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Advaita flach und tief

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Peter Erlenwein
Foto: Peter Erlenwein

Das Ego ein für allemal entsorgen?

Peter Erlenwein, Autor von »Der Geist des Erwachens« beleuchtet in seiner Rezension zu unserem Magazin spirit 9/10-14 Advaita die Notwendigkeit einer non-dualen Zusammenschau von Politik und Spiritualität...

Ein spannendes Heft hat Wolf Schneider da herausgebracht, nun mit Konstantin Wecker an Bord, dem bayrischen Barden, der die Connection in ihrem Bemühen um ein neues Zueinander von »Spiritualität und Politik« sicherlich zu stärken vermag. Insofern wünscht man sich, dass dieser in den kommenden Heften noch ausführlicher beitragen wird, um den Zusammenhang von Spirit und Polis poetisch wie analytisch genauer anzuschauen. Denn das ist sicherlich eine der unbedingt notwendigen Aufgaben heute, angesichts eines desaströsen Globalkapitalismus: die beiden Kernbereiche menschlicher Existenz – Innen- und Außenwelt – in ein neues kreatives Verhältnis zu setzen. Man kennt die Berührungsängste aufgeklärter Gesellschaft beim Thema Religion, bzw. Spiritualität – ja wir wissen warum, es ist die braune Vergangenheit in Deutschland, und sowieso die Kirchen. Aber es geht doch um Mehr, um eine non-duale Zusammenschau von Politik und Spiritualität/Religio, die erst ein wirkliches Ganzes ergibt, statt einem Wilberschen Flachland, hier wie dort. Die Connection hat damit ein großes Thema eingeläutet!

Mitgeschleppte Schlacken

Da nun dem Advaita so viel Raum gegeben worden ist, einige kurze Anmerkungen. Bei allem Respekt für die Autoren, bzw. Lehrer/innen, – was da schnell auffällt ist die Wiederholung von Worten, die leicht zu Sprachhülsen gerinnen und Sprachlosigkeit verdecken. Begriffe wie Leere, Erwachen, Ego, Ego, Ego, Ich bin, die wahre Natur etc. Der große interreligiöse Denker Raimon Panikkar sprach von der Tendenz zum Monismus in Teilen der Advaitalehre. Und auch der Zenlehrer Jack Kornfield verwies in seiner Untersuchung des Lebens berühmter Erleuchteter darauf, wieviel Schlacken da weiterhin durchs Leben geschleppt wurden, insbesondere bezüglich Sexualität, insbesondere bei erwachten Männern, oft auf Kosten von Frauen. Nobody is perfect! Dem herrlichen Leserbrief »Ich bin ich« ist zuzustimmen.

Erleuchtungserfahrung ist sicher von großer Art; sie schützt aber in keiner Weise vor dem Alltag.

Angst vor dem Ich

Die Angst vor dem Ich mit seinem (unausbleiblichen) Schatten ist letztlich die Angst vor dem Personwerden, in der Freiheit und Notwendigkeit, in der diese steht. Ohne solches Personwerden keine Demokratie, keine Polis der Gleichen in Verschiedenheit. Hier liegt ein Makel östlicher Spiritualität, der auch nicht mit Verweis auf einen Heiligen wie Ramana Maharshi abgetan ist. Wie sagte Wilber: Lasst uns unterscheiden zwischen Bewusstseinzuständen und -strukturen. Sehr wahr, sehr nötig, auch gerade in der Satsangszene!

Erleuchtungserfahrung ist sicher von großer Art; sie schützt aber in keiner Weise vor dem Alltag, in dem ich ich sage. Und jedes dieser Milliarden Iche, auf dem Wege zu sich selbst und weiter zum Selbstlosen, tönt anders, gerade in seiner Form, jetzt und hier, dieser steten Vorläufigkeit, eben Sterblichkeit.

Mitgefühl

Imperfektheit ist ein Zeichen der Evolution, sie gebiert Verlangen und Individualität, sie ist die andere Seite der Erleuchtung. Das dazu gehörige Tuwort aus der Sphäre der Stille lautet Mitgefühl. Zeugenbewusstsein ohne Mitgefühl gibt es nicht; mit diesem erleuchtet sich die Polis, die wir immer wieder neu brauchen. Hier hat einheimische, sprich christliche Spiritualität/Religiösität außerordentliche Beiträge geleistet (z.B. in der Befreiungstheologie Mittel-und Südamerikas), die nicht durch bekannte Reflexe gegen die Institution Kirche vom Tisch zu wischen sind. Konstantin Wecker verweist darauf mit Blick auf die Gestalt Jesu. Mitgefühl ist eine zentrale Grundkonstante jeder Polis, die sich als demokratische verstehen möchte. Wo sie schwindet, schwindet auch ein entsprechend erlichtendes kollektives Bewusstsein vom Du und Wir. Das zeigt sich heute in beunruhigender Deutlichkeit. Umso mehr wünsche ich der Connection Mut und Erfolg auf dieser neu zu entwickelnden faszinierenden Spur.

Das Spirit 9/10-14 Advaita kannst du hier bestellen

Peter Erlenwein

Dr. phil. Peter Erlenwein, Jg. 48, studierte Soz.wiss. und Humanistische Psychologie und war als Gestalttherapeut tätig. Er ist Mitbegründer des Instituts für Integrale Therapie www.institut-fuer-integrale-entwicklung.de und Autor von »Der Geist des Erwachens. Jesus für Christen und Nicht-Christen, connection books 2004. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

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