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Nachbericht 3. Forum Erleuchtung

Details

Forum Erleuchtung
Foto: Subhash

Let's talk about God

Vom 22. bis 24. August 2014 traf sich in Berlin zum dritten Mal das »Forum Erleuchtung«. Mehr als 50 »Erwachte« traten dort als Lehrer auf, als Gebende. Ungefähr 80, die sich großenteils als »nicht erwacht« verstehen, kamen und bezahlten ihre Teilnahme an dem Event. Für Gabriele Palm war es ein mystisches Feld, in dem man einander wahrnahm, verstand und miteinander verschmolz – ein Segen und großes Glück, dabei sein zu dürfen, ein leuchtendes Vorbild, bis auf eines: dass dabei die einen die anderen bezahlen mussten...

Nun durfte auch ich am inzwischen zum dritten Mal stattfindenden Kongress »Forum Erleuchtung« in Berlin teilnehmen. Ich wurde eingeladen, nicht weil ich spirituelle Lehrerin bin, sondern weil ich in der Erwachens-Szene tief verwurzelt bin mit einem Internet-Forum, wegen meiner Artikel in der Connection, meines Blogs, meines Buchs, der Homepage und zahlloser Kontakte, die ich in vielen Jahren gesammelt habe. Auf die eine oder andere Weise bin ich ständig im Gespräch mit Menschen über diese Thematik. Romen Banerjee nannte mich in seinem Interview eine Art »Pionier«. Ja, als ›es‹ 2006 bei mir passierte und ich begann, mit Menschen in Kontakt zu treten, die Ähnliches erlebt hatten, da war die Szene noch kleiner.

Mystisches Bewusstseinsfeld

Welcher Segen entsteht, wenn mehrere Menschen zusammenkommen, denen das Aufwachen geschehen ist, hatte ich schon bei unseren Foren-Treffen erlebt. Wenn einfach alles sein darf, wenn Gespräche versiegen dürfen und sich ganz von selbst die Stille ausdehnt, die ohnehin die ganze Zeit da ist, wenn Menschen sich in die Augen schauen und voneinander wissen, dass sie ganz einfach nur »das Gleiche« sind. Dass es nicht um Meinungen geht, dass niemand recht haben muss, dass alle Gedanken eigentlich »Fake « sind und man sie trotzdem austauscht, einfach weil es Freude macht. Dieser Segen war damals schon da, und jetzt in Berlin, wo sich so viele Menschen begegnet sind, habe ich ihn noch viel stärker erlebt: über fünfzig Lehrer und ich weiß nicht wie viele Zuschauer, sicherlich 80. Dort nennt man es nicht »Segen «, sondern »Feld«.

Ja, es war mehr als spannend, die Wirkung dieses Feldes zu erleben und zu beobachten. Gedanken , Meinungen, Wogen von Emotionen wurden zum Ausdruck gebracht, um gleich wieder zu zerschellen und einem neuen Jetzt Platz zu machen, dem nächsten Ausdruck, dem nächsten Gedanken, einer wiederanderen Sicht der Di nge. Wer den Mut fand, konnte zum Mikrofon greifen und sagen, was gesagt werden wollte. Er konnte die innere Aufregung spüren, sie öffentlich zugeben , der eigenen , vielleicht zitternden Stimme lauschen und gespannt sein, was aus ihm selber fließen würde.

Lehrer sein?

Ich fühlte mich auf der Seite der Lehrer etwas fehl am Platz, obwohl ich so gespannt auf diese Erfahrung war. Ich wollte wissen: Bin ich auch Lehrer? Will ich auch »Satsang« anbieten? Eigentlich war mir vorher schon die Antwort klar, doch diese Einladung war für mich auch eine Einladung, mir dieses Thema in mir genauer anzuschauen. Vorne sitzen und Weisheiten von sich geben ist nicht meins. Vorne sitzen und Projektionsfläche sein – auch das nicht. Aus den Beiträgen der Zuschauer floss für mich ebenso viel Weisheit oder auch Nicht Weisheit wie aus den Beiträgen der Lehrer. Manche Fragen zeugten von großer Sehnsucht nach dem Göttlichen und viele Aussagen ebenso auch von Angekommensein, von Zuhausesein.

Forum Erleuchtung
Foto: Subhash

Anarchische Struktur

Außergewöhnlich bei diesem Treffen waren die Offenheit und der Mut, fast schon Zwang, sich zu zeigen. Sich in diesem Licht des Segens zu zeigen, auch mit seinen Schwächen, seiner Angst, seiner Verletzlichkeit, Menschlichkeit, auch mit seinem Wissen , seinen Zweifeln und Urteilen. Das gemeinsame Feld hat all das erlaubt, getragen , und es hat auch geheilt. Es heilt, weil alles sein darf, weil nichts abgelehnt wird. Sogar die Ablehnung w ir d nicht abgelehnt, weil einfach nur grenzenloser Raum da ist, und in diesem Raum dürfen wir weben, leben, sprechen, schweigen, und agieren. Die (Nicht-)Organisation, oder besser gesagt: die anarchische Struktur hat diesen Raum so wunderbar fühlbar gemacht. Es gab fast keine Regeln, und doch ließ man sich gegenseitig Raum und Zeit zum Ausdruck, man ließ sich möglichst ausreden. Ich hätte nie gedacht, dass das funktionieren kann.

So bekam all das Raum, was Raum brauchte. Impulse poppten unwiderstehlich hoch. Sonst so stille Satsang-Lehrer wurden von ihnen geschüttelt wie wir alle, und jede Aussage bekam ihre Antwort aus einer ganz anderen Warte – und auch die durfte sein. Wer sich nicht traute oder nicht der Typ ist, vor vielen Menschen zu sprechen, auch dessen Gedanken wogten durch den Raum und wirkten sich aus. Es wurde wirklich fühlbar, dass es keine Trennung gibt, dass wir alle Hände und Arme des Göttlichen sind, das sich durch und in uns ausdrückt. Niemand ist zu viel oder zu wenig. Es gibt keine falschen Aussagen.

»Alles im Leben scheint mir Projektion zu sein. Wir sind alle Spiegel mit individueller Färbung, doch aus dem gleichen Material«

Über Gott sprechen

Nein, ich bin kein Lehrer, und doch haben Menschen in der Vergangenheit davon profitiert, dass ich immer offen für Gespräche bin. Viele konnten sich nach einem Treffen mit mir leichter ins Sein hinein entspannen. »Let's talk about Gott« ist meine Devise. Wie Ramakrishna, so kann auch ich mir kein schöneres Thema vorstellen, zumal dieses Thema nichts ausschließt und alles beinhaltet. Let's talk about Gott – das ist meine Leidenschaft und meine Offenheit für andere Menschen. Deshalb war ich bei diesem Forum goldrichtig, und deshalb bin ich Lehrerin, ohne eine zu sein. Ich bin Freundin. Ich bin wie du, ein einfacher Mensch. Ich stehe einfach zur Verfügung, wenn jemand sich angezogen fühlt und glaubt, ich könne ihm helfen, ganz ohne Satsang, ohne Seminare oder Retreats. Ganz einfach so. Geld brauche ich zum Glück damit nicht zu verdienen, deshalb lehne ich mich zurück und schaue, was das Leben bringt. Ich mache einfach nur, was mir zutiefst Freude macht. Dazu gehören der Kontakt und Austausch mit Menschen und auch das Schre iben, auch wenn das selten er wi rd. Das Mit-teilen, Teilen, Verbinden macht mir Freude – das Lieben.

Einfach Mensch sein

Danke für diesen wunderbaren Kongress mit all diesen spannenden Menschen! Das Niveau war wirklich hoch, und das hyperintelligente Feld ist für mich fühl bar wirkende Göttlichkeit. Ein Wunder. Ist es nicht eine tolle Zeit, in der wir leben dürfen? In der so viele Menschen ihre wahre Natur entdecken und mit ihrer fehlbaren Menschlichkeit ehrlich umgehen? Ich finde, das ist der große Gewinn da bei. Nicht unantastbarer Meister zu sein mit einer Aura von Heiligkeit und Distanz, sondern einfach Mensch zu sein unter Menschen. Eintauchen in diese Gleichheit, die nichts als Liebe ist, und die alle Verschiedenheiten toleriert und sein lässt.

Forum Erleuchtung ist w irklich ein leuchtendes Beispiel. Bis auf eins: die Geldfrage. Die Einen müssen zahlen, die Anderen nicht. Sind wir denn nicht alle Lehrer und Schüler gleichzeitig? Natürlich kostet ein solcher Kongress und sollte sich unbedingt tragen. Wenn alle spenden würden, so viel sie können und es ihnen wert ist, vielleicht würde das ja genügen? Beim diesjährigen Forum haben auch einige der als Gebende ( bzw. Lehrer) Geladenen gespendet . Ich fände es wunderschön, wenn sich die Gleichheit auch darin ausdrücken könnte.

Ich danke dafür, dass mein Herz in diesem Feld geweitet wurde, dass ich mich noch viel intensiver als sonst als ich-los und doch auch ich-haft erleben durfte, und eben dies von allen gespiegelt erlebte. Überhaupt scheint mir im Leben tatsächlich alles Projektion zu sein. Wir sind alle Spiegel mit individueller Färbung, doch aus dem gleichen Material. Ein Spiegelkabinett, doch nicht eins am und allein unter tausenden von Spiegeln, sondern eins mit allen, und alles doch auch einzeln. Wenn der gemeinsame Raum, das »Feld« in den Vordergrund tritt in allen Verschiedenheiten, so ist das genau das, was Jesus Christus einmal sagte: »Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.«

Gabriele Palm

Gabriele Palm, Jg. 54, war 26 Jahre lang auf der spirituellen Suche. Die Öffnung am Ende des Tunnels brachte sie dazu, ihre Erfahrungen als Buch zu veröffentlichen (Klartext zum Erwachen, Synergia Verlag 2009). Heute lebt sie mit ihrem Partner im vorderen Odenwald. www.inne-sein.de

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