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Marianne Gallen, Torsten Brügge und Wolf Schneider bloggen zu den Themen Spiritualität, Psychologie und Bewusstseinsentwicklung.

Die schamanische Krankheit

Veröffentlicht von am in Wolf Schneider
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Ich sitze grad an unserem kommenden Schaman-Heft, mit dem Schwerpunktthema »Die Heilkraft des Heiligen«, mit den Fragen: Was ist eigentlich heilig? Und was ist es, das heilt?

Da begegnet mir auch das mysteriöse Thema der »schamanischen Krankheit« wieder. In gewissen Traditionen werden Schamanen ja nicht einfach ausgebildet oder eingeweiht, um dann als solche ihren Job zu tun, sondern es ist eine Krankheit, die sie »ruft«. Schamane zu sein war nicht immer ein sonderlich attraktiver Job, wer wollte das schon machen – im Gegensatz zu heute, ähäm, wo das vielleicht bald eine Variante des Heilpraktikerscheins wird, neben dem HP psych. Aber dann wurden sie gerufen, diese besonderen Individuen, und zwar nicht durch Gott oder irgendwelche Engel, sondern durch eine Krankheit. Die war manchmal so schlimm war, dass sie zum Tod geführt hätte, wenn nicht der von ihr Befallene schließlich nachgegeben hätte: Okay, ich akzeptiere. Werd' ich halt Schamane.

 

Entfremdung

Warum bin ich Verleger geworden und Autor? Nein, so schlimm ist es bei mir noch nicht. Das Leiden ist auszuhalten, und es haben mich auch keine Krankheiten gerufen, die mir dann diktierten das zu tun, was ich jetzt tue, und doch … manchmal, wenn ich was anderes will als ich jetzt tue (woanders gibt's mehr Geld und mehr Freizeit) weigert sich mein Körper. Deshalb kam mir beim Bearbeiten der Texte für unser aktuelles Schaman-Heft der Gedanke, dass die Schamanenkrankheit vielleicht nur eine Extremform der Weigerung des Körpers ist, der sich wehrt, wenn du einem inneren Ruf nicht folgst. Oder, noch anders gesagt: Wenn wir uns zu sehr von uns selbst entfremden, uns zu sehr von dem entfernen, was wir innerlich zutiefst wollen, dann werden wir krank. 

 

Das Glück, das Richtige zu tun

Zugegeben, auch Schamanen und enthusiastische Herzblut-Pioniere werden manchmal krank. Gelegentlich sieht man aber auch welche, die sehen für ihr Alter ganz gut aus (nein, tut die Blumen woanders hin, ich meine jetzt nicht mich selbst), weil sie tun, was sie zutiefst wollen. Weil sie eins sind mit sich. Während andere sich im chronisch gewordenen Widerstand befinden gegen das, was sie tun; sie wollen eigentlich was ganz anderes, sie haben innerlich gekündigt, ihr Gehalt ist für sie »Schmerzensgeld« – und dann werden sie krank. 

 

Besser, man tut, was man wirklich will, auch wenn man dafür – oberflächlich – ein bisschen leiden oder sich mehr anstrengen muss. Das innere Glück, das Richtige zu tun macht das wieder wett.

 
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