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Der Bruno Gröning Freundeskreis

Details

Der Bruno Gröning Freundeskreis
Bruno Gröning 1949

»Es gibt nichts Besseres«

Geta Bussinger kann von sich nicht behaupten, ein wundergläubiger Mensch zu sein. Umso erstaunlicher, dass sie seit fast neun Jahren alle drei Wochen am Mittwoch Abend in ihr Auto steigt und in die 30 km entfernte Kleinstadt fährt, um sich beim »Bruno Gröning Freundeskreis« den Hintern platt zu sitzen. Denn viel mehr macht sie dort nach eigener Aussage nicht. Sie sucht sich im Hinterstübchen des Gasthauses einen freien Stuhl aus, dreht noch ein Weilchen den Kopf, um zu sehen, wer außer ihr da ist, und schon geht sie los: die Gemeinschaftsstunde des »Bruno Gröning Freundeskreis«, die nach dem Referat für Religions- und Weltanschauungsfragen in Augsburg als esoterisch einzustufen ist und als sektenähnlich beurteilt wird...

Ein einfacher, im wesentlichen immer gleicher Ablauf. Die Besucher werden von der Gruppenleitung begrüßt, wir hören ein Musikstück, singen auch selbst ein paar Lieder, lauschen den Berichten zur Lehre Bruno Grönings und den Erfahrungen, die Anwesende damit gemacht haben. Im letzten Teil des Abends stimmen sich alle Besucher darauf ein, selbst Kanal der universellen Heilenergie zu sein, die für jeden Menschen und zu jeder Zeit überall verfügbar ist. Seit Beginn der Gemeinschaftsstunde sind im Normalfall zweieinhalb Stunden vergangen und nicht selten warte ich sehnsüchtig auf das Ende, weil ich aufstehen und mich wieder etwas bewegen will. Aber warum mache ich das überhaupt mit? Die Antwort in Kurzfassung: »Es gibt nichts Besseres!« Zu kurz? Verstehe: Dann die special extended edition.

Wie es dazu kam

Ich bin schon sehr lange »auf dem Weg«, hatte es auch bestimmt nötig. Ohne jetzt näher auf meine Kindheit und Jugend eingehen zu wollen, kann ich zusammenfassend sagen, dass sie nicht dazu angetan waren, mich Lebensfreude und Selbstwert zu lehren. Mein tief verinnerlichter Grundsatz war: Wenn ich mir nicht selber helfe, wer dann? Da ist ja keiner. Und da war auch keiner. Zumindest erlebte ich es so. Es gab Familie, Freunde, Liebhaber, wechselnde Szenarien für das immer gleiche Theaterstück. Ich hatte viel zu geben, um wenig zu bekommen.

Ein Leben unter diesen Vorzeichen ist anstrengend, und das war es auch für mich. So habe ich gesucht. Gefunden habe ich die Lösung nicht. Nicht in Büchern, Workshops, Gruppen, Gurus, nicht durch Beten und auch durch sonst nichts. Ich gewann viele Erkenntnisse, aber es blieb immer an mir hängen, sie in die Praxis umzusetzen und genau das bekam ich nicht hin. Ein interessantes Leben. Ein erschöpfendes Leben. Möglicherweise wäre es auch ein relativ kurzes Leben geworden, denn wie kann ein Mensch mit dieser Einstellung auf Dauer gesund bleiben.

Also mit Sicherheit kann ich es nicht sagen, aber vielleicht hat das Beten ja doch geholfen. Denn eines schönen Tages besuchte mich ein alter Freund und fragte so nebenbei, ob ich schon vom Bruno Gröning Freundeskreis gehört hätte. Ja, hatte ich. Jahre zuvor kam mir darüber zu Ohren, aber ich war nicht interessiert. Er erschien mir als eine Art frommer Zirkel, nicht meine Richtung. Umso verwunderlicher, dass Georg sich dort wohl fühlte. Er lag auf meiner Wellenlänge, hatte eine gute Nase und ich vertraute ihm. Auch war der Zeitpunkt günstig. Die Kräfte schwanden allmählich. So kam ich dazu.

Was hat mich gehalten?

Wer kann das sagen? Vielleicht gibt es ja so etwas wie Liebe auf den ersten Blick auch im spirituellen Bereich. Jedenfalls genügte für mich ein einziger Blick auf das große Foto von Bruno Gröning an der Wand des Gruppenraumes, um anzudocken. Ich fand ihn sexy. Auf eine sehr angenehme Art männlich und, ja, einfach sexy. Das finde ich heute noch. Er strahlt eine Männlichkeit aus, die ich mag, die mich berührt. Er kam mir auch »wahr« vor. Genauer konnte ich mein Gefühl nicht fassen. Und natürlich machte seine Lebensgeschichte großen Eindruck auf mich. Ein Heiler der Extraklasse, wie es wenige auf der Welt gibt. Ein Phänomen. Und ich brauchte dringend Heilung. Körperlich waren die Symptome noch nicht sehr ausgeprägt, aber psychisch stand der Energiepegel knapp über der Nullmarke.

Ich denke mal, so wie ich seinerzeit fangen wohl die meisten an. Sie kommen zum Freundeskreis, weil sie sich für ihr Leben eine Besserung erhoffen. Haben vieles ausprobiert, sind bei keinem geblieben. Dann plötzlich wieder Hoffnung. So vielen Menschen wurden schon die wunderbarsten und unglaublichsten Heilungen zuteil, warum nicht auch ihnen. Sie kommen zu den Informationsabenden, schauen sich den Dokumentarfilm an, sitzen schüchtern und ein bisschen verlegen in der ersten Gemeinschaftsstunde und machen brav alles mit, was die anderen auch machen. Man will ja was. Am liebsten eine Spontanheilung gleich beim ersten Treffen, ist gar nicht so ungewöhnlich, durchaus schon vorgekommen. Und man informiert sich, liest über Bruno Gröning, staunt, und je nach Charakter setzt man sich auch zu Hause einige Zeit regelmäßig hin und »stellt sich ein«. Man will ja was.

Man bekommt auch was. Die ganze Fülle des Guten, aber wer erkennt das schon auf Anhieb. Jeder Mensch hat bestimmte Vorstellungen, wie für ihn das Gute aussieht. Worin für ihn das Glück besteht. Gesund werden von einer schlimmen Krankheit, finanziell besser zurecht kommen, einen Partner finden gegen die drückende Einsamkeit; so und ähnlich formulieren wir unsere Wünsche und hoffen auf Erfüllung. Erfüllen sie sich nicht in dieser Weise (»Lieber Gott, schenke mir Geduld, aber ein bisschen plötzlich!«), sind wir enttäuscht und wenden uns ab. Wir sehen nur, was sich nicht eingestellt hat, und erkennen nicht, was statt dessen Gutes geschieht. Denn Bruno Gröning war und ist ein »Sender« von Heilenergie, auch noch 56 Jahre, nachdem man seinen Körper in den Sarg gelegt hat.

Diese Energie ist im Raum vorhanden und sie baut sich immer weiter auf, je länger wir zusammen sind. Viele spüren es als Kribbeln und Strömen im Körper, oder sie nehmen es in anderer Form wahr. Es tut sich was. Was sich tut bleibt zunächst offen. Bei mir tat sich zunächst mal nichts (außer dicken warmen Fingern), dann das Gegenteil von dem, was ich erhofft hatte. So gerne wollte ich neu gestärkt in den Alltag zurück kommen, positiv aufgeladen, die ganze Welt in Liebe umarmend. Wär' schon schön gewesen, war aber nicht. Ich, die freundliche und kontaktfreudige Geta, hatte nach der Stunde überhaupt keine Lust, mit Menschen zu reden. Ich, die stets von einem hohen Gemeinschaftsideal getragene Geta, spürte nicht den geringsten Wunsch, Aufgaben zu übernehmen. Noch nicht einmal die Stühle im Raum zurecht rücken wollte ich. Einfach nur die anderen machen lassen. Für nichts zuständig sein, nichts geben müssen, keinerlei Erwartungen erfüllen. Nur nehmen wollte ich. Dasitzen und nehmen und wissen, dass es in mir arbeitet und alles zurecht rückt. Es, nicht ich.

Der Bruno Gröning Freundeskreis
Bruno Gröning in Herford 1949

Die Lehre

Was ich zum Heilwerden brauchte war keine Auffrischung meiner Schaff-ich-schon-Mentalität. Bei mir ging es darum, Vertrauen zu lernen. Zu lernen, dass kein Mensch ein autarkes System sein muss, zum Überleben ganz auf sich gestellt. Und dass ich unvollkommen sein durfte, schwach, ungeduldig, verzweifelt, missgünstig, rasend vor Zorn. All das hatte ich entweder gar nicht wahrgenommen bei mir, oder weg haben wollen. Es passte nicht zu meinem Selbstbild. So wurden die Jahre im Bruno Gröning-Freundeskreis für mich zu Jahren der ungeplanten Veränderung zu dem, was ich schon die ganze Zeit war. Welches Glück, dass sich bis heute so gut wie keiner meiner großen Wünsche erfüllt hat. Immer kam alles ganz anders. Und immer war das Ergebnis deutlich befriedigender und befreiender, als ich es kannte. Ich war sehr weit weg gewesen von mir, so sehe ich es heute. Und Heilung ist immer die Rückkehr zum Ursprünglichen. Zu dem, als was der Mensch von Gott gedacht ist.

Die Lehre Bruno Grönings ist das Einfachste, Radikalste und Fortschrittlichste, was mir in meinem Leben begegnet ist.

Bis heute kann ich nicht behaupten, die Lehre des Bruno Gröning voll und ganz verstanden zu haben. Sie ist das Einfachste, Radikalste und Fortschrittlichste, was mir in meinem Leben begegnet ist. Verpackt in die Sprache eines schlichten Mannes im Nachkriegsdeutschland vermittelt er den Menschen das Wissen für eine Neue Zeit und eine Neue Welt. Religionsübergreifend.

Originalzitat Bruno Gröning: »Der Glaube an das Gute ist die Grundlage der göttlichen Ordnung. Wer an seine Gesundheit glaubt, der glaubt an Gott. Vertraue und glaube. Es hilft, es heilt die göttliche Kraft. Ich fühle mich verpflichtet, dem Menschen das Gleichgewicht wiederzugeben, ihn so auszurichten, dass er die Materie beherrscht.«

Seelisches Wachstum

Ich bin einen weiten Weg gegangen und noch nicht an seinem Ende. Ein wenig amüsiert, ein wenig weise verfolge ich, was sich bei den Menschen, die auf verschiedenstem Wege zum Freundeskreis kommen, so tut. Vieles erkenne ich wieder, manches ist mir fremd. So ist es mir zum Beispiel nach all den Jahren und trotz meiner tiefen Überzeugung, welches Geschenk Bruno Gröning für diese Welt war und ist, immer noch ein wenig peinlich, wenn sich Menschen total persönlich bei Bruno bedanken und ihm ein Gedicht oder Lied schreiben, worin sie ihre Liebe und Dankbarkeit ausdrücken. Bruno Gröning als Freund, das ging lange Zeit über meinen Horizont. Als Heiler konnte ich ihn sehen, aber als meinen persönlichen Freund? Jemanden, der mich sieht und selbstlos hilft? Alle Liebe, die ich erlebt hatte, besonders vom Vater, war ach so unvollkommen. So verzerrt durch die eigenen Bedürfnisse, dass ich mich nie darauf einlassen wollte. »Vertraue und glaube«, wie könnte ich. Und doch wächst da etwas in mir.

Die eigenen Themen holen die Menschen im Freundeskreis sehr schnell ein. Wo eine hohe Schwingung uns berührt, kommt viel Dunkles an die Oberfläche. Ganz praktisch bedeutet das, dass die Neulinge eine Menge zum Kritisieren finden. Im Außen, versteht sich: die Welt ist ein Spiegel. Und ganz klar: Menschen menscheln! Auch im Bruno Gröning-Freundeskreis. Jede Gemeinschaftsleitung hat ihre eigene Note, jeder Teilnehmer ist in seiner Entwicklung dort, wo er ist. Wer lieber nach außen schaut als sich seinen eigenen Themen zu stellen, wird immer etwas finden, was ihn stört. Und ihm vielleicht Grund genug ist, nicht wieder zu kommen. Das war mit mir nicht anders. Wie oft saß ich auf meinem Stuhl und kommentierte lautlos und vernichtend die Berichte derjenigen, die vorne standen. Ratatatam, ratatatam, es rumpelte nur so im Gehirn. Und derweil flickte mir mein geistiger Freund Bruno (ja, langsam werde ich genauso kindlich wie die von mir Verurteilten) am Zeug und tat, was er konnte, dass es mir doch endlich mal gut geht im Leben und ich kapiere, worauf es ankommt.

Wenn du selber nicht an das Gute glauben kannst, so glaube ich für dich mit. Bruno Gröning

Rettungsanker

Ich habe viel Kommen und Gehen erlebt in all der Zeit. Bei denen, die bleiben, sehe ich die Veränderungen und auch bei mir selber sehe ich sie. Mein Leben hat dramatische Wendungen genommen in den vergangenen Jahren, abwechselnd mit immer längeren Phasen ganz neuer Zufriedenheit. Als es mir am dreckigsten ging, als ich total verzweifelt war und wirklich nicht mehr weiter wusste, bin ich ein halbes Jahr lang den Gemeinschaftsstunden fern geblieben. Nur einen Satz von Bruno Gröning hatte ich noch wie einen Rettungsanker im Kopf: »Wenn du selber nicht an das Gute glauben kannst, so glaube ich für dich mit.« Nein, so wie ich mir die Lösung vorgestellt hatte, traf sie nicht ein. Anders. Besser. Bald trabte ich wieder los und seitdem mit einer Regelmäßigkeit, die keinen mehr wundert als mich. Ich weiß jetzt auch, was mit »Ego« gemeint ist.

Geta Bussinger

Geta Bussinger, Jahrgang 1952, Mutter eines erwachsenen Sohnes, von Beruf Landschaftsplanerin, mittlerweile aber freiwillig in Rente. Zeitlebens an der Frage interessiert "Was ist der Mensch ?"; entsprechend viel in den verschiedensten Bereichen ausprobiert und erfahren. Inzwischen überlässt sie sich einfach dem Lebensfluss und erfreut sich an den kreativen Ausdrucksformen, die er sich für sie einfallen lässt. Kontakt über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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