mark Novy
Kosten:
59 €
Dauer:
1 Tag
Ort:
UniversitätsClub Bonn, Konviktstr. 9, 53113 Bonn
Voraussetzungen:
keine
Kontakt:
www.atemtag.de

Unsere Bewertung

Seminarort:
vier Sterne
Organisation:
fünf Sterne
Preiswürdigkeit:
fünf Sterne
Seminarziel:
fünf Sterne
Seminarleitung:
fünf Sterne
Didaktik:
fünf Sterne
   
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